„Schluss am Dom!“

Nubbelverbrennung am Dom: Das hat es so noch nie gegeben

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Auf dem Roncalliplatz am Kölner Dom wird die Nubbelverbrennung diesmal anders sein als sonst. Ein Programmpunkt hat Premiere.

Köln – Es ist ein Zapfenstreich der karnevalistischen Superlative: Denn die beiden ältesten Gesellschaften im Kölner Karneval planen am Karnevalsdienstag eine gemeinsame Nubbelverbrennung – direkt am Kölner Dom. Nach einem kurzen Festzug durch die Altstadt werden Die Grosse von 1823 und die Roten Funken auf dem Roncalliplatz zusammenkommen und „der Nubbel ist tot“ rufen – und im Rahmen der Nubbelverbrennung wird noch einen ganz besonderen Moment geben.

Auf dem Roncalliplatz soll es eine besondere Nubbelverbrennung geben (IDZRW-Montage)

Nubbelverbrennung am Roncalliplatz: „Schluss am Dom“

► Wann? Karnevalsdienstag, 21. Februar, ab 19 Uhr (ab 18:15 Uhr Festzug vom Alter Markt zum Dom)

► Wo? Roncalliplatz (Stadtbezirk Köln-Innenstadt)

► Wer? Organisiert von Die Grosse von 1823 und den Roten Funken. Die Moderation übernimmt Entertainer Linus. Außerdem sind Auftritte von Eldorado, Klüngelköpp, Jeck Jeneration und dem Jungendchor St. Stephan geplant.

► 24RHEIN hat einen Überblick mit allen Nubbelverbrennungen im Karneval 2023 in Köln. Und zeigt, wo man am Veilchendienstag in Köln Karneval feiern kann

Nubbelverbrennung am Kölner Dom mit Eldorado und Klüngelköpp

„Wir haben ein grandioses 200-jähriges Jubiläum und wir hatten schon jetzt eine schöne Session – und die wollen wir auch schön beenden – mit einer Nubbelverbrennung direkt am Kölner Dom“, sagt Joachim Zöller, Präsident der Grossen von 1823. Geplant ist zunächst ein Festzug vom Alter Markt zum Rocalliplatz. Und dort wird nach einem bunten Bühnenprogramm mit Eldorado und Klüngelköpp der Nubbel angezündet – um die Karnevalssünden zu begraben.

Und dafür haben die beiden Traditionskorps-Präsidenten einen besonderen Wunsch: „Ich hoffe, dass all das vor einem beleuchteten Dom stattfindet“, so Funken-Präsident Heinz-Günther Hunold. „Zur Not stellen wir einfach eigene Strahler auf – die dann mit privatem Strom laufen“, ergänzt Zöller. Immerhin wurde die neue Jubiläumsveranstaltung am Roncalliplatz „Schluss am Dom“ rund drei Jahre geplant.

Der Eintritt ist für alle Besucher frei. Vor Ort wird es Essensstände und Theken geben. Stadt- und Domdechant Monsignore Robert Kleine und Michael Hehn (Dä Nubbel in der Bütt) werden für eine würdige Verabschiedung sorgen, bevor der Nubbel seine Schuldigkeit getan hat, in Flammen aufgeht und die Karnevalssünden vergessen werden. „Auf diese Moderation freue ich mich ganz besonders! Zum 200-jährigen Jubiläum der Grossen von 1823 - den Roten Funken und dem Festkomitee Kölner Karneval! Nubbelverbrennung und Zapfenstreich mit kölscher Musik am Fuße des Kölner Doms!“, so der Moderator.

Nubbelverbrennung am Dom: Insignien-Rückgabe vom Kölner Dreigestirn

Doch nicht nur die Veranstaltung selbst soll für eine besondere Atmosphäre sorgen. Im Rahmen der Nubbelverbrennung auf dem Roncalliplatz soll es auch eine echte Sensation geben: „Im Jubiläum wollen wir der Öffentlichkeit die Insignien-Rückgabe des Kölner Dreigestirn zeigen“, sagt Hunold.

