Südstraße

Nach blutigen Vorfällen: Stadt, Polizei und Meilenwirte beraten über neue Maßnahmen

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Auf der Hammer Meile kam es zuletzt mehrfach zu blutigen Auseinandersetzungen. Meilenwirte, Stadt und Polizei wollen daran arbeiten, solche Vorfälle künftig zu verhindern. Jetzt ist ein Gespräch vereinbart.

Hamm - Im Juni wurden zwei Männer bei heftigen körperlichen Auseinandersetzungen auf der Meile in Hamm lebensgefährlich verletzt. In der Folge plädierten Meilenwirte für mehr Kontrollen und Präsenz von Polizei und Ordnungsamt auf der Partymeile. Auch Stadt und Polizei kündigten bereits an, gemeinsam weitere Schritte für mehr Sicherheit auf der Südstraße zu erwägen.

Gewalt auf der Meile: Treffen für den 10. August angesetzt

Am 10. August soll nun ein Gespräch zwischen Oberbürgermeister Marc Herter, Polizeipräsident Thomas Kubera sowie weitere städtischen und polizeiliche Vertretern mit den Meilenwirten stattfinden. In dem Rahmen soll ausgelotet werden, welche Ideen umsetzbar sind. Der Termin findet erst im August statt, weil einige der Beteiligten zuletzt im Urlaub waren oder noch immer sind.

„Im Nachgang werden wir dann zu möglichen weiteren Schritten und Maßnahmen informieren“, erklärte ein Stadtsprecher.

Aus dem politischen Raum gab es zuletzt Forderungen nach einer dauerhaften Polizeipräsenz auf der Meile (FDP). Weitere Vorschläge der Liberalen: An den Wochenenden sollten die Einsatzzeiten des Kommunalen Ordnungsdienstes verlängert und auch das Glasverbot angepackt werden. In anderen Städten hätten die Wirte ein Mehrwegbecher-System eingeführt.

Die CDU fordert neben einer mobilen Wache auf der Südstraße auch die Wiedereinführung der sogenannten Strategischen Fahndung in dem Bereich.

Opfer schwebt nach wie vor in akuter Lebensgefahr

Während Wirte, Behörden und Politik über Lösungen diskutieren, laufen die Ermittlungen nach den beiden blutigen Vorfällen weiter. Der 32-jährige Afghane, der in den frühen Morgenstunden des 10. Junis aus einer zehnköpfigen Gruppe heraus mit Glasflaschen angegriffen worden war, schwebt auch sechs Wochen nach der Tat noch immer in akuter Lebensgefahr. Sein Zustand sei sehr kritisch, sagte Staatsanwältin Maribel Andersson auf Nachfrage. „Mit seinem Ableben ist durchaus zu rechnen.“

Drei Tatverdächtige waren kurz nach dem Vorfall festgenommen. Sie sitzen nach wie vor in Untersuchungshaft. Weitere mögliche Täter wurden allerdings noch nicht identifiziert.

Am 25. Juni war ein 34-Jähriger aus Bochum auf der Meile ebenfalls lebensgefährlich verletzt. Ein 28-Jähriger aus Hamm soll zweimal mit einem Bierkrug und einmal mit einer Flasche zugeschlagen habe. Er wurde festgenommen. Das Opfer schwebte nach einer Notoperation nicht mehr in Lebensgefahr. Zum weiteren Ermittlungsstand liegen keine Informationen vor.

 

Rubriklistenbild: © Reiner Mroß/Digitalbild

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