Sieben Wochen ohne

Offizieller Auftakt zum Autofasten an der Selmigerheideschule

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Schüler, Lehrer und Eltern der Selmigerheideschule unterstützen das Autofasten: Zum Auftakt am Aschermittwoch waren motivierende Plakate gemalt worden.
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Los geht’s mit dem Autofasten: Der offizielle Auftakt wurde am Aschermittwoch an der Selmigerheideschule beinahe schon gefeiert.

Hamm – Alle 306 Schüler, dazu natürlich die Lehrer und möglichst viele Eltern wollen mitmachen und sieben Wochen lang so häufig wie machbar darauf verzichten, mit dem Auto zu fahren. So wie alle Hammer Bürger, die zur Teilnahme eingeladen sind, geht es darum, „alternativ“ zu Fuß, mit Fahrrad und Tretroller oder dem Öffentlichen Personennahverkehr unterwegs zu sein. Für jeden eingesparten Pkw-Kilometer gibt’s von der Sparkasse einen Cent für ein Projekt des Forums Umwelt und gerechte Entwicklung (Fuge), maximal 1500 Euro.

Dass diese Summe im vergangenen Jahr schnell erreicht und deutlich überschritten war, berichtete Claudia Kasten vom Fuge den Kindern, die zum Auftakt auf dem Schulhof versammelt waren. Sie alle staunten, dass das einer Strecke entsprach, die sechseinhalb Mal um die Erde reicht. „Es ist toll, dass ihr uns helft, diesen Rekord zu knacken“, sagte Kasten. „Als wir in der Schule gefragt haben, ob sie uns unterstützen will, haben wir offene Türen eingerannt“, sagte Pfarrer Matthias Eichel vom Kirchenkreis, einem der Initiatoren des Autofastens. Und den Kindern versprach er angesichts eines allgemein weit verbreiteten Bewegungsmangels: „Ihr werdet merken, dass es Spaß macht, sich zu bewegen.“

Wettkampf unter den Klassen

Unter den Klassen der Selmigerheideschule ist mit dem Aschermittwoch ein kleiner Wettkampf darum eröffnet worden, wer die meisten Kilometer ohne Auto zurücklegt. Dazu wurden in den Klassen durchsichtige Gefäße aufgestellt, in die jedes Kind, das alternativ unterwegs war, Perlen oder Knöpfe wirft. So wird der Erfolg direkt sichtbar. „Es gibt Klassen, wo heute schon alle Kinder zu Fuß gekommen sind“, freute sich Schulleiterin Sabine Schilhabel-Henning. Die Klasse, die am Ende gewinnt, wird von den Organisatoren in den Maxipark eingeladen – inklusive Hin- und Rückfahrt per Bus.

Auf diese Weise könne man nicht nur lernen, sich sicherer im Straßenverkehr zubewegen, man nehme auch seine Umwelt besser wahr: das mal warme und mal kalte Wetter ebenso wie Geschäfte, die auf dem Weg liegen. „So können wir alle auch etwas für die Umwelt tun“, sagte die Rektorin. Bei denjenigen, die zu weit entfernt wohnen, zähle es auch, wenn nur die letzte Strecke zu Fuß zurückgelegt wird. Beim Autofasten-Auftakt zeigten sich die Schüler bereits sehr motiviert. Schon im Vorfeld hatten sie Plakate gemalt mit Sprüchen wie „Wir laufen für die Erde“ und „Das Auto bleibt stehen, wie gehen“, die nun in den Klassen sicher Ehrenplätze finden.

Internet

www.autofasten-hamm.de

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