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Das erste TV-Duell der Bürgermeisterkandidaten in Bönen zog viele Zuschauer an. Die Resonanz übertraf die Erwartungen. Das Video ist bis zur Wahl online.
Bönen – Premiere hatte am Freitagabend, 29. August, ein Duell der beiden Bönener Bürgermeisterkandidaten zur Kommunalwahl NRW in neuem Format, das jeder, der wollte und noch will, bequem auf dem Bildschirm seines Smartphones, Tablets oder Laptops verfolgen kann.
Wer live pünktlich zur Tagesschauzeit nicht einschalten konnte, oder doch etwas anderes vorhatte, konnte sich den Schlagabtausch von Dirk Lampersbach (SPD) und Nils Böckmann (parteilos) auch später und noch bis zum 14. September anschauen auf der Internetplattform https://rsvandfriends.de/wahlduell. Das ist der Vorteil der „TV-Talkshow“, mit dem die beiden Initiatoren Dustin Wollek und Bernd Lublow viele Bönener, vor allem junge Menschen, ins Boot holen wollten.
Zugriffszahlen höher als erwartet
Ist ihnen das gelungen? Wie hoch war tatsächlich das Interesse an dem TV-Duell? Das lässt sich dank Messung der Zuschauerzugriffe genau sagen. „Bis Samstagmittag haben bereits mehr als 1700 Endgeräte das Video eingeschaltet und angeschaut, jeweils 38 Prozent auf dem Mobilgerät und dem TV, der Rest auf Computer und Tablet“, bestätigt Dustin Wollek und ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
„Wir sind ohne Erwartung da reingegangen, hatten aber gehofft, die 1000er-Marke zu knacken.“ Das sei schon jetzt deutlich übertroffen worden, sagt Bernd Lublow, denn „wir gehen davon aus, dass an vielen Geräten mehr als eine Person das Duell verfolgte“.
Kurz vor der Livesendung im Studio der Firma Ecopower, die ihre Räume und technische Ausstattung für den Event zur Verfügung gestellt hatte, stieg dann der Puls bei den beiden Moderatoren nach eigenem Bekunden doch etwas an. Die beiden Kandidaten gaben sich entspannt.
Das „Publikum“ war aufgrund der begrenzten Raumsituation auf einige Unterstützer der beiden Lager beschränkt und verfolgte das Wahlduell draußen auf der Terrasse auf großen Bildschirmen mit gespannter Aufmerksamkeit.
Bis Samstagmittag haben bereits mehr als 1700 Endgeräte das Video angeschaut.
Fragen waren Kandidaten vorher nicht bekannt
Acht Themenkomplexe aus den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Sport, Umwelt, Soziales, Stadtentwicklung, Kultur und Infrastruktur hatten die Organisatoren für die 110-minütige Sendung vorgegeben, zu denen weit über hundert Bürger Fragen eingereicht hatten.
Das Interesse schien also durchaus groß im Vorfeld. „Die Kandidaten kannten die ausgewählten Fragen vor der Sendung aber nicht, damit sie auch spontan reagieren können“, so Wollek. Böckmann und Lampersbach antworteten ruhig und routiniert und machten deutlich, wo sie unterschiedliche Vorstellungen haben.
Während Wollek im Studio dafür zuständig war, dass die Übertragung einwandfrei läuft, servierten Bernd Lublow und Co-Moderator Sebastian Stemmann ihre Fragen und behielten die Uhr, die die Redezeit misst, im Auge. Am Ende lag Dirk Lampersbach geringfügig vorne.
Lob für die gute Atmosphäre
Begeistert von dem Format und der professionellen Präsentation waren am Ende alle. „Es war eine sehr angenehme Gesprächsatmosphäre“, lobte Nils Böckmann. „Natürlich ist man in einer gewissen Grundspannung, weil die Fragen nicht kalkulierbar waren. Ich hätte gerne noch mehr über Verwaltung und Digitalisierung gesprochen, ich weiß aber auch, dass das Themen sind, die die Leute nicht so stark bewegen.“
Auch Dirk Lampersbach lobte das Format: „Ganz wichtige Veranstaltung, super toll gelaufen, gute Atmosphäre – so bindet man viele Menschen mit ein, die man sonst nicht erreichen würde. Natürlich kann man aber an so einem Abend auch nicht die komplette Bandbreite an Themen abdecken.“ „Es war viel Arbeit, das alles auf die Beine zu stellen“, bekannten Lublow und Wollek nach der Sendung. Hat es sich gelohnt? „Auf alle Fälle.“
Sport ist Thema am 3. September
Nun haben die Wähler noch einmal am Mittwoch, 3. September, um 19.30 Uhr in der Gaststätte Denninghaus die Möglichkeit, den Kandidaten Fragen zu stellen zum Thema Sport und Ehrenamt, wenn der Gemeindesportverband als Vertreter von rund 5500 Sportlern in der Gemeinde zum sportpolitischen Dialog einlädt.
Gewählt wird in zwei Wochen. Dann zählt jede Stimme. Moderatoren und Kandidaten hoffen, bis dahin viele Bönener bewegen zu können, ihr Wahlrecht dann auch auszuüben oder vorab per Briefwahl wahrzunehmen.
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