Temperaturen wie im Mai oder Juni

NRW erlebt wärmsten Tag des Jahres – doch am Wochenende kommt der Temperatursturz

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Zeit für sonnenbaden und grillen: Die Temperaturen in NRW erreichen am Freitag frühsommerliche Höhen: NRW erlebt den wärmsten Tag des Jahres. Aber: Die Temperaturen sollten wertgeschätzt werden.

Hamm – Es ist das perfekte Wetter für Draußen-Aktivitäten, für Waldspaziergänge, Park-Sessions und Treffen am See. Und Nordrhein-Westfalens Städte spielen an diesem Wochenende mit ihren Events und Ausflugszielen mit. In einer NRW-Stadt werden zum Frühlingsmarkt auch Ritterspiele und mittelalterliches Flair erwartet, in eine andere kommt der beliebte Hollandmarkt. Ins Mittelalter geht es auch mit einem Besuch in einer Burg im Nachbarland.

NRW bekommt wärmsten Tag des Jahres – doch „Kälteklatsche“ am Wochenende

Passend dazu wird es am Freitag, 4. April, mit bis zu 25 Grad, frühsommerlich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schätzt den Tag damit auf den bisher wärmsten des Jahres. Fast überall bleibt es durchgehend sonnig, regnen soll es nicht. Der Wind: schwach bis mäßig. Im Bergland gibt es Temperaturen um die 19 Grad. Würden die 25 Grad erreicht, wäre das das „Kriterium für einen Sommertag“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net, das seien eher Temperaturen aus Mai oder Juni.

Kirschblüten in NRW: Sechs der besten Spots

Traumhaftes Frühlingswetter bei blauem wolkenlosem Himmel. Die Baumblüte,  Kirschblüte am Stadtbad, Hallenbad Löhrtor in Siegen
Beginnt der Frühling, blühen in der Regel auch die Kirschbäume. Ab Ende März bzw. Anfang April locken sie Fotofans an, um die volle Farbenpracht zu bestaunen. Natürlich kommen auch Genießer auf ihre Kosten. Das sind sechs der bekanntesten Spots – einer sorgt sogar für ein Hoch bei Hotel-Übernachtungen.  © Rene Traut/Imago
Kirschblüte: Rosa blühende Kirschbäume an der Straße Auf dem Langen Kampe in Bielefeld f
In Bielefeld erstreckt sich eine der längsten Kirschblüten-Alleen in NRW. Die Straße „Auf dem langen Kampe“ ist gesäumt von über 200 Bäumen, die sich über eine beeindruckende Länge von 1,2 Kilometern erstrecken. © Robert B. Fishman/Imago
Rosa blühende Kirschbäume an der Straße Auf dem Langen Kampe in Bielefeld
So verwandelt sich im Frühling also auch diese Wohnstraße in ein begehrtes Fotomotiv. Die Blütenpracht in Bielefeld zieht zunehmend Aufmerksamkeit auf sich und entwickelt sich - ähnlich wie in anderen Städten - immer mehr zur Sehenswürdigkeit. © Robert B. Fishman/Imago
Kirschblüte - der Straßenzug im Kreuzviertel, Schulstraße, mit üppig blühenden japanischen Zierkirschen
In Münster verwandelt sich jeden April die Schulstraße im Kreuzviertel in ein Meer aus rosa Blüten, wenn die japanischen Blütenkirschen in voller Blüte stehen. Seit etwa 30 Jahren locken die blühenden Kirschbäume im südlichen Abschnitt zwischen Lazarettstraße und „Mutter Birken“ viele Foto-Begeisterte an. Es lohnt sich aber auch ohne Kamera, dort entlangzuschlendern und den Frühling zu erleben © Rüdiger Wölk/Imago
Kirschblüten am Donnerstag, 20. März 2025 auf der Rüttenscheider Str. in Essen
Auch die Rüttenscheider Straße in Essen, von den Essenern liebevoll „Rü“ genannt, ist ein beliebter Anziehungspunkt für alle, die die rosa-weiße Blütenpracht erleben möchten. Etwa 150 Kirschbäume in verschiedenen Farbtönen säumen die rund 2,5 Kilometer lange Allee.  © Socrates Tassos/Imago
Kirschblüte an der Rüttenscheider Straße in Essen-Rüttenscheid,
Besonders an der „Rü“ ist, dass die Kirschbäume nicht gleichzeitig blühen. Zuerst erstrahlen die pinkfarbenen Blüten, gefolgt von den weißen, was der Straße einen besonderen Glanz verleiht. © Jochen Tack/Imago
Kirschblüten im Brüggenkamp in Hamm-Bockum-Hövel
Im Hammer Stadtteil Bockum-Hövel gibt es gleich mehrere Spots. Vor allem die Straßen „Im Brüggenkamp“ und „Am Wemhof“ sind in der Stadt bekannte Kirschblüten-Spots.  © Hannah Decke/wa.de
Kirschblüten in Hamm-Bockum-Hövel, Eichstedtstraße
Wer zum Beispiel eine Fahrradtour durch Bockum-Hövel hat, wird aber mehrere Orte entdecken, an denen Kirschblüten blühen. © Hannah Decke/wa.de
Im Moment die schönste Straße Hamms: Luftbild der Carl-Goerdeler-Straße in Bockum-Hövel mit den blühenden Kirschbäumen
Auch zum Beispiel die Carl-Goerdeler-Straße (hier im Bild) strahlt in den prachtvollen Pink- und Rosatönen. © Hans Blossey/Imago
Rosa Kirschblüten sind am Ostersonntag bei Sonnenschein im Nordpark zu sehen.
In verschiedenen Stadtteilen der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf entfaltet sich die pastellfarbene Frühlingspracht. Besonders bezaubernd zeigt sich die Kirschblüte im Japanischen Garten des Nordparks.  © David Young/dpa
Kirschblüten: Menschen sitzen am Ostersonntag bei Sonnenschein unter rosa blühenden Bäumen im Nordpark in Düsseldorf.
Auf einer Fläche von etwa 5.000 Quadratmetern erwartet die Besucher eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen. Der Japanische Fächerahorn und die Japanische Blütenkirsche zählen zu den Höhepunkten des Gartens. © David Young/dpa
Kirschblüte in der Bonner Altstadt
Die berühmten Bonner Zierkirschen sind ein wahrer Tourismusmagnet. In der Altstadt locken viele Ecken mit den prachtvollen Kirschblüten.  © Thomas Banneyer/dpa
Eine Touristin fotografiert blühende Kirschblütenbäume in Bonn.
Besonders eindrucksvoll ist die Kirschblüte in der Heerstraße und der Breite Straße – da werden für Fotos gerne mal die Smartphones aus der Tasche geholt. Wer Zeit hat, sollte lieber unter der Woche nach Bonn, um die Kirschblüten zu bewundern. An den Wochenenden ist es in der Regel brechend voll. Auffällig auch: Die touristischen Übernachtungen in Bonn steigen jedes Jahr im April deutlich an.  © Thomas Banneyer/dpa
Die Kirschblüte in der Altstadt. Die Blütezeit der Zierkirsche dauert nur wenige Wochen und ist seit Jahren ein großer Touristenmagnet.
Weil kaum ein anderer Ort in NRW so viele Besucher zur Kirschblüte zieht wie Bonn, ist die Stadt gewappnet. An den betroffenen Wochenenden werden die Straßen der Altstadt für den Verkehr gesperrt. Auch Toilettenkabinen und zusätzliche Mülleimer soll es geben.  © Christian Knieps/dpa

