Gehwegparken nimmt zu

Mehr Kontrollen, mehr Knöllchen: KOD durch mehr Personal präsenter

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Der KOD ist stärker präsent: Im Team auf Streife oder in Gemeinschaftsaktionen wie hier am Westentor.
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Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) ist dank personeller Aufstockung auch im Bezirk Hamm-Mitte stärker präsent. Damit steigt nicht nur der Bekanntheitsgrad der Mitarbeiter in der Bevölkerung, sondern auch die Kontrolldichte. Umgekehrt nehmen auch die Beschwerden zu, die den KOD erreichen.

Hamm - „50 Prozent der Menschen mögen uns, 50 Prozent nicht“, sagte KOD-Chef Jörg Wiesemeier mit einem Lachen unlängst in seinem Bericht in der Bezirksvertretung Mitte. „So stellen wir fest, dass wir vernünftige Arbeit machen“, folgerte Wiesemeier. Dabei wolle sich der KOD keinesfalls den Ruf erarbeiten, „nur Geld zu machen“.

Die Mitarbeiter erreichten nun aber auch Bereiche, in denen vorher selten kontrolliert und entsprechend wenig Verstöße geahndet worden seien. „Da überrascht es manchen, wenn er jetzt ein Knöllchen bekommt“, sagte Wiesemeier.

KOD-Teams

Der Kommunale Ordnungsdienst ist im Bezirk Mitte mit drei Teams à zwei Personen unterwegs: zwei Teams täglich in Früh- und Spätschicht östlich der Bahnlinie, ein Team westlich der Bahn im wochenweisen Wechsel in Früh- beziehungsweise Spätschicht (jeweils 7 bis 15 Uhr und 15 bis 23 Uhr); Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen insgesamt in allen Aufgabenbereichen und für das gesamte Stadtgebiet: 33

Einsatzzahlen

3607 Einsätze aller Art in Mitte bis 31. Oktober (ganz Hamm: 8869). Wiesemeier scherzhaft: „Der Stadtteil ist völlig in Ordnung und nicht dem Untergang geweiht.“

Einsatzschwerpunkte

unter anderem Parkverstöße, Müllablagerungen, missbräuchliche Nutzung von Spielplätzen, Lagern und Nächtigen, nicht angeleinte, kotende Hunde

Auffälligkeiten: „Privatanzeigen bei Parkverstößen haben stark zugenommen“, so der KOD-Chef. Außerdem: „Nachbarschaftsstreitigkeiten haben zugenommen. Jeder pocht auf sein Recht, statt nach Lösungen zu suchen. Das ist ein massives Problem“, sagte Wiesemeier.

Parkverstöße

Gehwegparken habe massiv zugenommen: bis 31. Oktober 3443 Verstöße à 55 Euro = 189 365 Euro

Einsatzorte

unter anderem an „Hotspots“ wie beispielsweise am Chattanoogaplatz, Marktplatz oder rund ums Museum. Wiesemeier: „Hier führen wir Hunderte von Gesprächen, teils leider erfolglos.“

Gewalt gegen KOD

Aggressives Verhalten gegenüber dem KOD habe zugenommen, so Wiesemeier: fünf körperliche Angriffe, einmal sei der Einsatz von Pfefferspray nötig gewesen.

KOD-Telefon

Die Leitstelle des KOD ist für Bürger montags bis samstags von 7 bis 23 Uhr unter der Telefonnummer 02381/177235 erreichbar.

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