Antenne auf Fernsehturm

Colonius-Spitze hat neue Besitzer – sie kommen nicht aus Köln

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Die Colonius-Antenne wurde von der Telekom verkauft (Symbolbild)
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Die Funkantenne des Colonius in Köln wurde verkauft. Die neuen Besitzer: Zwei internationale Investoren. Mit dem Verkauf will die Telekom schuldenfrei werden. 

Köln – Der Colonius ist eines der Wahrzeichen in Köln, seit kurzem ist der Kölner Fernsehturm sogar offiziell ein Denkmal. Immerhin ist er das höchste Gebäude in der Domstadt – und sogar rund 100 Meter höher als der Kölner Dom. Das liegt auch an der Antenne, die zuletzt 2004 ausgetauscht worden ist. Doch genau diese Colonius-Spitze hat nun einen neuen Besitzer.

Köln: Colonius-Spitze verkauft – neue Besitzer des Funkturms sind zwei internationale Investoren

Eigentlich gehörte bislang der Telekom-Tochter GD Towers die Antenne auf dem Colonius. Doch die Telekom hat den Tochterkonzern nun verkauft. Der Preis: 17,5 Milliarden Euro. Der neue Besitzer: Zwei Unternehmen auch den USA und Kanada.

„Die Deutsche Telekom kündigt an, 51 Prozent an GD Towers, dem Funkturmgeschäft des Konzerns in Deutschland und Österreich, an DigitalBridge und Brookfield zu verkaufen“, heißt es in einer Telekom-Pressemitteilung Mitte Juli. Lediglich die restlichen 49 Prozent gehören weiterhin dem Unternehmen mit Hauptsitz in Bonn.

Colonius: Der Fernsehturm in Köln in Bildern

Der Colonius in Köln liegt direkt neben dem Telekom-Gebäude.
Der Colonius ist 266 Meter hoch und damit über 100 Meter höher als der Kölner Dom.  © Horst Galuschka/Imago
Der Kölner Fernsehturm Colonius in Köln.
Seit Juli 2022 steht der Colonius in Köln unter Denkmalschutz. © Christoph Hardt/Imago
Der Kölner Sonnenaufgang zeigt dier Stadtsilhouette mit dem Colonius und dem Dom.
Der Fernsehturm ist das höchste Gebäude in Köln – rund 100 Meter höher als der Kölner Dom.  © blickwinkel/Imago
Menschen sitzen im Inneren Grüngürtel. Im Hintergrund ist der Colonius zu sehen.
Der Colonius liegt in der Kölner Innenstadt – direkt am Inneren Grüngürtel. © Christoph Hardt/Imago
Der Kölner Fernsehturm: Am unteren Bildrand sind Bäume zu sehen.
Der Colonius wurde von 1978 bis 1981 gebaut. Eröffnet wurde der Fernsehturm am 3. Juni 1981. © Horst Galuschka/Imago
Der Colonius Fernsehturm in Ehrenfeld prägt das Stadtbild von Köln.
Besucher können den Colonius derzeit nicht besuchen. Der Grund für die Schließung: Brandschutz. © Christoph Hardt/Imago
Henriette Reker bei der Unterzeichnung der Vereinbarung für ein zukunftssicheres 5G-Netz im Fernsehturm Colonius.
Seit 1999 ist die Außenplattform für Besucher gesperrt. Oberbürgermeisterin Henriette Reker möchte das ändern. © Christoph Hardt/Imago.
Links: Mit einem Helikopter wird eine neue Antenne angebracht. Rechts: Die Antenne liegt auf dem Boden.
Seit Jahren ruhen die Renovierungsarbeiten. Lediglich eine Antenne wurde 2004 ausgetauscht.  © Chai von der Laage/Imago & Chai von der Laage/Imago
Auf den Kölner Fernsehturm Colonius wird am 4. Advent ein leuchtend blauer Sternenhimmel mit den Worten „Bleibt gesund“ projiziert.
Immer wieder werden Botschaften auf den Fernsehturm projiziert.  © Henning Kaiser/dpa
Der Colonius Fernsehturm blickt hinter der Zentralmoschee Köln-Ehrenfeld hervor.
Unweit des Colonius findet sich ein weiteres besonderes Gebäude: Die Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld. © Sascha Steinach/Imago

Köln: Colonius-Spitze und 40.000 weitere Funkantennen von Telekom-Verkauf betroffen

Konkret bedeutet das, dass die Colonius-Antenne und die rund 40.000 weiteren Funktürme in Deutschland und Österreich von GD Towers nun mehrheitlich DigitalBridge und Brookfield gehören. Aber was für Firmen verstecken sich hinter den Namen? Das Unternehmen DigitialBridge ist ein globaler Real Estate Investment Trust (REIT) für digitale Infrastruktur. Bookfield ist ein kanadischer Finanzinvestor, der weltweit agiert. Das Unternehmen hat bereits rund 200.000 Funktürme.

Nun kommen die Colonius-Antenne in Köln und viele weitere Funktürme hinzu. Der Abschluss für den Verkauf ist für Ende 2022 geplant. Doch auch danach wird das aktuelle GD Towers-Führungsteam die Leitung übernehmen. „Die Deutsche Telekom behält 49 Prozent der Anteile und bedeutende Minderheitsrechte wie das Recht, 2 von 5 Mitglieder des Shareholder Committee zu benennen, einschließlich des ersten Chairman. Außerdem hat die Deutsche Telekom das Recht, die Kontrolle über GD Towers in der Zukunft zurückzuerlangen und das Unternehmen wieder zu konsolidieren“, so die Telekom weiter.

Colonius: Darum hat die Telekom die Funkantenne in Köln verkauft

Colonius
Bauzeit: 1978 bis 1981
Einweihung:3. Juni 1981
Höhe mit Antennenspitze 266 Meter

Mit der Partnerschaft will man jedoch dafür sorgen, dass die strategischen Pläne von GD Towers weiterentwickelt werden. So soll dauerhaft mehr Geld verdient werden, erklärt die Telekom. Außerdem soll der Verkauf einen Teil zur Entschuldung der Telekom beitragen und den Weg zu 50,1 Prozent der Anteile an T-Mobile US beschleunigen, heißt es weiter. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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