Bluttat in Geseke

Messerangriff vor Grundschule: 13-Jähriger in Psychiatrie, Opfer (14) außer Lebensgefahr

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Die Polizei sicherte Spuren am Tatort vor der Grundschule.
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  • Marvin K. Hoffmann
    Marvin K. Hoffmann
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Nach einer Messer-Attacke in Geseke ist das 14-jährige Opfer außer Lebensgefahr. Der erst 13 Jahre alte Tatverdächtige kommt in die Psychiatrie. Die Polizei hat weitere Informationen.

Update vom 15. August, 12.30 Uhr: Gute Nachrichten aus dem Kreis Soest: Das 14-jährige Opfer einer Messer-Attacke in Geseke ist außer Lebensgefahr. Der erst 13 Jahre alte Tatverdächtige ist nach Angaben der Polizei „hinreichend wegen Gewaltkriminalität bekannt“. Da es sich um ein Kind handelt, muss der Lippstädter kein Strafverfahren befürchten - er ist strafunmündig. Er kommt nun in die Psychiatrie. Oberstaatsanwalt Ralf Meyer äußerte sich zu den Hintergründen der Tat.

Messerangriff vor Grundschule: 13-Jähriger in Psychiatrie, Opfer (14) außer Lebensgefahr

[Erstmeldung vom 14. August] Geseke – In Geseke im Kreis Soest (Nordrhein-Westfalen) ist es am Mittwochabend, 14. August, offenbar zu einer Messerstecherei gekommen. Die Polizei war mit starken Kräften vor Ort, ebenso war die Spurensicherung der Kriminalpolizei im Einsatz. Ersten Erkenntnissen zufolge soll ein Jugendlicher einen anderen mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben.

Wie die Staatsanwaltschaft Paderborn und die Polizei Dortmund am Abend gemeinsam bestätigten, soll es sich um ein „versuchtes Tötungsdelikt“ handeln. Eine Ermittlungskommission des Polizeipräsidiums Dortmunds sei eingesetzt worden. Es gibt erste Details zum Tathergang.

Lebensgefahr nach Messerangriff: Polizei stellt 13-jährigen Tatverdächtigen

Demnach sei es vor der Dr.-Adenauer-Grundschule an der Straße Ostmauer in Geseke am besagten Mittwoch um 17.58 Uhr „zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendlichen“ gekommen. „Hierbei wurde ein 14-jähriger Geseker schwer verletzt“, heißt es. Wie es ihm mittlerweile geht, ist unklar – um 21 Uhr am Mittwochabend war aber noch von einem „lebensbedrohlichen Zustand“ die Rede.

Polizei stellt 13 Jahre alten Tatverdächtigen

Die Polizei war am Abend vor Ort in Geseke und sicherte Spuren am Tatort.

Die Ermittler verbuchten immerhin schon einen Fahndungserfolg. „Kräfte der Kreispolizeibehörde Soest konnten im Rahmen der Fahndung einen 13-jährigen Tatverdächtigen aus Lippstadt stellen“, heißt es. Die weiteren Ermittlungen habe daher nun „eine Mordkommission mit Polizeibeamten aus Dortmund und Soest“ aufgenommen. Bei der Suche nach dem strafunmündigen Tatverdächtigen sei auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt worden.

Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben

Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben © Daniel Schröder
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben © Daniel Schröder
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben © Daniel Schröder
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben © Daniel Schröder
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben © Daniel Schröder
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben © Daniel Schröder
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben © Daniel Schröder
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben © Daniel Schröder
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben © Daniel Schröder
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben © Daniel Schröder
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben © Daniel Schröder
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben © Daniel Schröder
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben © Daniel Schröder
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben © Daniel Schröder
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben
Spurensicherung in Geseke: 13-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben © Daniel Schröder

Lebensgefahr nach Messerstecherei in Geseke: Zustand über die Nacht unverändert

Am Donnerstagvormittag hieß es übereinstimmend, dass sich der Zustand des 14-Jährigen im Laufe der Nacht nicht verändert habe. Oberstaatsanwalt Ralf Meyer von der zuständigen Staatsanwaltschaft Paderborn erklärt im Gespräch mit unserer Redaktion, dass es weitere Einzelheiten vonseiten der Behörden am Mittag geben werde. Gleichzeitig verwies er bereits auf das Kindesalter des Tatverdächtigen, weswegen einige Detailfragen zumindest für die Öffentlichkeit vermutlich unbeantwortet bleiben dürften.

Sollte er der Messerstecher sein: 13-Jähriger käme straffrei davon

Sollte sich bestätigen, dass es sich bei dem 13-Jährigen tatsächlich um den Messerstecher handelte, müsste er kein Strafverfahren befürchten - laut Paragraf 19 des Strafgesetzbuches sind Kinder unter 14 Jahren nicht schuldfähig. Das heißt, dass gegen sie kein Strafverfahren eingeleitet werden kann und sie nicht vor Gericht gestellt werden können, wo sie sich für ihre Tat verantworten müssten. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass die Tat eines strafunmündigen Kindes Folgen haben kann: So kann beispielsweise das Jugendamt Maßnahmen anordnen, die Eltern oder Kinder erfüllen müssen.

Über Hamm-Bockum-Hövel und Heessen war ebenfalls am Abend ein Hubschrauber der Polizei im Einsatz. Er kreiste über einem bestimmten Gebiet. Der Grund war ein vermisstes 16 Jahre altes Mädchen.

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