Wettervorhersage

Erst „stürmisches Intermezzo“ – dann kündigt sich in NRW der erste Schnee an

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Das Wetter wird unruhig: Meteorologen sagen Regen und orkanartige Böen voraus. In NRW könnte es sogar Schnee geben.

Hamm - Der Herbst ist vorbei – zumindest lässt es das Wetter derzeit vermuten. Dabei beginnt der Winter nach meteorologischer Definition erst am 1. Dezember. Trotzdem wird es in NRW schon jetzt ungemütlich und winterlich. Es besteht laut einem Wettermodell sogar die Möglichkeit auf den ersten Schnee.

Meteorologe warnt vor „stürmischem Intermezzo“ – Wettermodell sagt sogar Schnee in NRW voraus

Derzeit deutet alles auf eine unruhige Wetterlage in der nächsten Woche hin. „Die ruhigen herbstlichen Hochdruck-Zeiten scheinen dann endgültig zu Ende zu sein“, prognostiziert Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. „Gerade nächste Woche geht wirklich die Post ab, da kann einiges beim Wetter passieren“. Auch Sturmpotenzial sei in der Woche ab dem 18. November gegeben.

Das GFS-Modell (Global Forecast System) der US-Wetterbehörde NOAA berechnet für Dienstag, 19. November, ein „fettes Sturmfeld über West- und Südwestdeutschland“, so der Wetter-Experte. „Besonders der Westen und Norden müssen sich auf starke Winde und Orkanböen einstellen“, warnt Dominik Jung bei IPPEN.MEDIA. Die Menschen in den betroffenen Regionen sollen sich auf ein „stürmisches Intermezzo“ einstellen. Er empfiehlt, bis zu diesem Zeitpunkt den eigenen Garten zu sichern und auch den Balkon wetterfest zu machen.

Auch Niklas Weise, Meteorologe bei WetterOnline, kündigt stürmisches Wetter an: „Interessant werden die Wetterkarten ab Dienstag, denn dann zieht ein Tief mit viel Niederschlag auf, das sich auch zu einem Sturmtief entwickeln kann.“

Wettermodell berechnet Schnee für NRW

Das Europäische Wettermodell sieht sogar Chancen auf Schnee in NRW. Es berechnet Neuschnee für Donnerstag, 21. November. „Da haben wir zum Teil im Nordwesten von Hamburg bis nach Essen und Köln runter eine Schneedecke bis in die tiefen Lagen, die prognostiziert wird“, so Dominik Jung. Allerdings berechne „jedes Wettermodell aktuell irgendetwas anderes“, sagt er. Wichtig ist auch zu beachten: „Die Wettermodelle unterschätzen oftmals Wärme im Erdboden. Da bleibt der Schnee einfach nicht so schnell liegen, wie das die Wettermodelle gerne hätten“, stellt der Meteorologe klar.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hält Schnee in der kommenden Woche für NRW nach derzeitigen Berechnungen für möglich. Nach einem Tief am Dienstag. 19. November, könne es in der zweiten Wochenhälfte auch im Flachland von Nordrhein-Westfalen schneien, sagt ein DWD-Meteorologe der Deutschen Presse-Agentur. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass der Schnee liegen bleibe.

Rubriklistenbild: © stock&people / Imago

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