VonHannah Deckeschließen
Lufthansa verlagert seinen weltweiten Umsteigeverkehr ab dem Flughafen Münster/Osnabrück. Aus diesem Grund gibt es bald keine Flüge mehr in eine wichtige Metropole.
Greven - Es gibt schon bald eine Änderung im Flugplan der Lufthansa am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO). Die Airline verlagert den gesamten weltweiten Umsteigeverkehr ab FMO über einen anderen Flughafen. Das hat zur Folge, dass von Münster/Osnabrück die Flüge in eine wichtige Metropole gekappt werden.
Keine Flüge mehr: Flughafen Münster/Osnabrück schafft Verbindung in Metropole ab
Keine Flüge mehr vom Flughafen Münster/Osnabrück nach Frankfurt: Wie der FMO am Dienstag, 23. Juli, mitteilte, verlagert Lufthansa mit Beginn des Winterflugplans ab dem 27. Oktober 2024 den weltweiten Umsteigeverkehr über den internationalen Flughafen München. Die Folge: „Die innerdeutsche Kurzstrecke nach Frankfurt wird künftig nicht mehr mit dem Flugzeug bedient.“
Laut Lufthansa gibt es eine „deutlich höhere Nachfrage der München-Verbindung“ sowie eine geringe Flottenverfügbarkeit am Standort Frankfurt. Außerdem sei ein Grund der „stärkere Schieneneinsatz bei besonders kurzen Flugverbindungen in Deutschland“. Der Direktflug vom FMO nach Frankfurt dauert gerade einmal 50 Minuten. Nach Angaben von Lufthansa hätten sich die Reisegewohnheiten seit der Corona-Pandemie geändert. So gebe es weniger Geschäftsreisen.
Keine Flüge mehr nach Frankfurt – Lufthansa plant Streckennetz um
Für die meisten Fluggäste vom Flughafen Münster/Osnabrück war der Frankfurter Airport bisher nur ein Umsteigeflughafen, berichtet der FMO. Nur knapp zehn Prozent hatten die hessische Metropole als endgültiges Reiseziel im Auge. Die Umsteige-Passagiere von Lufthansa werden künftig über München geleitet. „So können 58 der 60 wichtigsten FMO-Umsteigeziele auch bequem über München erreicht werden“, teilt der NRW-Flughafen mit.
Frankfurt wurde als Ziel seit fast 50 Jahren am Flughafen Münster/Osnabrück angeboten. Ein neues Reiseziel kann per Direktflug bald vom Flughafen Paderborn/Lippstadt angesteuert werden: Es geht von NRW direkt zu den Polarlichtern.
Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa
