„Die Bodenhaftung verloren“

Preisschock für Besucher: Beliebtes Event in NRW-Freizeitpark jetzt deutlich teurer

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Der Wintertraum in einem Freizeitpark in NRW ist extrem beliebt – und nun auch extrem teuer. Die Preissteigerung sorgt für Empörung.

Brühl - Freizeitpark-Besuche sind schon lange kein Hobby mehr, das nur im Sommer ausgeübt wird. Öffnungen im Winter werden immer beliebter. Und das macht sich mitunter auch bei den Preisen, die für die Events in der kalten Jahreszeit abgerufen werden, bemerkbar. Ein Freizeitpark in NRW prescht nun aber bei der winterlichen Preisgestaltung in für Deutschland bislang unbekannte Dimensionen vor.

Der Wintertraum im Phantasialand überzeugt die Besucher mit wunderschöner Beleuchtung. Aber ist das 78 Euro wert?

Das Phantasialand in Brühl bei Köln verlangt für den Wintertraum, der am 15. November 2025 beginnt, für eine Tageskarte 78 Euro. Das verrät ein Blick auf die Ticket-Seite der Phantasialand-Website. Zum Vergleich: Für den Wintertraum 2024/2025 fielen für die Besucher 64 Euro an. Das ist ein Unterschied von satten 14 Euro.

Wintertraum-Wucher: Phantasialand schockiert Besucher mit Extrempreis

Zwar gibt es Möglichkeiten, wesentlich günstiger an Tickets zu kommen – das wiederum ist aber mit anderen Einschränkungen verbunden. Bei den Fans des Freizeitparks kommt die Preissteigerung auf jeden Fall nicht gut an, wie ein Blick ins Phantasialand-Fan-Forum phantafriends.de zeigt. Dort fällen die Nutzer ein eindeutiges Urteil: „Ich glaube in Brühl hat man ein wenig die Bodenhaftung verloren…“, heißt es beispielsweise von einem Forenmitglied.

Viele andere User stimmen dem zu: „78 Euro ist Wahnsinn. Zumal es eh brechend voll ist. Würde ich im Leben nicht bezahlen“, sagt ein weiterer Fan des Phantasialands. Ein anderer wiederum zeigt sich zumindest nicht überrascht von der Entwicklung: „Es ist jetzt auch Marketing-technisch wirklich nichts Neues. Festivals arbeiten seit mehreren Jahren so.“

Was damit gemeint ist: Besucher, die sich bereits früh festlegen, den Park im Winter zu besuchen, zahlen teils deutlich weniger als den Standardpreis. Eben so, wie man es auch beim Vorverkauf von Festival-Tickets kennt – ist ein bestimmter Zeitpunkt überschritten, klettert die Preisklasse eine Stufe höher.

Preisschock für Besucher: Beliebtes Event in NRW –Freizeitpark jetzt deutlich teurer

Bereits auf der Startseite der Phantasialand-Homepage taucht dementsprechend ein Hinweis auf, dass man sich nur noch bis zum 29. September Wintertraum-Tickets ab 28 Euro sichern kann – 50 Euro weniger als der Standardpreis. Selbst, wer an einem der beliebten Samstage im November oder Dezember den Wintertraum besuchen möchte, muss bis Ende September nur 39 Euro und somit nur die Hälfte des Standardpreises zahlen.

„Die 78€ sind natürlich extra so hoch angesetzt, damit die Aktionstickets noch schmackhafter sind“, erläutert ein Nutzer des Phantafriends-Forums. „Marketing Gedöns halt. Und ich kann den Park auch gut verstehen, dass sie es so handhaben, weil es einfach alles besser planbar ist, wenn man weiß, wieviel Leute kommen werden. Und wie die letzten Jahre zeigen, funktioniert es auch.“

