Vandalismus

Feuerwehr sauer über „Sauerei“: Unbekannte versprühen Löschpulver in zwei Sporthallen

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Die Werler Feuerwehr wurde am Freitagabend zu den Sporthallen an der Sekundarschule gerufen, weil dort Unbekannte Löschpulver versprüht hatten.
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„Das ist kein Dummejungenstreich mehr“, ärgert sich der Feuerwehr-Chef. Weil Unbekannte in zwei Turnhallen Löschpulver versprühten, rückten am frühen Freitagabend ein gesamter Löschzug, der Rettungsdienst und die Polizei an. Für die Täter könnte es am Ende teuer werden.

Werl - Die Alarmierung ging um 17.48 Uhr ein. Ein Mann habe Rauch im Eingangsbereich der Werler Zweifachhalle gesehen, berichtete der Leiter der Werler Feuerwehr, Karsten Korte, auf Anfrage. Als die rund 30 Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, sei die Halle bereits evakuiert gewesen. Das habe vorbildlich funktioniert, lobte Korte.

Gar nicht vorbildlich war allerdings der Grund für den Einsatz. Wie sich beim Erkunden schnell herausstellte, handelte es sich bei dem beißenden „Rauch“ nämlich gar nicht um die Folgen eines Brandes, sondern um die Reste einer Staubwolke aus einem Pulverlöscher. Unbekannte hatten diesen offenbar in der Eingangsschleuse zur Zweifachhalle und im Flur der Dreifachhalle entleert.

Feuerwehr: Im schlimmsten Fall hätte es zu einer Panik kommen können

In der Dreifachhalle habe es zwar eine deutlich größere „Sauerei“ gegeben, so Korte. Ein Evakuieren sei dort aber nicht mehr notwendig gewesen, weil zu diesem Zeitpunkt schon klar war, dass es wohl keinen Brand gibt und sich die Pulverwolke schon gelegt hatte. Trotzdem: Im schlimmsten Fall hätte der Vandalismus auch zu einer Panik bei den Nutzern der Sporthallen führen können.

Die Feuerwehr erkundete beide Hallen, um sicher auszuschließen, dass es nicht doch irgendwo einen Brandherd gibt. Noch mehr Arbeit als die Einsatzkräfte werden aber wohl die Reinigungskräfte haben, die die Sauerei beseitigten müssen. „Das Pulver ist schon ziemlich aggressiv. Da muss man schon ordentlich putzen.“

Feuerwehrchef Karsten Korte zeigte sich im Nachgang verärgert: „Für so etwas werden ein ganzer Löschzug und der Rettungsdienst gebunden, die vielleicht gerade woanders wirklich dringend gebraucht werden.“ Ganz zu schweigen davon, dass ehrenamtliche Helfer für so etwas bei sich Zuhause oder auf der Arbeit alles stehen und liegen lassen müssten.

Polizei ermittelt und sucht Zeugen

Auch die verschwendeten Löschmittel könnten im Notfall gebraucht werden. Das Handeln der Täter sei auf jeden Fall strafbar, sagt Korte. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise würden unter Telefon 02921/91000 entgegengenommen.

Es gebe auch Überwachungskameras in dem Bereich, sagt Korte. „Vielleicht haben wir ja Glück.“

Falls die Täter ermittelt werden, droht ihnen wohl eine hohe Rechnung. Schließlich müssten sie nicht nur eine Strafe, sondern auch die Reinigung der Sporthallen und den Einsatz der Feuerwehr bezahlen.

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