- VonJörn Funkeschließen
In der Nähe der HSHL will die Stadt Hamm auf der Marker Allee eine neue Ampel aufstellen lassen. Das Projekt ist Teil einer großen Fahrradweg-Offensive.
Hamm-Osten – Freie Fahrt sollen Radfahrer künftig zwischen der Innenstadt und Braam-Ostwennemar haben. Die Stadt will den Dunantweg südlich des HSHL-Hochschulgeländes verbreitern und an der Marker Allee eine zusätzliche Ampel aufstellen, um den Übergang dort sicherer zu machen.
Bereits 2020 hatte die Ampel-Koalition im Rathaus die Einrichtung von neuen Fahrradrouten zwischen Innenstadt und Außenbezirken angekündigt. Eine davon ist die Strecke von den Ringanlagen nach Braam-Ostwennemar. Sie führt von der Altstadt aus gesehen über die Marker Allee und ab Haus Kentrop über den Dunantweg. Der führt südlich am Gelände der Hochschule Hamm-Lippstadt vorbei bis zur Ahse. Der schmale Weg ist bei Radfahrern und Fußgängern beliebt, dabei mit 1,65 bis 1,80 Metern Breite allerdings sehr schmal.
Das soll sich jetzt ändern, wie aus Verwaltungsunterlagen hervorgeht: Der Weg soll auf 3,50 bis 4 Meter Breite ausgebaut werden. Dazu kommt eine LED-Beleuchtung auf der südlichen Wegseite. Die Wegeführung an der Kreuzung mit Holunderweg und Ahsebrücke soll optimiert und damit sicherer gemacht werden.
Gefährliche Querung: neue Ampel auf Marker Allee
Der Radweg soll künftig von einer Baumreihe gesäumt werden, vorgesehen sind Feldahorn, Säuleneiche und Winterlinde. Für eine Wildhecke, die weichen muss, sollen neue Sträucher gepflanzt werden.
Damit Radfahrer und Fußgänger sicher über die Marker Allee kommen, soll östlich der Einmündungen von Dunantweg und Josef-Schlichter-Allee eine Bedarfsampel aufgestellt werden. Die stadteinwärts fahrenden Radler im Begegnungsverkehr über den südlichen Radweg der Marker Allee bis zur nächsten Querungshilfe zu führen, hält die Stadt für zu gefährlich. Und in der Hauptverkehrszeit ohne Ampel über die Straße zu kommen, dauere einfach zu lange, schließlich seien auf der Marker Allee täglich 11.000 Autos unterwegs.
Neue Ampel auf Marker Allee: das sind die Kosten
Der Radwegeausbau und die neue Ampel kosten zusammen 840.000 Euro. Die Stadt rechnet 650.000 Euro Fördermittel ein und müsste dann einen Eigenanteil von 190.000 Euro tragen.
Die CDU reklamiert den Ausbau als eigenen Erfolg. „Nach dem anfänglichen Zögern der Stadtverwaltung kann dieses wichtige Projekt jetzt umgesetzt werden“, sagte Dennis Kosian, Fraktionsvorsitzender im Stadtbezirk Mitte. Die Beschlussvorlage entspreche voll und ganz dem Unions-Vorschlag. Entscheidend sei das von der CDU initiierte Gespräch mit dem Grundstückseigentümer über den Verkauf der für die Verbreiterung benötigtem Fläche an die Stadt gewesen.
Der Hauptausschuss entscheidet in seiner Sitzung am 27. März.