Stadt und Stadtsportbund präsentieren Neuauflage

„Pakt für den Sport“: Viel (mehr) Geld für Vereine in Hamm

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Die Stadt Hamm und der Stadtsportbund haben die Erneuerung des „Pakts für den Sport“ vorgestellt. Er soll die Leistungen und die Finanzierung regeln.

Hamm – „Sowohl die Stadt als auch der Stadtsportbund sind am Gemeinwohl orientiert, weswegen wir Partner auf Augenhöhe sind“, sagt Oberbürgermeister Marc Herter bei der Vorstellung des Pakts, der noch vom Rat der Stadt beschlossen werden muss. Sport ist, so Herter, ein zentraler Bestandteil der Stadt Hamm. Er deckt neben gesundheitlichen Aspekten auch die Erziehung von Kindern und Jugendlichen und die gesellschaftliche Begegnung ab. „Sport ist mehr als nur die körperliche Ertüchtigung und wir wollen den gemeinwohlorientierten Sport damit weiter voran bringen.

Der neue Pakt soll eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren haben. Er schreibt unter anderem die jährliche Finanzierung vor, mit der die Stadt den Stadtsportbund bei der Realisierung von Projekten unterstützt. Der Betrag von derzeit 115.000 Euro soll auf 150 .000 Euro angehoben werden.

Der Pakt löst die erste geschlossene Vereinbarung aus dem Jahr 2008 ab. „Der erste Pakt für den Sport hat 15 Jahre lang gehalten“, sagt Herter. „Nach den fünf Jahren werden wir als Stadt gemeinsam mit dem Sportbund sehen, wie wir den Pakt fortschreiben.“

Vereinbarung zugunsten des Sports in der Stadt: Markus Kreuz, Marc Herter, Lucas Brachmann, Fritz Corzilius Jun. und Angelika Schulze haben „einen Pakt geschmiedet“.

Stadtsportbund erfreut

Der Stadtsportbund zeigte sich bei der Präsentation erfreut über den neuen Pakt. „Wir sind froh, dass der Pakt neu aufgelegt wird und wir gemeinsam den Sport in der Stadt weiterentwickeln können“, sagt Fritz Corzilius jun., Präsident des Stadtsportbundes. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen in der Stadt zum Sport zu führen. Durch die gesicherte Finanzierung ist ein weiterer Schritt in diese Richtung gegangen.“

Derzeit investiere die Stadt zusammen mit ihren Töchtern nach Angaben des Sportdezernenten Markus Kreuz einen mittleren siebenstelligen Betrag in den Sport. Dazu gehöre etwa der Bau einer neuen Kleinschwimmhalle an der Harkortschule, die von der Schule genutzt werden soll. „Die alte Halle ist nicht mehr nutzbar und wird von uns durch eine neue ersetzt“, sagt Herter. Sie soll auf einer Grünfläche an der Richard-Wagner-Straße entstehen.

Der Pakt soll ebenfalls ein Baustein sein, um Hamm zur familienfreundlichsten Stadt Deutschlands zu machen. Deswegen wolle man mit der Vereinbarung ein breites Freizeitangebot gestalten, das möglichst viele Kinder und Jugendliche anspricht. „Wir wollen mit unseren Angeboten attraktiver für Kinder und Jugendliche sein“, sagt Herter. „Deswegen zielt der Pakt auch auf die Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Schulen und Kitas ab.“

Der Pakt für den Sport in Hamm

Einen Pakt für den Sport gibt es bereits seit 2008 in Hamm. Der neue Pakt soll eine Laufzeit von vorerst fünf Jahren haben. Dabei will er neue Akzente setzen. Die vorschulische und schulische Erziehung und Bildung für Kinder und Jugendliche soll etwa bewegt gestaltet werden. Die Quartiers- und Infrastrukturentwicklung soll gefördert werden und durch Programme gegen den Bewegungsmangel vorgegangen werden. Zudem soll die Entwicklung des Leistungssports unterstützt werden. Die Stadt unterstützt den Stadtsportbund durch den Pakt dadurch mit 150.000 Euro jährlich.

Rubriklistenbild: © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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