Karneval in Köln 2023: Die schönsten Bilder

Ein Karnevalskränzchen im Kölner Karneval.
Die Session 2023 läuft vom 11.11. bis Aschermittwoch (22. Februar).  © Gladys Chai von der Laage/Imago
Zwei Menschen tragen den Mottoschal 2023 und stehen vor dem Kölner Dom.
Der diesjährige Mottoschal des Kölner Karnevals 2023 ist in den Farben der Pride-Flaggen gezeichnet. © Deiters
Bunt verkleidete Jecken feiern den Karnevalsbeginn am 11. November 2022 auf dem Heumarkt in Köln.
Beim Sessionsauftakt der diesjährigen Karnevalssession feiern die Jecken am 11.11. ausgelassen. Bunt verkleidet versammelten sich die Menschen unter anderem auf dem Heumarkt in Köln.  © Christoph Hardt/ Imago
Eine Frau mit einem Hut auf dem „Echt Kölsche Mädche“ steht ist bunt geschminkt am Kölner Karneval am 11.11. unterwegs.
Am 11.11. sind auch die „Echt Kölsche Mädche“ unterwegs.  © Christoph Hardt/IMAGO
Oberbürgermeisterin Henriette Reker hält eine Rede am Heumarkt in Köln am 11. November 2022. Grund hierfür: Karnevalsauftakt.
Bei der feierlichen Sessionseröffnung darf auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker nicht fehlen. Zum Start der neuen Session am 11.11. hält sie am Heumarkt in Köln eine Rede.  © Joeran Steinsiek/Imago
Das designierte Kölner Dreigestirn bei der Sessions-Eröffnung am Heumarkt.
Und auch das damals noch designierte Kölner Dreigestirn – Prinz Boris I., Bauer Marco und Jungfrau Agrippina – darf bei dem Sessionsauftakt natürlich nicht fehlen. © Rolf Vennenbernd/dpa
Die Spielerinnen des 1. FC Kölns kommen am 11. November 2022 zum Karnevalstraining in Verkleidung.
Und auch der FC Köln zeigt sich von seiner jecken Seite. Die Frauen kommen zum Training am 11. November in Verkleidung.  © Herbert Bucco/Imago
Die Roten Funken bei einem Karnevalsmarsch durch Köln.
Während der Session 2023 gibt es unzählige Karnevalszüge und Märsche.  © Ying Tang/Imago
Das Bühnenbild der Kölner Karneval Jubiläums Session 2023 im Gürzenich. Es zeigt die Skyline von Köln von der Schäl Sick aus.
Nach der Corona-Zwangspause können beim Kölner Karneval 2023 endlich wieder Sitzungen und Veranstaltungen stattfinden. Für das passende Ambiente sorgt zum Beispiel das neue, handbemalte Bühnenbild im Gürzenich.  © Horst Galuschka/Imago
Das Kölner Karneval Dreigestirn der Session 2023 : l-r, Jungfrau Agrippina (Andre Fahnenbruck) Prinz Boris I. (Boris Müller), Bauer Marco (Marco Schneefeld) beim Einzug in ihre Hofburg, dem Dorint Hotel am Heumarkt
Für die Roten Funken gibt es 2023 gleich doppelten Grund zur Freude: Das Traditionskorps feiert nicht nur 200-jähriges Jubiläum sondern stellt auch das Dreigestirn.  © Horst Galuschka /Imago
Das Kölner Dreigestirn ist auf dem Weg in die Karnevals-Hochburg: das Dorint Hotel am Kölner Heumarkt.
Zu Beginn des neuen Jahres war es wieder so weit: Das Kölner Dreigestirn zieht in die Hofburg ein – das Dorint Hotel am Kölner Heumarkt.  © Ying Tang/IMAGO
Der traditionelle Karnevalsumzug zur Hochburg mit dem Kölner Dreigestirn.
Bei dem Einzug in die Hofburg wird das Kölner Dreigestirn von ihrem Traditionskorps, die Roten Funken, begleitet.  © IMAGO/Ying Tang
Der traditionelle Karnevalsumzug zur Hofburg mit dem Kölner Dreigestirn.
Die Roten Funken ziehen beim traditionellen Einzug des Kölner Dreigestirns in die Hofburg durch Köln.  © NurPhoto/IMAGO
Beim traditionellen Korpsappell erhält der Präsident Markus Simonian der KG Treuer Husar Blau-Gelb einen Verdienstorden.
Bei dem traditionellen Korpsappel der Karnevalsgesellschaft Treuer Husar Blau-Gelb am 4. Januar erhält der Präsident Markus Simonian den Verdienstorden.  © KG Treuer Husar Blau-Gelb von 1925 e.V. Köln
