Historischer Ortskern

NRW-Altstadt mit Märchenzauber: Hier fließt das Stadtwasser bergauf

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Das Zentrum der Schwalenberger Altstadt zeichnet sich durch die vielen Fachwerkhäuser und die märchenhafte Atmosphäre aus.
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Historische Fachwerkhäuser, eine alte Burg und eine märchenhafte Geschichte: Eine Altstadt in NRW hat all dies zu bieten.

Schieder-Schwalenberg – In NRW gibt es zahlreiche schöne Altstädte, die zu einer Erkundungstour einladen – sei es durch die historische Architektur, eine besondere Geschichte oder die schöne Natur ringsherum. Die Altstadt in Lemgo zeichnet sich zum Beispiel durch ihre Gebäude im Renaissance-Stil aus.

Die Stadt Schieder-Schwalenberg im Kreis Lippe hat mit ihrer Lage zwischen zwischen dem Teutoburger Wald und dem Weserbergland bereits perfekte Voraussetzungen für einen schönen Ausflugstag. Neben der naturbelassenen Umgebung hat aber auch die Altstadt des Stadtteils Schwalenberg mit ihren zahlreichen historischen Gebäuden und Fachwerkhäusern alles, was das Ausflugsherz begehrt.

Ein Wahrzeichen von Schwalenberg ist das Alte Rathaus im Stil der Weserrenaissance.

Bereits im späten 19. Jahrhundert war Schwalenberg bekannt für die „Schönheit der Landschaft und der außergewöhnlichen Lichtverhältnisse im schwalenberger Mörth“, heißt es auf der Website von Schieder-Schwalenberg. Dadurch ist der Ort schon früh als Malerstadt und Künstlerkolonie bekannt geworden. Diese künstlerische Ader zieht sich auch heute noch durch den historischen Ortskern, finden doch noch regelmäßig Kunstausstellungen und Kunst-Events statt.

Sehenswert ist auch das Alte Rathaus, das laut Stadtwebsite ein „Beispiel für die Fachwerkbaukunst im Stile der Weserrenaissance“ sei. Und über der Altstadt thront die Burg Schwalenberg, die zur Zeit des Grafen Volkwin III. zwischen den Jahren 1228 und 1231 erbaut wurde – damit ist sie so alt wie Schwalenberg selbst. Laut Website entstehen in der Burg Ferienwohnungen.

Märchenhafte NRW-Altstadt: In Schwalenberg fließt das Wasser bergauf

Zudem rankt sich eine mysteriöse Geschichte um das Stadtwasser. Der Volkwinbrunnen, der in den 1950ern erbaut wurde, ist eine Landmarke, die an das Märchen des Schwalenberger Stadtwasser erinnern soll: Demnach fließe das Wasser bergauf. Dabei handle es sich um eine „optische Täuschung“, die durch die Topografie des Burgberges und durch das geringe Stromgefälle erzeugt werde. „Anders als im Märchen ist davon auszugehen, dass diese herausragende technikgeschichtliche Leistung des Mittelalters Mönchen des Zisterzienserordens zugeschrieben werden muss“, so die Website der Stadt. Der Mythos des Stadtwassers ist auch mit ein Grund dafür, dass Schieder-Schwalenberg ein Teil der „Deutschen Märchenstraße“ ist.

Der Volkwinbrunnen erinnert an ein Märchen, nach dem das Stadtwasser in Schwalenberg bergauf fließen soll.

Aber auch außerhalb von Schwalenberg, im Ortsteil Schieder, geht es mindestens genauso historisch weiter. Nennenswert ist hier vor allem das Schloss Schieder, das durch seine barocke Architektur und den anliegenden Schlossgarten besonders ins Auge fällt. Die Papiermühle Plöger, nicht weit vom Schloss entfernt, sei derweil eines der „bedeutendsten technischen Kulturdenkmäler Nordrhein-Westfalens“. Seit 1703 gibt es das Gebäude schon, in dem heute auch Führungen stattfinden. Die Mühlenführer erklären den Besuchern dann die historische Papierherstellung.

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