- VonAndreas Eickhoffschließen
Auf der A2 ist es zu einem Massen-Crash gekommen. Neun Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, als fast 20 Autos ineinander krachten. Die Autobahn war über Stunden gesperrt.
Verl - Als am Dienstagabend, 24. Oktober, im Westen kurz nach 18 Uhr die Sonne unterging, sorgte ein kräftiger Regenschauer für schlechte Sicht auf der Autobahn A2. In Höhe der Brücke über die Bielefelder Straße in Verl krachten dabei aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit und zu wenig Abstand 17 Fahrzeuge ineinander. Neun Menschen wurden verletzt ins Krankenhaus eingeliefert, drei von ihnen galten zunächst als schwer verletzt.
| Autobahn | A2 |
| Länge | 473 km |
Am Mittwochmorgen korrigierte die Polizei die Zahl. Es sei nur eine Person schwer verletzt worden, acht weitere seien mit leichten Verletzungen im Krankenhaus behandelt worden. Der genaue Hergang der Massenkarambolage zwischen dem Kreuz Bielefeld und Gütersloh sei weiterhin unklar. Klar sei aber, dass die Unfallserie gegen 18.05 Uhr „bei regennasser Fahrbahn und tiefstehender Sonne“ passierte, schrieb die Polizei. Ein Verkehrsunfallaufnahme-Team habe vor Ort Spuren gesichert und müsse diese nun weiter auswerten.
Massen-Karambolage auf der A2: 15 Autos krachen ineinander - neun Verletzte
Wie ein Polizeisprecher am Dienstag an der Unfallstelle sagte, war es nach einem ersten Unfall offenbar zu mehreren kleineren Folgeunfällen gekommen. Der Fahrer eines VW Passat mit Gütersloher Kennzeichen musste beispielsweise vorsichtig aus seinem stark beschädigten Kombi gerettet werden. Der Notarzt ordnete eine schonende Rettung an, um mögliche weitere Verletzungen bei der Bergung zu vermeiden.
Zu dem Unfall kam es auf der Richtungsfahrbahn Dortmund zwischen dem Kreuz mit der A33 und der Anschlussstelle Gütersloh. Nach den ersten Notrufen wurde sofort Großalarm ausgelöst: Die Wache Süd der Berufsfeuerwehr Bielefeld rückte aus, mehrere Löschabteilungen der Freiwilligen Feuerwehr sowie zahlreiche Rettungswagen und Notärzte – teilweise auch aus dem Kreis Gütersloh. Letztlich waren etwa 70 Rettungskräfte im Einsatz.
Auch der Rettungshubschrauber Christoph 13 landete an der Unfalllstelle und brachte einen Notarzt, aufgrund der Vielzahl der Betroffenen wurde in Bielefeld auch ein „Massenanfall von Verletzten“ ManV ausgelöst.
Großalarm auf der A2: Autofahrer krachen bei Regen ineinander - Massen-Unfall
Die Hilfsorganisationen (Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter Unfallhilfe) machten weitere Rettungs- und Krankentransportwagen einsatzfähig, besetzten verwaiste Rettungswachen oder eilten mit Spezialfahrzeugen für die Betreuung der etwa 20 Betroffenen zu der Unfallstelle auf der Autobahn.
Dort wurde beispielsweise nach der Versorgung der Schwerverletzten ein beheiztes Zelt aufgebaut, wo sie die unverletzten Autofahrer aufwärmen und ein wenig sammeln konnten. Auch ein Bus wurde von der Feuerwehr organisiert, um die Personen, die ihr Auto nicht mehr nutzen konnten, sicher von der Autobahn zu bringen.
Die Autobahnpolizei sperrte die Schnellstraße umgehend ab dem Kreuz Bielefeld und leitete den Verkehr weiträumig über die A33 und A44 Richtung Westen um. Vor der Absperrung staute sich der Verkehr auf einer Länge von bis zu drei Kilometern. Die Strecke blieb bis 1.30 Uhr in der Nacht gesperrt. Der entstandene Schaden dürfte in die Hunderttausende gehen.
Bei einem heftigen Verkehrsunfall am selben Abend hatte ein 18-jähriger Fahranfänger sehr viel Glück. Er wurde nur leicht verletzt, sein Auto ist vollkommen zerstört.
