VonMarvin K. Hoffmannschließen
Das schöne Frühlingswetter in NRW verleitet zum Wäschetrocknen im Freien. Doch für Allergiker kann das unangenehme Folgen haben. Der Grund: Pollen, die sich in der Wäsche festsetzen.
Hamm – Das milde Frühlingswetter lockt die Menschen nach draußen. Doch nicht nur beliebte Ausflugsziele werden bei Sonnenschein angesteuert. Auch steht bei vielen Menschen in NRW der Frühjahrsputz auf dem Plan – inklusive Wäsche waschen. Die trocknet schließlich draußen so schön schnell in der Sonne. Doch Vorsicht: In der Luft lauert für eine bestimmte Personengruppe eine unsichtbare Gefahr.
Fehler beim Wäschetrocknen vermeiden – für bestimmte Personen lauert eine unsichtbare Gefahr
Die Rede ist natürlich von Pollen, die allergische Reaktionen auslösen können. Die häufigsten Symptome im Frühjahr sind juckende Augen, eine schniefende Nase oder vielleicht auch ein unangenehmer Reizhusten. Allergiker können zu dieser Jahreszeit ein Lied davon singen. „Pollen sind die häufigsten Auslöser von allergischen Atemwegserkrankungen. Symptome wie tränende und juckende Augen, Niesreiz, Fließschnupfen oder Asthma sind häufig die Folge“, bestätigt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Beim Wäschetrocknen im Freien sollte man daher auch jetzt unbedingt einen Fehler vermeiden.
In NRW wird unter anderem der Pollenflug der Birke derzeit als „hoch“ eingestuft. Bei der Esche sieht es ähnlich aus. Gräser und Roggen fliegt noch gar nicht. Die Belastung durch die Hasel ist zudem auch mit „keine bis geringe“ Belastungsintensität eher unproblematisch. Doch auch andere Pollenarten können Allergien auslösen – und diese kleinen, fiesen Dinger setzen sich ausgerechnet in der frisch gewaschenen Wäsche fest.
Pollenflug in NRW
Der DWD informiert regelmäßig über den Pollenflug in NRW. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle: „Nicht nur die Pollenkonzentration, sondern auch der Allergengehalt in den Pollen ist maßgeblich für die Stärke der Allergiesymptome. So weisen zum Beispiel Pollen aus Gebieten mit höherer Luftschadstoffbelastung einen höheren Allergengehalt auf. Luftschadstoffe wie Stickoxide oder Ozon können die Eigenschaften von Pollen und dadurch ihr allergenes Potenzial verstärken.“ Quelle: Deutscher Wetterdienst
Starker Pollenflug in NRW bei Sonnenschein im Frühling
„Generell ist das Wäschetrocknen im Freien gut für die Umwelt und für den Geldbeutel, doch für Pollenallergikerinnen und Pollenallergiker leider nicht immer die Methode der Wahl“, erklärt der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) und ergänzt: „Denn je nach Jahreszeit können gerade bei schönem Wetter sowohl Baum-, Blüten-, Gräser-Pollen als auch Schimmelpilzsporen an der Wäsche haften bleiben und so die akute allergische Reaktion verstärken.“ Für diese betroffene Personengruppe bieten sich Alternativen zum Wäschetrocknen im Freien an:
- Stellen Sie den Wäscheständer in einen gut belüfteten Raum, vorzugsweise mit geöffnetem Fenster, das mit einem Pollenschutzgitter versehen ist. Ein Ventilator kann den Trocknungsprozess zusätzlich beschleunigen, indem er die Luft bewegt.
- Ein Luftentfeuchter hilft, die Feuchtigkeit aus der Luft zu ziehen, was die Trockenzeit erheblich verkürzen kann. Dies ist besonders nützlich in kleineren oder weniger gut belüfteten Räumen.
- Wäschetrockner mit geringer Hitze oder schonendem Programm: Wer Zugang zu einem Trockner hat, kann empfindliche Kleidung mit einer niedrigen Temperatureinstellung vortrocknen, bevor man sie aufhängt. Das spart Energie und ist schonender für die Materialien.
Doch trotzdem sollten auch Allergiker das gute Wetter in NRW jetzt noch einmal nutzen – nicht nur zum Wäschetrocknen oder für den Frühjahrsputz. Bald schon könnte nämlich schon wieder Schluss damit ein. Ein Wetter-Experte prognostiziert Chaos für April.
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