- VonJörn Funkeschließen
Wochenmarkt oder Weihnachtsmarkt? Rund um die Pauluskirche hatten zuletzt der Budenzauber Vorrang. Doch die Markthändler wollen dorthin zurück. Die Stadt verspricht, den Wochenmarkt nicht mehr so oft auf den Santa-Monica-Platz zu verlegen.
Hamm – Zurück auf den Marktplatz heißt es für die Beschicker des Wochenmarktes. Sie sollen künftig nicht mehr so häufig auf den Santa-Monica-Platz ausweichen müssen. Für Stuniken- und Weihnachtsmarkt müssen die Markthändler den Marktplatz allerdings weiterhin räumen.
Weihnachtsmarkt seit 2001 an der Pauluskirche
Unter den Wochenmarkt-Beschickern grummelt es bereits seit Jahren. Seit 2001 müssen sie in der Vorweihnachtszeit vom Markt- auf den Santa-Monica-Platz umziehen; dazu kamen im Laufe der Jahre immer mehr Veranstaltungen, für die der Marktplatz beansprucht wurde. Doch am Ausweichstandort sinke der Umsatz deutlich, beteuern mehrere Händler. Von Einbußen bis zu 50 Prozent ist die Rede.
Im Winter war nach dem verlängerten Weihnachtsmarkt offenbar eine Schmerzgrenze erreicht: Hatten die Händler ihren Frust bis dahin noch hinter vorgehaltener Hand geäußert, wurden einige gegenüber dem WA deutlich: Es sei schwierig hier wirtschaftlich zu überleben, so wie bisher könne es nicht weitergehen.
Verlegung nur noch für Stuniken- und Weihnachtsmarkt
Die Stadt kommt den Händlern nun entgegen: Der Wochenmarkt solle nur noch für Stuniken- und Weihnachtsmarkt verlegt werden, sagte Sprecher Lukas Huster. Bei allen anderen Veranstaltungen sollten die Stände etwas zusammengerückt auf dem Marktplatz bleiben. Dabei schlägt die Stadt dem Marktplatz auch die Gutenbergstraße als mögliche Standfläche zu.
Markthändler Peter Viertmann freut sich und betont die gute Zusammenarbeit mit Stadt und Impuls-Agentur. Das zentrale Problem Weihnachtsmarkt sei damit aber noch nicht gelöst.
Keine Abmeldungen für Dienstags-Markt
Entwarnung geben Markthändler und Stadt beim Dienstags-Termin. An den vergangenen Dienstagen war die Zahl der Stände deutlich gesunken, teilweise waren nur sechs Lebensmittel- und ein Textilhändler auf dem Marktplatz. Das sei teilweise jahreszeitbedingt, sagte Huster. Zudem habe es in den vergangenen Wochen viele krankheitsbedingte Absagen gegeben. Das möge gerade dienstags den Eindruck hervorgerufen haben, dass sich viele abgemeldet hätten, dies sei aber nicht der Fall.
Viertmann verlässt Markt an der Liebfrauenkirche
Schlecht Nachrichten gibt es dafür vom Wochenmarkt an der Liebfrauenkirche in Hamm-Süden. Hier wird Viertmann seinen Gemüsestand nicht mehr aufbauen. Es rechne sich nicht mehr, sagt der Händler. Er fährt freitags künftig zu einem Markt nach Winterberg. Es bleiben dann ein Metzger, zwei Bäcker, ein Geflügel- und ein Textilhändler. Die Stadt sucht jetzt einen neuen Gemüsehändler.