Gewalt und Auseinandersetzungen

Bademeister in den Niederlanden tragen Bodycams - für mehr Sicherheit in Freibädern

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Um für mehr Sicherheit in Freibädern zu sorgen, greift eine Gemeinde aus den Niederlanden mit dem Tragen von Bodycams durch. Eine Maßnahme auch für Deutschland?

Hamm - Unser Nachbarland - die Niederlande - haben bereits ein Konzept für Freibäder entwickelt, welches es hierzulande noch nicht gibt. Ziel ist es, Belästigungen von Freibadgästen entgegenzuwirken. Die Gemeinde Terneuzen hat aus diesem Grund beschlossen, dass nur noch Einwohner der Gemeinde sowie einiger angrenzender niederländischer und belgischer Orte die Freibäder des Ortes besuchen dürfen. Badegäste über 14 Jahren müssen sich zudem ausweisen. Und nicht nur das: Damit für mehr Sicherheit gesorgt wird, seien die Bäder nun mit Überwachungskameras ausgestattet. Die Bademeister tragen zudem Videokameras an ihren Körpern – sogenannte Bodycams. Außerdem wurde ein Sicherheitsdienst für die Sommerbäder beauftragt und es wurden Absprachen mit der Polizei getroffen.

Niederländische Bademeister tragen Bodycams für mehr Sicherheit in Freibädern

Die niederländische Gemeinde beschloss diese Sicherheitsmaßnahmen, da es vermehrt zu Vorfällen kam, bei denen große Gruppen, meist belgischer Jugendlicher, für Tumulte in den Freibädern sorgten. Das berichtet der niederländische Sender Omroep Zeeland. Und dabei handelt es sich um keinen Einzelfall. Die Problematik ist nicht neu in der Provinz. Vor vier Jahren habe es in einem anderen Bad an der Grenze Probleme mit belgischen Jugendlichen gegeben, die Mädchen und junge Frauen belästigten. Maßnahmen wie das Tragen von Bodycams durch die Bademeister zeigten damals eine positive Wirkung.

Mehr Sicherheit in Freibädern – auch in Deutschland werden Schritte gefordert

Gewaltsame Vorfälle in Freibäder nehmen laut Statistik auch hierzulande zu – so auch in NRW. Kürzlich kam es zu einem Vorfall in einem Freibad in Hamm. Hier hat ein Mann einen Polizisten gebissen. Politiker fordern nun mehr Polizeipräsenz in Freibädern, um Menschen vor Gewalt zu schützen. Der Staat müsse darauf reagieren und deutlich machen, dass Gewalt in Schwimmbädern nicht geduldet werde. „Es ist völlig richtig, wenn daraus die Konsequenz gezogen wird, jetzt auch Polizei einzusetzen“, betont Bundeskanzler Olaf Scholz in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. (mit Material von dpa)

Rubriklistenbild: © Franziska Kraufmann/dpa

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