NRW erlebt wärmsten Tag des Jahres – doch am Wochenende kommt der Temperatursturz
VonLena Seiferlin
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Zeit für sonnenbaden und grillen: Die Temperaturen in NRW erreichen am Freitag frühsommerliche Höhen: NRW erlebt den wärmsten Tag des Jahres. Aber: Die Temperaturen sollten wertgeschätzt werden.
Hamm – Es ist das perfekte Wetter für Draußen-Aktivitäten, für Waldspaziergänge, Park-Sessions und Treffen am See. Und Nordrhein-Westfalens Städte spielen an diesem Wochenende mit ihren Events und Ausflugszielen mit. In einer NRW-Stadt werden zum Frühlingsmarkt auch Ritterspiele und mittelalterliches Flair erwartet, in eine andere kommt der beliebte Hollandmarkt. Ins Mittelalter geht es auch mit einem Besuch in einer Burg im Nachbarland.
NRW bekommt wärmsten Tag des Jahres – doch „Kälteklatsche“ am Wochenende
Passend dazu wird es am Freitag, 4. April, mit bis zu 25 Grad, frühsommerlich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schätzt den Tag damit auf den bisher wärmsten des Jahres. Fast überall bleibt es durchgehend sonnig, regnen soll es nicht. Der Wind: schwach bis mäßig. Im Bergland gibt es Temperaturen um die 19 Grad. Würden die 25 Grad erreicht, wäre das das „Kriterium für einen Sommertag“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net, das seien eher Temperaturen aus Mai oder Juni.
Am Samstag bleibt es vielerorts in NRW noch so warm – mit Temperaturen von 15 Grad in Ostwestfalen und rund 21 Grad am Rhein. Trotz einiger Wolken bleibt es laut DWD trocken, der Wind frischt gegen Nachmittag zu Böen auf. Die Nächte bleiben noch kühl, mit Werten um null Grad.
Sonntag viel kühler – doch weiterhin kein Regen in Sicht
Dann kommt zwar der Sonntag mit der „Kälteklatsche“, wie Dominik Jung sie nennt. Doch die Temperaturen sind schon eher üblich für diese Jahreszeit. Frühmorgens könne es aber vor allem am Sonntag und auch Montag eisig kalt werden: Jung spricht von bis zu minus fünf Grad, Bodenfrost sei ein Thema. Der Himmel bleibt am Sonntag weitgehend blau und ohne Wolken, nur Richtung Osten hin wird es zeitweise wolkig. Der Wind kann in den Gipfellagen zu Böen werden.
Regen ist auch weiterhin erst mal nicht in Sicht. Seit Wochen ist der in vielen Regionen komplett ausgeblieben. „Wir wissen aus Erfahrung, wenn so ein Hoch erst mal da ist, bleibt es sehr stabil“, sagt Wetter-Experte Dominik Jung.
Das wirkt sich auch auf die Flusspegel aus: Normalerweise müssten die Flüsse prall gefüllt sein, sagt Jung, doch das wenige Wasser etwa im Rhein zu dieser Jahreszeit sei schon „eher außergewöhnlich“. Ab Mitte April könne es Regen geben, sagt Jung vorsichtig. Er warnt in seinem aktuellen Video noch mal vor der hohen Waldbrandgefahr.