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MiQua in Köln: Alle Infos zum „Museum im Quartier“

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Mitten in der Kölner Altstadt entsteht das MiQua (Archivbild)
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2026 soll das MiQua in Köln fertiggestellt werden. Das Museum zeigt auf einem 650 Meter langen Rundweg das jüdische Leben in Köln. Noch wird gebaut.

Köln – Das MiQua ist aktuell „die spannendste Baustelle deutschlandweit“, so die Stadt Köln. Immerhin entsteht mitten in der Kölner Altstadt das neue „Museum im Quartier“ – und zwar „über einigen der bedeutendsten Funde der Kölner Stadtgeschichte“, so die Stadt weiter. Nach der Eröffnung können die Museumsbesucher auf einem 650 Meter langen Parcours mehr als 2.000 Jahre Kölner Geschichte barrierefrei erleben.

MiQua in Köln: Der Überblick zum „Museum im Quartier“MiQua in Köln:

  • Das ist das MiQua in Köln: Direkt vor dem Kölner Rathaus entsteht das neue Museum im Quartier.
  • Ausstellung im MiQua: „Das neue Museum im Quartier wird Geschichte und Geschichten aus 2000 Jahren an diesem besonderen Ort im Herzen der Stadt aufgreifen“, verspricht das Projekt. „Das MiQua greift Themen rund um jüdisches Leben in der Stadtgeschichte sowie das umfassende archäologische Erbe Kölns auf.“
  • Eröffnung des MiQua: Ab 2026 können Besucherinnen und Besucher auf einer Fläche von mehr als 6.000 m² Kölns Geschichte erleben. Dabei gibt es einen unterirdischen archäologischen Rundgang von mehr als 600 Metern Länge.
  • Kosten MiQua: Von ursprünglich 48 Millionen Euro ist schon lange keine Rede mehr. Mittlerweile heißt es, dass das Großbauprojekt rund 127 Millionen Euro kostet.
  • Das MiQua ist aktuell eine von vielen Großbaustellen in Köln

MiQua in Köln: Was ist geplant?

Das MiQua entsteht direkt vor dem Kölner Rathaus – in und über den archäologischen Denkmälern der Kölner Innenstadt. Das Museum greift dabei „Geschichte und Geschichten aus 2000 Jahren an diesem besonderen Ort im Herzen der Stadt auf“. Der Fokus liegt dabei auf die 1700 Jahre des jüdischen Lebens in Köln.

Das Museum ist eine Kooperation der Stadt, die das Museum baut, und dem Landschaftsverband Rheinland, der die Ausstellung konzipiert und das Museum später betreibt.

„Ein Rundweg im Untergeschoss wird die Besuchenden im Museum auf etwa 650 Metern durch Befunde des römerzeitlichen Praetoriums wie auch des mittelalterlichen jüdischen und Goldschmiedeviertels der Stadt führen“, so der Landschaftsverband Rheinland auf der „MiQua“-Seite. „Im Museumsneubau auf dem Platz stehen die Geschichte und Kultur der jüdischen Bevölkerung Kölns von deren Ausweisung im Jahr 1424 bis in die Gegenwart im Fokus.“

Köln: MiQua-Baustelle – Gesamtkosten bei 127 Millionen, Fertigstellung im Sommer

Ein Planungsentwurf des MiQua

Aktuell wird allerdings noch gebaut. Im Frühjahr 2023 wird mit dem dritten von insgesamt vier Bauabschnitten begonnen. Der Ausstellungs-Parcours wird später 5 Meter breit, 2,50 Meter hoch und 650 Meter lang. „Insgesamt wurden rund 18 Tonnen Material pro Durchbruch entfernt“, so die Stadt weiter. Doch das ist teuer – und aufwendig. Die Gesamtkosten für das MiQua belaufen sich auf über 127 Millionen Euro, ursprünglich waren es 48 Millionen Euro.

Köln: MiQua soll im Sommer 2022 fertigestellt werden

Doch damit nicht genug: Nach langem Hin und Her kündigte die Stadt der Baufirma. „Stetige Unzuverlässigkeit, wiederholte Terminüberschreitungen und maßlos überzogene Nachforderungen“ hätten keine andere Wahl gelassen, hieß es im Dezember 2021. Am 7. April 2022 wurde von Oberbürgermeisterin Henriette Reker der Vorhang zwischen der Archäologischen Zone und dem Praetorium geöffnet – ein wichtiger Schritt für den Brauprozess der unterirdischen Anlage.

MiQua nicht das einzige Bauprojekt in Kölner Altstadt: Via Culturalis und Laurenz Carré

Das MiQua ist nicht das einige Bauprojekte in der Kölner Altstadt. Aktuell entstehen in unmittelbarer Nähe gleich mehrere Bauvorhaben: ob Via Culturalis, das Laurenz Carré oder das Großprojekt Historische Mitte. Ziel ist es, mit den Projekten die „Visitenkarte der Stadt“ aufzuwerten, so die Stadt Köln. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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