Band Eldorado

K.o.-Tropfen auf Karnevalsparty – Kölner Band zieht Konsequenzen

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Der Freundin von Eldorado-Sänger Manuel Sauer wurden auf einer Karnevalsparty K.o.-Tropfen verabreicht. Die Band ist geschockt und zieht Konsequenzen.

Köln – Wer zum Kölner Karneval 2024 in die Kneipe oder auf eine Party geht, möchte mit seinen Freunden schunkeln, das ein oder andere Kölsch trinken und ausgelassen feiern. Doch auch wenn dies in den meisten Lokalitäten während des Karnevals in Köln bedenkenlos möglich ist, kann es auch immer wieder zu unangenehmen Zwischenfällen kommen. Diese Erfahrung musste jüngst die kölsche Band Eldorado machen, wie Sänger Manuel Sauer in einem Video auf Facebook mitteilt. Denn: „Auf einer ganz traditionellen Karnevalsparty“, wie Sauer sagt, seien seiner Freundin K.o.-Tropfen verabreicht worden.

Eldorado-Sänger warnt vor K.o.-Tropfen im Karneval – „kein Einzelfall im Fastelovend“

Zwar gehe es ihr gut, „den Umständen entsprechend, sie ist wohlauf“, so Manuel – allerdings weist der in dem Video noch sichtlich mitgenommene Sänger auch noch einmal explizit auf die Gefahren hin, die von K.o.-Tropfen ausgehen können. „Was mich wirklich erschüttert: Uns erreichen echt viele Nachrichten, dass das im Fastelovend kein Einzelfall ist und immer mehr in Mode zu kommen scheint. Freunde, bitte passt aufeinander auf, da draußen laufen einige Vollarschlöcher herum. Lasst uns gemeinsam dafür Sorge tragen, dass der Fastelovend das friedliche und fröhliche Fest bleibt, welches es zumindest in meinen Augen immer war“, sagt er.

Nach K.o.-Tropfen-Vorfall auf Karnevalsparty: Eldorado spielt beliebten Song mit wichtigem Hinweis

Die Band Eldorado (hier Sänger Manuel Sauer) warnt vor dem bevorstehenden Start in den Kölner Straßenkarneval vor der Wirkung von K.o.-Tropfen (IDZRNRW-Montage).

Dazu will die Band künftig auch selbst beitragen, wie Eldorado gegenüber dem Express erklärt. So werde man während Auftritten vor dem beliebten Song „Domstadtkind“ künftig einen Hinweis zu dem Thema aussprechen. „Wir werden sagen, dass alle gegenseitig auf sich aufpassen sollen und dass jeder sein Getränk und die der Begleiter und Begleiterinnen im Auge behalten soll“, teilt die Band gegenüber der Zeitung mit. „Ein großer Teil unserer Fans besteht aus jungen und junggebliebenen Frauen, eben ‚Kölsche Mädcher‘ und die gilt es gerade jetzt besonders zu schützen. Deshalb: Passt op üch op“, heißt es weiter.

„Seid laut, sprecht darüber“: Eldorado-Sänger mit Appell an K.o.-Tropfen-Opfer

Wie funktionieren K.o.-Tropfen, welche Symptome gibt es?

K.o.-Tropfen (von „Knock-out“, englisch für „Außer-Gefecht-Setzung“) sind farblos und nicht zu schmecken, wenn sie in Getränke oder Speisen gemischt werden. Bereits nach zehn bis 20 Minuten setzen Schwindelgefühle und Übelkeit ein.

Typisch für K.o.-Tropfen ist der Gedächtnisverlust. Das Opfer hat hinterher keinerlei Erinnerungen, was von Beginn der Wirkung der Tropfen bis zu deren Abklingen geschehen ist.

Täter setzen K.o.-Tropfen häufig in Diskotheken, Bars, Clubs oder Restaurants ein. In der allgemeinen Feierstimmung ist es für den Täter leicht, die K.o.-Tropfen unbemerkt in ein Getränk zu mischen. Aber auch im privaten Bereich können die Substanzen zum Einsatz kommen.

Quelle: Hilfsorganisation „Weißer Ring“, weisser-ring.de

Zudem sei es wichtig, seine Erfahrungen mit Freunden, der Familie oder der Polizei zu teilen, wenn man schon einmal Opfer solcher Tropfen geworden ist. In dem Beitrag, der auch von der Polizei Köln mit „Gefällt mir“ markiert wurde, rät Eldorado-Sänger Manuel Sauer: „Eine Sache noch: wenn euch sowas schon passiert ist, seid laut, sprecht darüber, passt auf euch auf. It’s a dress, not a yes“, erklärt er und spielt dabei auf eine Präventionskampagne von Polizei und Ordnungshütern an. Dem kann man sich eigentlich nur anschließen – und im Kölner Karneval gut aufeinander aufpassen. (mo)

Rubriklistenbild: © Future Image/Imago & Kay-Helge Hercher/Imago

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