Baustelle

Nach Unwetter im Juni: Hirschberger Turnhalle muss saniert werden

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Die Turnhalle am Hirschberger Pretterweg ist derzeit aufgrund eines Schadens eingerüstet.
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Im Juni zog ein Unwetter über Hirschberg hinweg. Die Feuerwehr war vor allem im Ferienpark Bache im Einsatz, aber auch die Hirschberger Turnhalle wurde beschädigt. Ob für 120000 Euro saniert wird oder geschlossen werden muss, wird Montag entschieden.

Hirschberg – Mitte Juni diesen Jahres prasselten große Regenmengen auf Warstein nieder. Einsätze für die Feuerwehr gab es nahezu im gesamten Stadtgebiet, doch Hirschberg war besonders stark betroffen. Während des Unwetters war es der Ferienpark Bache, der zum Einsatzmittelpunkt wurde. Die Bache war über die Ufer getreten, Häuser liefen voll, unter anderem die Pferde mussten aus der dortigen Reitanlage gerettet werden. Doch auch „weiter oben“ im Hirschberger Dorfzentrum hinterließ der Regen Schäden, denn das Dach der Turnhalle gegenüber der Grundschule wurde stark beschädigt. Wasser drang in die Dämmung des Daches ein und lief in die darunterliegenden Räumlichkeiten.

Schnellmaßnahmen zur Abdichtung des Daches wurden zwar eingeleitet, um Folgeschäden zu verhindern und die Nutzung weiter zu ermöglichen – aber nur vorübergehend. Nun läuft die „große“ Sanierung. Das beschädigte Dach wurde bereits einschließlich der Dämmung abgeräumt und die erste Abdichtungsschicht wurde aufgebracht. Nun braucht es noch eine neue Dämmung und die obere Abdichtung einschließlich der Regenabläufe muss aufgebracht werden, um die Gesamtmaßnahme abzuschließen.

Geld muss überplanmäßig bereitgestellt werden

Nach Schätzungen der Stadt werden dafür 120 000 Euro nötig sein. Geld, das im Haushalt 2023 nicht eingeplant war, nun also überplanmäßig bereitgestellt werden muss. Die Deckung des zusätzlichen Finanzbedarfes könne durch Mittel aus der Sportpauschale erfolgen, heißt es seitens der Stadt. Die entsprechenden Voraussetzungen zur Inanspruchnahme der Sportpauschale lägen vor. Klar sei aber auch: Die Mittel sind begrenzt, durch die Inanspruchnahme der Pauschale für die Hallensanierung verringern sich die zur Verfügung stehenden Mittel für andere anstehende oder beantragte Maßnahmen an städtischen Sportanlagen oder Vereinssportanlagen um die beschriebenen 120 000 Euro. Josef Pieper vom Fachbereich Bürgerdienste erklärt: „Wir hatten vorher ein Delta von 500 000 Euro. Dieses Delta wird jetzt natürlich größer.“ Das bedeute, dass nun weiterer Beratungsbedarf bestehe, denn: „Die Verteilmasse für andere Projekte ist jetzt geringer geworden.“ Welche Projektwünsche dadurch nun möglicherweise sogar „hintenrüberfallen“ könnten, könne nicht gesagt werden: „Es gibt ja noch keine Beschlüsse.“

Der Rat der Stadt Warstein wird am kommenden Montag, 21. August, über die Bereitstellung der überplanmäßigen Mittel entscheiden. Wird dagegen gestimmt, muss die derzeitige Sanierung gestoppt werden, was gleichzeitig bedeuten würde, dass die Hirschberger Turnhalle langfristig nicht mehr genutzt werden könnte. Der Grund für die Wahl zwischen Sanierung und Stopp ist, dass die Hirschberger Turnhalle keine Schulsporthalle ist. Wäre das so, würde sich die Frage nicht stellen. Die Hirschberger Turnhalle wird insbesondere durch den Leichtathletik- und Turnverein genutzt, im Winter auch durch den Hirschberger SV. „Wir sollten die Maßnahme auf jeden Fall bis zum Winter abschließen, es ist ja auch noch keine Dämmung drauf“, erklärt Sabine Leitner vom Fachbereich Bauen und Wohnen. Zuerst müsse aber eben das Votum des Rates abgewartet werden.

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