Eine obdachlose Frau wurde in der Fußgängerzone von Iserlohn durch zwei Kopfschüsse getötet. Jugendliche fanden sie am frühen Mittwochmorgen. Kurze Zeit später stürmte ein SEK eine Wohnung.
[Update] Iserlohn - Schreckliche Entdeckung in der Fußgängerzone von Iserlohn im Märkischen Kreis (NRW): Zwei Jugendliche fanden am frühen Mittwochmorgen, 27. September, eine tote, obdachlose Frau (57). Sie wurde mit zwei Schüssen in den Kopf getötet, wie Staatsanwalt Gerhard Pauli auf Nachfrage von wa.de sagte. Am Mittag stürmte ein SEK die Wohnung des Tatverdächtigen und nahm ihn fest. Er soll im Laufe des Donnerstags dem Haftrichter vorgeführt werden.
SEK-Einsatz in Iserlohn nach Tod einer Obdachlosen
Tote Frau in der Fußgängerzone von Iserlohn entdeckt - SEK stürmt Wohnung
Anwohner hatten gegen 3.45 Uhr in der Nacht zwei Schüsse gehört, nicht lange danach fanden die beiden Jugendlichen die Leiche der 57-Jährigen auf den Stufen der Santander-Bank am Poth. Die Polizei Hagen richtete eine Mordkommission ein. Sofortige Ermittlungen führten zur Wohnanschrift eines 27-Jährigen in Iserlohn.
„Da eine Gefährdung der Einsatzkräfte nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden Spezialeinheiten angefordert“, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. Die schwer bewaffneten Einsatzkräfte des SEK drangen nach großräumiger Absperrung der umliegenden Straßen in die Wohnung des Waffenbesitzers an der Mendener Straße vor. „Bei der Festnahme wurde der 27-jährige Tatverdächtige im Rahmen des Zugriffs verletzt“, so die Polizei. Der Zugriff erfolgte unter anderem auch mithilfe eines Polizeihundes.
Die Hintergründe der Gewalttat sind noch unklar. Die Hagener Staatsanwaltschaft und die Mordkommission der Polizei Hagen haben die Ermittlungen aufgenommen. Am Donnerstagnachmittag, 28. September, erließ ein Haftrichter Haftbefehl wegen Mordes.