Tiere stark abgemagert

Unhaltbare Zustände: Stadt räumt Pferdezuchtbetrieb in Hamm

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Unter Federführung des Ordnungsamtes ist am Montag ein Hammer Pferdezuchtbetrieb geräumt worden. Die Tiere waren teils stark abgemagert und verwahrlost.

Hamm – 28 Tiere, darunter zwei Fohlen, wurden auf Transporter verladen und in eine andere Stadt gebracht, wo sie bis auf Weiteres versorgt werden sollen. „Die Tiere waren total verwahrlost und haben knöcheltief in ihrem eigenen Mist gestanden“, begründete Ordnungsamts-Chef Jörg Wiesemeier gegenüber dem WA die Maßnahme.

Zustände schlimmer, als Fotos erahnen lassen

Wie Wiesemeier weiter erklärte, sei der Fall erst am Montagmorgen bekannt geworden, als sowohl dem Kreisveterinär als auch dem Ordnungsamt Bilder von offenbar unhaltbaren Zuständen in dem Betrieb zugespielt worden waren. Man habe daraufhin sofort gehandelt und sei zu dem Betrieb gefahren. „Die Zustände waren sogar noch schlimmer als es anhand der Fotos zu vermuten gewesen war“, sagte Wiesemeier.

Unverzüglicher Einsatz: Das Ordnungsamt ließ die 28 Pferde mit Transportern fortschaffen.

Immerhin habe man keinen Abdecker hinzuziehen müssen. Ein Gutteil der Pferde habe im Stall gestanden und sei stark abgemagert gewesen. Die Tiere seien offenbar nicht mehr versorgt worden, obwohl genügend Futter vorhanden gewesen sei.

Unverzüglicher Einsatz: Das Ordnungsamt ließ die 28 Pferde mit Transportern fortschaffen.

Einige Pferde seien zuletzt wohl noch auf der Weide gewesen und hätten noch „ganz gut“ ausgesehen. Letztlich, so Wiesemeier, seien alle 28 Tiere aus dem Betrieb geschafft worden. Einstellpferde seien nicht darunter gewesen.

Haltungsuntersagung wird geprüft, Züchter schweigt

Das Ordnungsamt werde nun prüfen, ob ein Ordnungswidrigkeitenverfahren oder ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen eingeleitet werde. „In jedem Fall wird auch eine Haltungsuntersagung geprüft“, kündigte Wiesemeier an.

Der Pferdezüchter aus Hamm wollte gegenüber dem WA keine Stellungnahme abgeben.

Rubriklistenbild: © Szkudlarek

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