Kunstprojekt in Bockum-Hövel

Pinke Nacht: Das sind die Pläne für „Die Strecke 3.0“ – Neuer Termin

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Nach der Strecke ist vor der Strecke: Die Motivation, etwas in Bockum-Hövel auf die Beine zu stellen, bleibt hoch. Neu ist das Datum. Auch ein neues Oberthema ist geplant.

Bockum-Hövel – „Die Strecke 3.0“ findet am 25. Mai 2024 statt. Knapp 40 Vertreter der Vereine folgten zuletzt der Einladung von Christiane und Werner Reumke zum ersten Plenum für die Strecke 3.0 im Haus der Begegnung.

Dabei wurde auch der „Streckenwein“ gekostet. „Ein Grauburgunder namens ,Pique Nique’ von David Lelievre, der Hase, aus Toul“, erklärte Werner Reumke auch gleich die pinke Farbe des Traubensafts mit der Gärungsmethode. Er verpackte damit den dezenten Hinweis, wohin die Reise 2024 gehen wird – Frankreich wird Thema.

Santé: Christiane und Werner Reumke (2. und 3. von links) baten mit dem pinken Grauburgunder „Pique Nique“ zum Anstoßen.

Beim Veranstaltungsdatum gibt’s noch mal eine Änderung: Nicht am 8. Juni, wie zuvor geplant, sondern am 25. Mai (ebenfalls ein Samstag) soll „Die Strecke 3.0“ den Ortsteil Bockum-Hövel einen und bekannter machen. „Das Kulturrevier Radbod hat am 8. Juni eine traditionelle Großveranstaltung (Kapelle Somma), wir würden uns in die Quere kommen“, so Werner Reumke.

Pinke Nacht unter dem Radbodschacht

Während die Ur-Strecke am 3. Juni dieses Jahres temporäre Kunst für einen Tag bot, soll zur Folgeveranstaltung Nachhaltiges entstehen, erklärte Christiane Reumke die Idee der beiden. Die gesamte Strecke soll mit dauerhaften Kunstwerken ausgestattet, der Sauerländische Gebirgsverein, Ortsverein Bockum-Hövel soll die Strecke kennzeichnen. Am 25. Mai soll dann eine Vernissage von Hof Kraienhemke Richtung Fördergerüste Radbod stattfinden.

„Eine 5.000 Meter lange Vernissage, das hat noch niemand geschafft“, frohlockte Werner Reumke. Geplanter Start der Tour ist bisher 15 Uhr. Anschließend ab 17 Uhr wird auf dem letzten Teil von der Moschee bis zu den Fördergerüsten „Die pinke Nacht unter dem Radbodschacht“ stattfinden. „An unseren Eiffeltürmen“, so der Initiator, „angelehnt an die Weißen Nächte in Paris.“

Eine 5.000 Meter lange Vernissage, das hat noch niemand geschafft

Werner Reumke

Einladen will die Vereinsgemeinschaft französische und saarländische Bergleute, es sollen französische Chansons gespielt werden und ein entsprechendes kulinarisches Angebot. „Wir sammeln schon fleißig Frösche und Schnecken“, scherzte Werner Reumke. „Vielleicht sollten wir auch so etwas wie die Pommes-Weltmeisterschaft wie neulich Recklinghausens Partnerstadt ausrichten“, sprühte der Macher weiter Ideen ins Publikum.

Um 20.30 Uhr wird die Sonne untergehen, erfuhren die Bockum-Höveler. Dann soll die ganze Festlandschaft in Pink illuminiert werden, ein „Lichtereignis“ will man am Abend erschaffen.

Arbeitsgruppe trifft sich alle zwei Wochen - Noch Helfer gesucht

Die großen Mitspieler wie RAG und Industrie-Denkmal-Stiftung werden wieder mit im Boot sitzen, wie auch die örtliche Spadaka. „Wir sorgen für die Bühne“, versprach Marketingfrau Anne Görges, „und Ruppe Koselleck ist auch bereit, mit seiner Straßenwalzen-Kunstaktion wieder mitzumachen.“ Er sei erleichtert, schließlich sei eine Bühne nicht billig. Ansonsten riet Christiane Reumke den Anwesenden, ihre Ideen vom Heimatministerium NRW sponsern zu lassen. „Jeder einzelne Verein kann für seine Kunstaktion den Heimatscheck beantragen. Das ist nicht schwer.“

Wer Kontakte nach Frankreich habe, solle sich melden. Ebenso die, die Künstler an der Hand hätten. Die Ausstellung müsse schließlich mit Inhalt gefüllt werden. Für die Arbeitsgruppe, die sich alle zwei Wochen bei Reumkes trifft, wird noch Unterstützung gesucht. Das nächste Treffen ist am Donnerstag, 9. November, um 17 Uhr.

Das Plenum zur Ideenentwicklung und Vorbereitung der „Strecke 3.0“ soll regelmäßig alle vier Wochen zusammentreffen, ein nächstes Mal am 29. November.

Nicht künstlerisch, dafür aber rätselhaft waren die Bauarbeiten in Bockum-Hövel, die am Dienstag an der Uphofstraße und in der Ontariosiedlung bei vielen Anwohnern für den Ausfall von Internet und Telefon sorgten.

Rubriklistenbild: © Andreas Rother

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