Neue Zahlen

Mehr als 45 Prozent mehr als im Vorjahr: Viele Bewerber ohne Ausbildungsplatz

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Viele Ausbildungsplätze im Märkischen Kreis sind zum Start in das neue Ausbildungsjahr noch unbesetzt. Den Unternehmen fehlt der Nachwuchs
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Mit dem 1. August hat auch in Plettenberg und im Märkischen Kreis das neue Ausbildungsjahr begonnen. Das Problem: in vielen Betrieben mangelt es an Azubis.

Plettenberg – So sind kreisweit derzeit noch 1074 Ausbildungsplätze und duale Studienplätze unbesetzt. Das teilte die heimische Agentur für Arbeit jetzt mit.

Den fast 1100 unbesetzten Stellen stehen laut Mitteilung der Arbeitsagentur 692 junge Märker gegenüber, die noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind – dies sind deutlich mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (494).

„Jugendliche, die weiterhin auf der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb sind, haben also auch jetzt noch viele Möglichkeiten. Wer ein wenig flexibel ist, kann im Sommer noch in die Ausbildung einsteigen. Besonders, wenn man für alternative Berufe offen ist“, wird Sandra Pawlas, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Iserlohn, in der Mitteilung zitiert. Hilfe biete die Berufsberatung der Arbeitsagentur, die nicht nur Kontakt zu Unternehmen herstelle und bei Bewerbungsunterlagen unterstütze, sondern auch den Überblick habe, welche Alternative es vielleicht noch geben könnte.

Die Unternehmen aus dem Märkischen Kreis hatten zuletzt 2382 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet (108 Stellen beziehungsweise vier Prozent weniger als vor einem Jahr). „Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 88 Bewerber“, sagt Pawlas. Besonders gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz gebe es derzeit noch in den Berufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Industriemechaniker/in, Bankkaufmann/-frau und Industriekaufmann/-frau.

An die Berufsberatung der Agentur für Arbeit in der Geschäftsstelle Werdohl, die auch für Plettenberg, Altena und Neuenrade zuständig ist, haben sich seit Oktober 414 Jugendliche gewandt, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Das seien 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr, heißt es aus der Agentur. Doch die Zahl der unversorgten Jugendlichen ist deutlich gestiegen: 141 Bewerberinnen und Bewerber sind noch ohne Ausbildungsplatz – ein Plus von 45,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dem stehen 387 gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber, von denen noch 175 unbesetzt sind.

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