Noch knapp vier Wochen

Kaum hängen Wahlkampf-Plakate: Partei berichtet von Beschädigungen – „eine Straftat“

+
Die Grünen haben als erste mit dem Plakatieren für die Bundestagswahl im Stadtgebiet begonnen – hier an der Tafel für Wahlplakate an der Stadtbrücke.
  • schließen

Es sind noch knapp vier Wochen, dann steht in Deutschland die Neuwahl des Bundestags an. Bundesweit hat der Wahlkampf längst begonnen und auch vor Ort nimmt er Fahrt auf.

Werdohl – Wir haben nachgefragt, was die Parteien in Werdohl planen. Die CDU hat konkrete Pläne für die nächsten Wochen. Ab dem 30. Januar, dann etwas mehr als drei Wochen vor der Bundestagswahl, möchte die Partei mit dem CDU-Anhänger auf dem Wochenmarkt auf dem Brüninghausplatz präsent sein. „Dort wird selbstverständlich auch unser Bundestagskandidat Paul Ziemiak tageweise dabei sein“, erklärt Werdohls CDU-Vorsitzender Daniel Bartke. Die genauen Tage für seinen Besuch würden aktuell noch geklärt und zeitnah bekanntgegeben – das gelte auch für andere geplante Aktionen, die ebenfalls noch terminiert werden sollen. Die Wahlplakate sollen in den nächsten Tagen angebracht werden.

Die SPD, die mit Olaf Scholz zuletzt den Kanzler gestellt hatte, wird ebenfalls Präsenz zeigen. Geplant sind laut dem Ortsvorsitzenden Björn Walocha zwei Bürgersprechstunden auf dem Wochenmarkt mit der heimischen Bundestagsabgeordneten Bettina Lugk. Der erste Termin hat bereits vergangenen Donnerstag stattgefunden, der zweite soll am Donnerstag, 6. Februar, folgen.

„Im Prinzip noch nicht viel organisiert“ habe die FDP in Werdohl. Wie Fraktionsvorsitzender Friedhelm Hermes im Gespräch erklärt, warte man aktuell auf die Wahlplakate, die dann wie gewohnt im Stadtgebiet aufgehängt werden sollen. Weitere Dinge seien derzeit noch nicht geplant. Die Sache laufe jetzt langsam an.

Sichtbar in der Stadt sind bereits die Werdohler Grünen, die bisher als „erste und einzige“ plakatiert haben, wie Jens Ott als Sprecher des Werdohler Ortsverbands berichtet. Er bedauert, dass einige Plakate schon beschädigt worden seien – von zehn Stellen seien nur drei unversehrt geblieben nach aktuellem Stand. Ott weist darauf hin, dass es sich dabei um eine Straftat handele. Vielen sei das offenbar nicht bewusst, etwa Jugendlichen.

Am 23. Februar können die Bürger ihre Stimme abgeben und über die Zukunft des Landes entscheiden

Darüber hinaus planen die Grünen am Samstag, 1. Februar, ab 9.30 Uhr einen Stand mit der heimischen Grünen-Bundestagskandidatin Marjan Eggers auf dem Alfred-Colsman-Platz. „Wir überlegen, ob wir noch weitere Aktionen machen, die sind aber noch nicht terminiert.“

Politik ist derzeit vielerorts ein Thema. Das bekommen auch die Lokalpolitiker zu spüren. „Wir hören mehr, dass die Menschen einfach froh sind, wenn die Neuwahlen stattgefunden haben. Viele sind leider nur noch genervt und können das Thema rund um Politik nicht mehr hören“, berichtet etwa Bartke. Die größte Frage sei seiner Meinung nach: „Wie wird eine mögliche Regierung wohl aussehen, mit wem wird die CDU regieren wollen und können?“ Demnach stehe für die meisten außer Frage, dass es eine CDU-geführte Regierung geben werde. Jens Ott von den Grünen stellt fest, dass es im Moment noch sehr verhalten sei. Noch sei wohl nicht bei allen präsent, dass in gut einem Monat die Wahl stattfinde.

Kommentare