Das Tanzmariechen und ihr Tanzoffizier des Traditionskorps Altstädter Köln 1922.
Und auch beim Korpsappell der Altstädter Köln geht es Anfang Januar bereits heiß her.  © Altstädter Köln 1922 eV
Der zwei Meter großer Alaaf Schriftzug steht vor dem Kölner Gürzenich.
Das Festkomitee hat sich zum Jubiläum etwas Besonderes überlegt. Mit dem Schriftzug „Alaaf“ wird der Karneval jetzt zum Selfie-Spot. Gut 350 Kilogramm bringt jeder der fünf Buchstaben des Großschriftzuges auf die Waage, der – natürlich – in den Kölner Stadtfarben Rot und Weiß gestaltet ist. © Horst Galuschka/Imago
An der PriPro 2023 im Gürzenich in Köln am 6. Januar versammeln sich die Kölsche Funke rut wieß vun 1923 auf der Bühne
An der Prinzenproklamation versammeln sich die Roten Funken auf der Bühne und feiern ihr Dreigestirn. © Ying Tang/IMAGO
Das offizielle Dreigestirn des Kölner Karnevals 2023 auf der Prinzenproklamation am 6. Januar 2023. Zu sehen sind PrinzBoris I., Bauer Marco und Jungfrau Aggripina.
Bei der PriPro 2023 zeigen sich Prinz Boris I., Bauer Marco und Jungfrau Agrippina erstmals im vollen Ornat. Dabei gibt es vor allem ein emotionales Detail: An Erinnerung an seine tote Oma hat der Karnevalsprinz ihre Initialen in die Schuhe einsticken lassen. © Ying Tang/IMAGO
Das Dreigestirn des Kölner Karnevals 2023 auf der Bühne zusammen mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Während der Prinzenproklamation im Gürzenich in Köln überreicht Reker die Ornate an das Dreigestirn.
Der wohl wichtigste Moment für jedes Dreigestirn: Kölns Oberbürgermeisterin überreicht die heiligen Insignien. Damit regieren offiziell Prinz, Bauer und Jungfrau die jecke Stadt am Rhein.  © Festkomitee Kölner Karneval
Der Saal des Gürzenich in Köln an der Prinzenproklamation 2023. Die Menschen blicken auf die Bühne.
Gespannt blicken die Gäste der PriPro auf die Bühne: Unter anderem sorgte die Karnevalsband Bläck Föös für Stimmung.  © IMAGO/Ying Tang
Prinz Tim II., Bauer Matheo und Jungfrau Marlene bei der Proklamation.
Und auch die Kölner Pänz haben ihre Regenten: Das Kinderdreigestirn 2023 beteht aus Prinz Tim II., Bauer Matheo und Jungfrau Marlene. © Costa Belibasakis/Festkomitee Kölner Karneval.
Bei der Mädchensitzung der Treuer Husar Blau-Gelb am 13. Januar 2023 stehen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen vor der Bühne. Auf der Bühne singt die Band Eldorado. Alle sind verkleidet und haben eine gute Stimmung.
Bei der Mädchensitzung der Treuer Husar Blau-Gelb am 13. Januar sorgt die Band Eldorado für eine gute Stimmung.  © Léon Maxim Gruß/LMG Fotografie
Der Geisterzug mit dem Titel „Fastelovend es för All, halal, koscher un liberal mir fiere politisch“
Auch beim Kölner Karneval 2023 gibt es wieder einen Geisterzug, der politische Themen aufgreift.  © Marc John/Imago
Das Tanzpaar (Marie Lüttgen und Julian Stockhausen) der Treuen Husaren sorgt beim Auftritt für Stimmung.
Die Treuen Husaren haben eine neue Tanzmarie an ihrer Seite. Mit Tanzoffizier Julian Stockhausen sorgt Marie Lüttgen für Stimmung bei den unzähligen Auftritten  © Léon Maxim Gruß/LMG Fotografie
Das Dreigestirn des Kölner Karnevals (Jungfrau Agrippina, Prinz Boris I. und Bauer Marco) zusammen mit dem Düsseldorfer Prinzenpaar Prinz Dirk II und Venetia Uasa.
Auch dieses Jahr trifft das Dreigestirn des Kölner Karnevals auf das Düsseldorfer Prinzenpaar Prinz Dirk II und Venetia Uasa.  © Horst Galuschka/IMAGO
Die Kindertanzgruppe Pänz von Laurentius beim Empfang des Kölner Dreigestirn bei der Luftwaffe in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn.
Beim Empfang des Kölner Dreigestirns in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn treten unter anderem die Kindertanzgruppe Pänz von Laurentius auf.  © Christoph Hardt/IMAGO
