Neubaugebiet

Schlossmühle: Erste Grundstücke verkauft, Erdbau beginnt

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Blick auf das Gelände: Im August könnte im Baugebiet an der Schlossmühle mit dem Bau der Mehrfamilienhäuser begonnen werden.
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Die Bauarbeiten rund um die historische Schlossmühle schreiten voran. Auch bezüglich der Vermarktung gibt es Neuigkeiten.

VON BORIS BAUR

Heessen – Während in diesen Tagen Wasser ein heiß begehrtes Gut ist, sind die Verantwortlichen auf dem Baugebiet an der Schlossmühle froh, dass sie auf ihrer Baustelle damit nicht so viel zu tun haben werden. Die Drainage ist in den vergangenen Wochen angelegt worden. „Der Grundwasserstand ist abgesenkt“, sagt Geschäftsführer Reinhold Gierse von der zuständigen Firma Heckmann. Eineinhalb bis zwei Meter tiefer als vorher ist er während Bauarbeiten, liegt nun bei etwa drei Metern. Eine sogenannte weiße Wanne soll die mit einer Tiefgarage ausgestatteten Gebäude später vor dem Wasser schützen, wenn die künstliche Absenkung wieder aufgehoben wird. Gierse verkündete nun den Start des Erdbaus im Bereich der Mehrfamilienhäuser.

Im Baufortschritt wird als Nächstes die Feinabsteckung der Gebäudeecken zu sehen sein. „Nächste Woche“, hofft Gierse. Spaziergänger können dann vielleicht einen ersten Eindruck von den Umrissen gewinnen. Vier Häuser mit 31 Eigentumswohnungen von 60 bis 120 Quadratmetern werden hier entstehen. Anfang August könnte dann richtig begonnen werden, meint Gierse weiter – wenn alles klappt.

Erste Grundstrücke verkauft

Während also an der Schlossmühle schon fleißig Material bewegt wird, läuft auch die Vermarktung weiter. Ende März hatte Heckmann die Bieterphase für die sechs Kaufgrundstücke nördlich der Mehrfamilienhäuser gestartet. Die Resonanz war mit über 200 Interessenten riesig. Nun, so berichtet Gierse, sei der erste Vertrag notariell beurkundet, der zweite in der Vorbereitung. „Intensive Gespräche“ würden über die restlichen Grundstücke geführt.

Dass es an der Schlossmühle nicht ganz so schnell vorangeht wie zuletzt in anderen Baugebieten in Hamm, hat mit der veränderten Ausgangslage zu tun – Stichwort gestiegene Materialpreise und Anstieg der Zinsen für Baukredite. „Vor einem Dreivierteljahr wäre alles einfacher gewesen“, sagt Gierse mit Blick auf die schwieriger gewordenen Zeiten für Häuslebauer. „Im Augenblick müssen alle gucken, ‘passt es noch’“, so Gierse, der berichtet, dass einige Kunden ihre Finanzierung noch einmal durchrechnen lassen mussten.

Teures Pflaster

Dass die Vermarktung darüber hinaus ins Stocken gerät, glaubt der Heckmann-Geschäftsführer angesichts des attraktiven Baugebiets dagegen nicht. Günstiger ist es in Nachbarschaft zu den Lippewiesen jedenfalls nicht geworden. Die Kaufpreise für die zirka 500 bis 800 Quadratmeter großen Flächen hätten je nach Lage zwischen 350 und 375 Euro pro Quadratmeter gelegen – und damit in der Spanne, die zum Verkaufsstart aufgerufen wurden und sich zwischen 350 und 395 Euro pro Quadratmeter befunden hätten.

Eine erste Bodenplatte ist vor Ort sogar schon vor einiger Zeit errichtet worden – allerdings nicht von Heckmann. Es handelt sich um ein Grundstück im südlichen Teil neben dem früheren Gesindehaus. Diese gehören weiterhin der Familie Ketteler-Boeselager, die ebenfalls Grundstücke rund um die Mühle vermarktet.

Erste Bautätigkeit: Eine Bodenplatte wurde an der Schlossmühle schon gegossen.

Vermarktung der Eigentumswohnungen in Startlöchern

Seine Eigentumswohnungen möchte Heckmann im August/September auf den Markt bringen. Laut Gierse sind seine Mitarbeiter „in den letzten Zügen“. Die Prospekte und Preislisten würde erstellt und verfeinert. Das Hammer Unternehmen, das im vergangenen Jahr auch die Erschließung vorgenommen hatte, geht seine Projekte in bester Lage in Etappen an. Denn ein weiteres Mehrfamiliengebäude, das zum Gesindehaus gespiegelt werden soll, wird erst im Anschluss in Angriff genommen.

Den Abschluss wird die Sanierung der namensgebenden Mühle bilden, die war elementarer Bestandteil der Baumaßnahme, über die schon seit 1997 im Stadtrat gesprochen wird. Der östliche Teil soll restauriert werden, im westlichen Abschnitt eine große Wohnung unter Einhaltung der Denkmalschutzauflagen entstehen.

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