VonNina Büchsschließen
Licht aus und weniger heizen – das sind nur einige Maßnahmen, wie die Stadt Köln künftig Energie sparen will. Alle Infos dazu zeigt 24RHEIN im Überblick.
Köln – Als Folge der gestiegenen Energie- und Gaskosten haben sich die Stadt Köln und die städtischen Unternehmen nun auf zahlreiche Energieeinsparmaßnahmen geeinigt. Wie es in einer Mitteilung heißt, soll die Straßenbeleuchtung unter anderem um 23 Uhr auf 50 Prozent heruntergedimmt werden. Ein Überblick, was sich künftig in Köln ändern wird.
Köln: Energie- und Gaspreise steigen an – so will die Stadt Kosten sparen
Auch die Beleuchtung bei repräsentativen Bauwerken wie dem Kölner Dom soll laut Stadt Köln und der Rheinenergie um 22 Uhr (ab Herbst, zuvor war es 23 Uhr) abgeschaltet werden. In den städtischen Büros wird zudem weniger geheizt. Der Maßnahmen-Katalog im Überblick:
- Die Straßenbeleuchtung in Köln wird um 23 Uhr auf 50 Prozent heruntergedimmt, sowie später ein- und früher ausgeschaltet
- Die Beleuchtung bestimmter Bauwerke (z.B. Kölner Dom, romanische Kirchen, Historisches Rathaus, Hohenzollernbrücke, Severinsbrücke) und weitere Beleuchtung an insgesamt über 132 Objekten wird um 22 Uhr abgeschaltet
- Die Beleuchtung der Pylone am RheinEnergie-Stadion wird abgeschaltet
- Die Temperatur in den städtischen Büros soll in der Heizperiode maximal 19 Grad betragen
- Im Sommer wird die Klimatisierung der Räume auf ein Minimum reduziert
- In den Schulen, in denen es keine offene Ganztagsschule oder Ferien-Betrieb gibt, wird in der Ferienzeit die Aussetzung einer Raumtemperaturabsenkung wieder eingeführt
- Die Stadt-Mitarbeitenden werden nochmals hinsichtlich eines energieeffizienten Verhaltens sensibilisiert
- Die Betriebsparameter (beispielsweise Raumtemperatur und Energieverbrauch) werden angepasst, zum Beispiel in Fahrzeughallen, Waschhallen, Lagerhallen et cetera., sodass diese nur frostfrei gehalten werden
Schon im Juli hatte 24RHEIN bei Stadtprecher Alexander Vogel nachgefragt, ob die Beleuchtung des Kölner Doms künftig reduziert werden könnte. „Eine Reduktion der Beleuchtung ist durch Anpassung der Schaltzeiten denkbar und wird derzeit geprüft“, sagte Vogel zu diesem Zeitpunkt. Und genau so kam es auch.
Köln: Stadt will Energie- und Gas sparen – das ist der Hintergrund
Fest steht: In Köln könnte es abends also schneller duster werden, als gewöhnlich. Zumindest wird weniger beleuchtet, als zuvor. Im Herbst und im Winter sollten Mitarbeiter der Stadt Köln zudem besser etwas Wärmeres, wie zum Beispiel einen dicken Pulli, im Büro dabei haben. Denn geheizt wird maximal auf 19 Grad.
Hintergrund der Sparmaßnahmen ist der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, erklärt die Stadt. Als Reaktion darauf hat die Bundesregierung unterschiedliche Sanktionen gegenüber dem russischen Staat ausgelöst. „Waren bereits vorher auf dem Energiemarkt die Preise für Erdöl und Erdgas stark gestiegen, hat sich diese Entwicklung noch verstärkt und wurde überlagert von der Tatsache, dass die Versorgung der Bundesrepublik Deutschland mit Erdgas und Erdöl in sehr hohem Maß von russischen Importen abhängt. Dies hatte das Wirtschaftsministerium dazu veranlasst, schon am 30. März 2022 die Frühwarnstufe des ‚Notfallplan Gas‘ auszulösen“, teilt die Stadt weiter mit. Vor diesem Hintergrund habe sich die Stadt mit den städtischen Unternehmen auf die Maßnahmen zum Energiesparen geeinigt.
Köln: Rheinenergie hebt Gas-Preise an – Anstieg der Kosten auf 133 Prozent
Dass die Gas-Preise in Köln ansteigen würden – darüber hat zuletzt auch die RheinEnergie informiert. Künftig müssen Bürgerinnen und Bürger jedenfalls tief in die Tasche greifen. Denn der Preis pro Kilowattstunde steigt um 133 Prozent an, teilte das Kölner Unternehmen mit.
Köln: Enormer Anstieg bei Energie- und Gaskosten – OB Reker appelliert an Kölnerinnen und Kölner
Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker äußerte sich mit eindringlichen Worten zur aktuellen Situation – und appellierte auch an die Bürgerinnen und Bürger: „Jede und jeder soll einen Beitrag leisten, um Energie zu sparen und damit einer möglichen Notlage im Herbst und Winter vorbeugen. Ich bitte die Kölnerinnen und Kölner schon jetzt, überall dort, wo es ihnen möglich ist, Energie einzusparen. Jeder Beitrag hilft.“
Insbesondere im Herbst und Winter sollen die Maßnahmen im Bereich Energiesicherheit kurzfristig umgesetzt und koordiniert werden können – Verantwortung dafür wird die „Taskforce Energiesicherheit“ in einem Krisenstab unter Leitung der Stadtdirektorin Andrea Blome tragen, heißt es weiter. (nb) Fair und unabhängig informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.