Die Rote Funken stehen bei einem Fußballspiel des 1. FC Köln auf dem Fußballfeld.
Auch der Fußball ist Jeck: Bei einem Bundesligaspiel des 1. FC Köln sind die Rote Funken mit dabei.  © Jürgen Schwarz/IMAGO
Das Tanzpaar der Prinzen-Garde Köln mit Regimentstochter Sandra Wüst und Tanzoffizier Thomas Engel tanzen auf dem Bahnsteig im Kölner Hauptbahnhof. Dort wurde ein ICE 3neo erstmalig getauft. Der Zug ist mit aufgeklebtem Konfetti und Luftschlangen verziert.
Das Tanzpaar der Prinzengarde tanzt am Bahnsteig im Kölner Hauptbahnhof. Dort wurde ein ICE 3neo erstmalig auf den Namen „Rheinland“ getauft. Passend zu Karneval ist der Zug mit aufgeklebtem Konfetti und Luftschlangen verziert.  © Horst Galuschka/IMAGO
Das Kölner Dreigestirn fährt in Venedig auf einer Gondel. Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Kölner Karnevals war das Dreigestirn zur Eröffnungszeremonie des venezianischen Straßenkarnevals.
Das Kölner Dreigestirn feiert zusammen mit dem Dogenpaar bei der Eröffnung des venezianischen Straßenkarnevals in Venedig. Dabei darf eine traditionelle Gondelfahrt nicht fehlen.  © Festkomitee Kölner Karneval
Eine Persiflage des Kölner Rosenmontagszuges zeigt Russlands Präsident Wladimir Putin küssend mit dem Teufel. Dies soll eine Anlehnung an den berühmten sozialistischen Bruderkuss wecken.
Die Persiflagen für den Kölner Rosenmontagszug werden vorgestellt: darunter auch ein Mottowagen, der in Anlehnung an den berühmten sozialistischen Bruderkuss, Russlands Präsident Wladimir Putin küssend mit dem Teufel zeigt.  © Rolf Vennenbernd/dpa
Die Jecken ziehen beim „Wecken der Jecken“ am Morgen des Weiberfastnachts durch die Straßen von Köln.
Wie jedes Jahr an Weiberfastnacht beginnt der Morgen mit dem „Wecken der Jecken“. Dabei wird das Kölner Dreigestirn mit lauten Rufen aus ihren Betten in der Hochburg geworfen. © Leon Maxim Gruss (LMG Fotografie)
Der „Bellejeck“ der Großen Allgemeinen Karnevalsgesellschaft von 1900 Köln e.V.: Alfred Wolf
Der „Bellejeck“ der Großen Allgemeinen Karnevalsgesellschaft zieht zur Eröffnung des Straßenkarnevals an Weiberfastnacht durch die Straßen Kölns.  © Leon Maxim Gruss (LMG Fotografie)
Karevalisten feiern vor dem Kölner Dom.
An Weiberfastnacht wird in ganz Köln gefeiert. Ob am Kölner Dom... © Ying Tang/Imago
Das Kölner Dreigestirn der Session 2023 feiert auf dem Alter Markt die Eröffnung in den Straßenkarneval.
Auf dem Alter Markt mit den Altstädtern... © Horst Galuschka/Imago.
Jugendliche und Studierende feiern am Aachener Weiher unweit der Zülpicher Straße Weiberfastnacht und die Eröffnung des Straßenkarnevals.
... oder im Grüngürtel. © Rolf Vennenbernd/dpa
Jecken und Narren strömen in die Kölner Altstadt, um an Weiberfastnacht den Kölner Karneval zu feiern.
Dabei stehen die Kostüme im Vordergrund.  © Christoph Hardt/Imago

Eigentlich findet die Rückgabe von Pritsche, Stadtschlüssel und Spiegel abseits der Öffentlichkeit statt. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Auf einer Großbildleinwand können die Jecken die Auskleidung und Verabschiedung von Prinz Boris I., Bauer Marco und Jungfrau Agrippina verfolgen. „Ich finde das total gut. Sonst ist man einfach irgendwie auseinandergegangen. Das wird in diesem Jahr anders sein und vielleicht wird jetzt sogar eine neue Tradition geboren“, freut sich Christoph Kuckelkorn.

Nach der Rückgabe der Insignien werden Prinz, Bauer und Jungfrau dann – erstmals wieder „in zivil“ – auf die Bühne am Roncalliplatz kommen. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Marc John/Imago & Rolf Vennenbernd/dpa

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