- VonThomas Brüggestraßeschließen
Nach Amokfahrten haben sich die Sicherheitsauflagen auch für die Karnevalisten am Möhnesee drastisch erhöht.
Möhnesee – Nach den Amokfahrten von Magdeburg und München kommt es wie befürchtet: Die Karnevalisten müssen für die Absicherung des Umzugs am Fastnachtsdienstag ordentlich aufrüsten. Das steht seit Donnerstag, 20. Februar, fest. „An neuralgischen Punkten müssen die Absperrungen verstärkt werden, eventuell braucht man auch Personal“, sagte Ordnungsamtsleiter Tillmann Wolff unserer Zeitung. Zu den Details wollte er sich nicht äußern. Wie es mit den Kosten sei? „Für die Sicherheit ist der Veranstalter zuständig“, sagte Wolff. Natürlich wisse er, dass da die Meinungen gegeneinander stehen: Der Bund Deutscher Karneval hatte in einer Pressemitteilung unterstrichen, Terrorabwehr sei Aufgabe des Staats.
Mehr Sicherheit: Karnevalisten müssen Straßen in Körbecke sperren
„Wir sind in Gesprächen“, sagt Alexander Schmolke dazu; als Zugführer der Körbecker Karnevalsgesellschaft (KKG) ist er für die Umsetzung behördlicher Vorgaben zuständig. „Da kommen Mehrkosten auf uns zu“, berichtete er: „Was wir für die Absperrungen hinstellen, soll wenigstens sechs Tonnen schwer sein, und wir haben die Auflage bekommen, bis 22 Uhr zu sperren, bis zum Ende der Veranstaltung am Fastnachtsdienstag.
„Es wird ja auf dem Pankratius-Platz weiter gefeiert nach dem Umzug.“ Die Krux für die Sperrungen: Bestimmte Punkte müsse man zügig öffnen und wieder schließen können, damit der närrische Lindwurm zweimal durch den Ortskern rollen könne – einmal als Parade und zum Kamellewerfen, einmal für die Vorführungen Truppe für Truppe vor dem Prinzenwagen, der vor dem Rathaus parkt. Und wieder wegfahren nach dem Umzug sollen die Mottowagen auch.
Was man jetzt zum Absperren besorgen werde, wie man es an Ort und Stelle und später wieder fort bekomme, das sei alles noch nicht entschieden. Schmolke: „Wir haben jetzt ein schönes Stück Arbeit vor uns.“ Wie die Mehrkosten zu stemmen sein werden, darüber wollen die Karnevalisten noch reden. Schmolke: „Ich kann zu den Kosten noch nichts sagen — wir bleiben mit allen im Gespräch.“