- VonMechthild Wiesreckerschließen
Pünktlich zur Badesaison ist der neue Spielplatz im Erlbad fertig geworden. Bürgermeister Carsten Grawunder eröffnete den „Zirkus-Spielplatz“, der in leuchtenden Farben Kinder zum Spielen einlädt, offiziell.
Drensteinfurt – Die Resonanz der Badegäste sei zufriedenstellend, sagte Schwimmmeister Andreas Willuweit. Sichtlich zufrieden waren aber auch die Vertreter der Ausschüsse und Parteien, die gekommen waren, um sich vor Ort ein Bild des schönen Spielplatzes zu machen.
Die Planungsphase war lang, die Bürgerbeteiligung hoch und dank des Einsatzes eigener Leute blieben die Kosten im Rahmen. „Das ist das Pfund, das wir haben“, bemerkte Grawunder und bedankte sich besonders bei Rüdiger Pieck und dem Team vom Kulturbahnhof für die Planung des Spielplatzes und bei den Bauhofmitarbeitern für die praktische Durchführung.
In Zahlen ausgedrückt betrügen die Kosten, hätte man den Aufbau des Spielplatzes von der Planung bis zur Realisation von Fremdfirmen machen lassen, mehr als 350 000 Euro. „Bis jetzt sind wir aber mit 71 000 Euro ausgekommen“, erläuterte der Bürgermeister den wertvollen Einsatz eigener Mitarbeiter. Gerade beim Aufbau der Geräte hätten die Bauhofmitarbeiter sich mit dem Projekt identifiziert und mit Herzblut daran gearbeitet, ergänzte Willuweit.
„Der Spielplatz steht hier dank des hochwertigen Materials für die nächsten 50 Jahre“, begeisterte sich Pieck. Dieser besteht aus lackiertem Edelstahl, zusätzlich HDL-Platten und einem Untergrund, bestehend aus einem fugenlosen Kunststoffbelag als Fallschutz, der neu in Drensteinfurt sei. Für die Farben Gelb und Blau habe man sich bewusst entschieden, da sie hervorragend zum übrigen Bad passen. Eine gute Ergänzung sind die vom Rinkeroder Künstler Ben Uhlenbrock gemalten Zirkuswaggons auf der Wand der angrenzenden Umkleidekabinen des Sportvereins. Viele Teile des Spielplatzes seien so konzipiert, dass sie auch von Kindern im Rollstuhl bedient werden könnten. So etwa das Kassenhäuschen, das Spiel „Vier gewinnt“ oder als Highlight ein Musikgerät, dass mittels einer Kurbel bedient wird. Die Musik wird über einen Stick auf das Gerät übertragen und kann also gewechselt werden.
Der Elefant, der lange Jahre an der Mülltonne stand, hat einen neuen Platz gefunden. Auf einer Stange schwebt er dekorativ in der Luft. Es gibt Überlegungen und auch die Möglichkeit eines Wasseranschlusses, sodass der Elefant Wasserfontänen aus seinem Rüssel spritzt.
In den nächsten Monaten kann der Platz – je nach Finanzlage – um einige Zirkusfiguren aufgestockt werden. Die ursprüngliche Idee, einen Sandkasten für kleine Kinder einzurichten, ist noch nicht ganz vom Tisch, auch wenn der Schwimmmeister berechtigte Bedenken hat. Allein der Sand am Beachvolleyballplatz verursache an schönen Tagen im Sommer 30 bis 45 Minuten Arbeit, machte er deutlich. „Ich würde gerne auf den Sandkasten verzichten“, legte Willuweit sein Veto ein. Dafür könne er sich gut weitere Figuren und vielleicht einen Bauwagen vorstellen. Bevor eine finale Entscheidung getroffen wird, soll erst einmal geschaut werden, wie der Kinderspielplatz von den kleinen Badbesuchern angenommen wird.
Ich würde gerne auf den Sandkasten verzichten.
Im Zuge der Spielplatzarbeiten haben die Bauhofmitarbeiter außerdem gleich Stromkabel für die Beleuchtung und andere elektrische Geräte verlegt. In der Vergangenheit haben regelmäßig Veranstaltungen am Abend, wie das Open-Air-Kino oder Konzerte, stattgefunden.
„Wir haben jetzt vieles nachgeholt, was bisher vernachlässigt wurde“, bestätigte Grawunder zufrieden.

