Pintauschbörse

„Bin halt Soester“: Hunderte Euro für Kirmes-Pins aus vergangener Zeit

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Interessierte Blicke auf Kirmes-Pins: Eva Wernitz (links) bot zahlreiche Erbstücke an. Mehr als tausend Euro sind über ihren Verkaufstisch gegangen. Auch Soest-Sammler Yves Powroznik (dritter von rechts) zeigte sich fasziniert.
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Die Pintauschbörse im Johannes-Gropper-Saal zieht Kirmes-Fans und Sammler an. Hunderte Euro wechseln für die winzigen Schmuckstücke den Besitzer.

Soest – Für den einen sind Kirmes-Pins ein nettes Schmuckstück – um zu zeigen: „Ich bin Fan der Soester Allerheiligenkirmes“. Aber mehr auch nicht. Für den anderen hingegen sind Kirmes-Pins eine wahre Leidenschaft. Seit Jahrzehnten gesammelt und aufbewahrt, wenn überhaupt nur zu besonderen Anlässen ab und an aus der Vitrine geholt und getragen, haben diese Pins mit Jägerken-Motiv für viele einen hohen Wert.

Pintauschbörse: Fast 1000 Euro für den begehrtesten Kirmes-Pin

Bei der Pintauschbörse im Johannes-Gropper-Saal fanden sich am Sonntag, 5. November, so einige Liebhaber zusammen. Sie tauschten sich aus, verhandelten munter. „Pauschal lässt sich sagen: Je älter, desto wertvoller“, erklärt ein Händler. Wieso er so viele Pins gesammelt hat? „Bin halt Soester“, lacht er. Schätzungsweise 8000 Euro Gesamtwert, hätten alle seine Kirmes-Pins zusammen. Einige Pins haben über die Jahre enorm an Wert gewonnen. Fast 1000 Euro können für den begehrtesten dieser Kirmes-Pins den Besitzer wechseln. Dabei handelt es sich um einen der ersten je gemachten Pins mit dem Jägerken von Soest als Motiv – ein Vorläufermodell des erstmals im Jahr 1997 von der Stadt herausgegebenen Ansteckers. Motiv ist seitdem die Symbolfigur der Soester Allerheiligenkirmes: das Jägerken von Soest. Die Auflage der Pins ist zahlenmäßig begrenzt und der Ansturm auf die Sammelpins traditionell groß. Besonders dann, wenn neue Pins auf der Pintauschbörse auftauchen. Eva Wernitz bot die Kirmes-Pins ihrer Mutter an. Sie konnte mehrere ihrer Mitbringsel schon direkt zu Beginn unter die Leute bringen – äußerst gewinnbringend. Mehr als tausend Euro hat sie von Sammlern für die winzigen Anstecker bekommen. „Nein, damit hätte ich nicht gerechnet“, sagt sie. „So ist das eben“, erklärt einer der Sammler. Nächstes Jahr wird es wieder einen Kirmes-Pin geben – und so die Sammlung vieler Kirmes-Fans weiter wachsen.

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