Lichterhaus Fredenbaum

Fredenbaumpark bekommt doch einen Weihnachtsmarkt: „Ja, das wird wirklich wahr“

  • schließen

Unerwartete Wende nach langem Hin und Her in Dortmund: Es wird einen Weihnachtsmarkt im Fredenbaumpark geben. Allerdings unter neuem Namen.

Dortmund - Der „Phantastische Lichter-Weihnachtsmarkt“ (PLWM) im Fredenbaumpark war seit 2015 eine beliebte und gut besuchte Veranstaltung in Dortmund. In diesem Jahr gab es jedoch große Unstimmigkeiten rund um das Event. Absage, Namensänderung, Standortwechsel – und am Ende blieb der Fredenbaumpark ganz ohne Weihnachtsmarkt. Jetzt gibt es aber eine überraschende Ankündigung.

Der „Phantastische Lichter-Weihnachtsmarkt“ im Dortmunder Fredenbaumpark war immer ein Besuchermagnet. 2024 findet dort ein anderes Event statt – im gleichen Stil.

„Ja, das ist wirklich wahr. Eure Wünsche werden erfüllt“, teilen die Gastronomen Marvin Ebi und Elmar Kurz bei Facebook mit und kündigen das „Lichterhaus Fredenbaumpark“ an. Dabei soll es sich um einen „echten mittelalterlichen Markt“ im Stil des beliebten „Phantastischen Lichter-Weihnachtsmarkts“ handeln. Der Weihnachtsmarkt werde „klein, sehr klein“, so die Veranstalter. Aber er soll besonders werden. „Er findet in allen Räumlichkeiten der Gaststätte Schmiedingslust statt und auf allen Open Air Flächen des Biergartens der Gaststätte Schmiedingslust – mitten im Fredenbaumpark.“

Der Eintritt zum „Lichterhaus Fredenbaumpark“ ist kostenlos. Täglich sollen Künstler, etwa eine Band, auftreten. Darüber hinaus kündigen die Veranstalter ein Lagerfeuer, Feuerkörbe, mittelalterliche Deko, rund 10 bis 15 „Non Food“-Stände und einige Speise- und Getränkestände an. Der Weihnachtsmarkt soll vom 21. November bis zum 5. Januar in der Regel donnerstags bis sonntags geöffnet sein:

  • donnerstags und freitags: 15 bis 22 Uhr
  • samstags: 13 bis 22 Uhr
  • sonntags: 13 bis 20 Uhr
  • nicht geöffnet: Totensonntag, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester, Neujahr
  • zusätzlich geöffnet: 23. und 30. Dezember

Langes Hin und Her um Weihnachtsmarkt im Fredenbaumpark

Der Ankündigung geht ein langes Hin und Her voraus. Gründer des Lichter-Weihnachtsmarkts ist Gisbert Hiller, der auch Veranstalter des Mittelalter-Festivals „Mittelalterliches Phantasie Spectaculums“ ist. Er hat den PLWM seit 2008 organisiert, zunächst in Telgte und seit 2015 in Dortmund. Nach einer Corona-Pause wurde 2022 ein Vertrag mit einer Veranstaltungs-GmbH geschlossen.

Im Sommer 2024 berichtete Hiller dann über Unstimmigkeiten. Über Wochen habe er versucht, eine verbindliche Nachricht zur diesjährigen Veranstaltung des PLWM im Fredenbaumpark zu erhalten – ohne Erfolg. Als dann eine neue Event-GmbH gegründet und die „Winterlights“ im Dortmunder Fredenbaumpark angekündigt wurden, machte Hiller kurzen Prozess: „Damit ist der Phantastische Lichter-Weihnachtsmarkt zu Dortmund gestorben.“

„Winterlights“ ziehen in den Revierpark Wischlingen

Wenige Monate später teilten die Veranstalter der „Winterlights“ dann ebenfalls einen Standortwechsel mit. Hintergrund: Laut Medienberichten sollen die Veranstalter keine Schanklizenz für den Park gehabt haben. Marvin Ebi, Wirt der Gaststätte Schmiedingslust, habe das alleinige Verkaufsrecht für Speisen und Getränke im gesamten Fredenbaumpark. Er soll den „Winterlights“-Veranstaltern bereits im Sommer ein Angebot gemacht, doch dazu nie eine Antwort erhalten haben.

Ende September äußerte sich die neu gegründete Event-GmbH erstmals öffentlich. Die „Winterlights“ würden in den Revierpark Wischlingen kommen. Es stehe ein „grundlegender Neustart“ an. Die Gründe, weshalb es im Fredenbaumpark nicht klappte, stellten die Veranstalter jedoch anders dar: Man sei sich mit Marvin Ebi nicht einig geworden.

So oder so scheint definitiv dicke Luft zwischen den Veranstaltern zu herrschen. In der Ankündigung des „Lichterhaus Fredenbaumpark“ gibt es immer wieder Seitenhiebe in Richtung der „Winterlights“-Veranstalter.

Rubriklistenbild: ©  IMAGO/Funke Foto Services/AndreasxBuck

Kommentare