- VonPhilip Maackschließen
Die Jecken müssen erhöhte Sicherheitsmaßnahmen stemmen. In manchen Städten haben sie deshalb ihren Umzug sogar abgesagt. In Werl soll er aber trotzdem stattfinden.
Werl – Der Rosensonntagsumzug in Werl ist für den 2. März geplant. Doch bis die bunten Wagen durch die Innenstadt fahren, steht den Organisatoren noch einiges an Kopfzerbrechen bevor. Der diesjährige Zug stellt die Werler Jecken nämlich vor große Herausforderungen.
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Angesichts der jüngsten Attacken auf Menschengruppen – in Magdeburg und zuletzt auch München – sind schließlich die Sicherheitsanforderungen rund um den Zug und die Strecke gestiegen. In manchen Städten haben die Karnevalisten ihren Umzug deshalb bereits abgesagt, die neuen Bedingungen seien für sie nicht umsetzbar. „In Werl besteht die Gefahr einer Absage aktuell aber nicht“, erklärt der heimische Karnevalspräsident Lutz Langschmidt auf Anfrage unserer Redaktion.
Momentan befinden sich die Werler Jecken in intensiven Gesprächen mit der Stadt, der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft – die ebenfalls federführend in der Karnevalsorganisation ist – sowie der Polizei. Denn eines ist klar: „Verzichten können wir auf größere Sicherheitsmaßnahmen nicht“, sagt Langschmidt. Detaillierte Planungen gibt es aber noch nicht, daran wird in den Gesprächen gearbeitet. Sicher scheint jedoch, dass mehr Zufahrten zur Umzugsstrecke gesperrt werden müssen. Unter anderem die Zufahrt vom Kälbermarkt aus sei betroffen, so Langschmidt. Über weitere Maßnahmen werde beraten. „Wenn es einen vernünftigen Vorschlag gibt, machen wir das“, meint der Karnevalspräsident. „Wir sind dankbar über jeden guten Vorschlag.“
Eine verkürzte Umzugsstrecke etwa hält Langschmidt für schwer umzusetzen. „Wo sollen wir die Strecke denn kürzen?“, fragt er. „Die Wagen müssen auf der Strecke ja auch überall durchpassen.“ Und in einer Innenstadt wie Werl ist das nicht so leicht. Seinen Optimismus behält Lutz Langschmidt aber. Als Karnevalist gehört das ja auch irgendwie dazu. „Die Polizei hat uns Mut gemacht, dass es klappt“, sagt er.
Nächster Termin im jecken Kalender ist die große Karnevalssitzung „Lachendes Werl“ am Samstag in der Stadthalle. Einlass ist ab 18 Uhr, Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr. Lutz Langschmidt führt dabei durch das Programm. Und wer weiß? Vielleicht hat ja jemand eine passende Idee für die Durchführung des Rosensonntagszugs parat.
Unterdessen findet in Soest auch eine beliebte Veranstaltung statt: Seit Freitag, 14. Februar, leuchtet Soest in einem besonderen Glanz. Zehn Tage lang steht die Stadt im Zeichen des Winterstrahlens. Bei den Terminen gibt es eine Ausnahme.