Am Samstag bleibt es vielerorts in NRW noch so warm – mit Temperaturen von 15 Grad in Ostwestfalen und rund 21 Grad am Rhein. Trotz einiger Wolken bleibt es laut DWD trocken, der Wind frischt gegen Nachmittag zu Böen auf. Die Nächte bleiben noch kühl, mit Werten um null Grad.

Sonntag viel kühler – doch weiterhin kein Regen in Sicht

Dann kommt zwar der Sonntag mit der „Kälteklatsche“, wie Dominik Jung sie nennt. Doch die Temperaturen sind schon eher üblich für diese Jahreszeit. Frühmorgens könne es aber vor allem am Sonntag und auch Montag eisig kalt werden: Jung spricht von bis zu minus fünf Grad, Bodenfrost sei ein Thema. Der Himmel bleibt am Sonntag weitgehend blau und ohne Wolken, nur Richtung Osten hin wird es zeitweise wolkig. Der Wind kann in den Gipfellagen zu Böen werden.

In Nordrhein-Westfalen steht der bislang wärmste Tag des Jahres an (Symbolbild).

Regen ist auch weiterhin erst mal nicht in Sicht. Seit Wochen ist der in vielen Regionen komplett ausgeblieben. „Wir wissen aus Erfahrung, wenn so ein Hoch erst mal da ist, bleibt es sehr stabil“, sagt Wetter-Experte Dominik Jung.

Das wirkt sich auch auf die Flusspegel aus: Normalerweise müssten die Flüsse prall gefüllt sein, sagt Jung, doch das wenige Wasser etwa im Rhein zu dieser Jahreszeit sei schon „eher außergewöhnlich“. Ab Mitte April könne es Regen geben, sagt Jung vorsichtig. Er warnt in seinem aktuellen Video noch mal vor der hohen Waldbrandgefahr.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Rene Traut

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