Kurztrip in NRW: 7 Geheimtipps für einen Ausflug im eigenen Bundesland

Siebengebirge von oben bei blauem Himmel fotografiert
Das Siebengebirge ist die Heimat des Drachenfels und steht für ein vielfältiges Naherholungsgebiet im Kreis Bonn. Das Siebengebirge bietet weite Ausblicke, alte Burgen, zahlreiche Ausflugslokale und einsame Wanderwege inmitten der Natur. Selbst Weinliebhaber kommen auf ihre Kosten. © Zoonar/Kay Augustin/Imago
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Die Weinberge des Siebengebirges umfassen heute insgesamt 8 Hektar und verteilen sich auf die Lagen „Laurentiusberg“, „Rosenhügel“ und „Sülzenberg“. Das Weinanbaugebiet im Bereich Siebengebirge ist nach eigenen Angaben das „einzige Weinbaubereich in NRW“. ©  IMAGO / Westend61
Um Wanderern und Weinliebhabern Informationen über die Flächen zu geben, wurde Anfang der 1980er Jahre der Weinwanderweg eingerichtet. Im Jahr 2021 wurde er vom Naturpark Siebengebirge erneuert.
Um Wanderern und Weinliebhabern Informationen über die Flächen zu geben, wurde Anfang der 1980er Jahre der Weinwanderweg eingerichtet. Im Jahr 2021 wurde er vom Naturpark Siebengebirge erneuert. © IMAGO / NurPhoto
Kanuten auf der Stever Freizeitvergnuegen Deutschland Nordrhein Westfalen Muensterland Luedingh
Auf den Flüssen NRWs gibt es vom Kanu aus viel zu entdecken. Die Stever in Lüdinghausen, rund 20 Kilometer von Münster entfernt, ist dafür ideal: Sie verbindet historische Schlösser. Seit 2019 darf sich Lüdinghausen ganz offiziell mit dem Titel „Stadt der Wasserburgen“ schmücken. © IMAGO / blickwinkel
Burg Vischering, Wasserburg, als Trutzburg in Lüdinghausen NRW
Ein Nebenarm der Stever führt zur Burg Vischering. Das Burgcafé liegt nur 50 Meter vom Ufer entfernt. Sie gilt nach eigenen Angaben als „Ideal einer münsterländischen Wasserburg“ und ist ein beliebtes Fotomotiv. © IMAGO/Rüdiger Wölk
Burg Kakesbeck, Elvert,Lüdinghausen, Münsterland, NRW Burg Kakesbeck ist die älteste von drei erhaltenen Wasserburgen lüdinghausen
Die Burg Kakesbeck ist die älteste von drei erhaltenen Wasserburgen in Lüdinghausen im Kreis Coesfeld. Sie ist „eine der größten mittelalterlichen Wehranlagen des Münsterlandes“ und ist mit dem Kanu gut zu erreichen.  © IMAGO/Zoonar
Wasserburg Burg Luedinghausen Burg Luedinghausen, Renaissanceburg, Wasserburg, Luedinghausen, Muensterland, Nordrhein-Westfalen
Die Burg Lüdinghausen liegt ebenfalls an der Stever und ist mit dem Kanu erreichbar. Sie ist von einem weitläufigen Park umgeben und liegt direkt im Zentrum des Städtchens. Wer eine gemütliche Kanutour auf der Stever plant und die Burgen von der Wasserseite aus bewundern möchte, sollte ein paar Snacks und Getränke mitnehmen, um während der Kanutour sein eigenes Picknick genießen zu können. © IMAGO/Zoona
Luftbild, Hermannsdenkmal, kulturelle Statue des Cheruskerfürsten, nach Entwürfen von Ernst von Bandel, Blick auf Hiddes Teutoburger Wald
Der Teutoburger Wald erstreckt sich vom Süden Niedersachsens bis in den Norden Nordrhein-Westfalens und hat seinen Besuchern viel zu bieten – von Wander- und Radwegen bis hin zu kulturellen Highlights. Das Hermannsdenkmal ist ein bekanntes Ausflugsziel. © IMAGO/Hans Blossey
Die Externsteine – eine markante, rund 40 Meter hoch aufragende Felsformation im Tal der Wiembecke bei Horn-Bad Meinberg in Lippe – zählen zu den bekanntesten Natur- und Kulturdenkmälern Deutschlands.
Die Externsteine im Teutoburger Wald – eine markante, rund 40 Meter hoch aufragende Felsformation im Tal der Wiembecke bei Horn-Bad Meinberg in Lippe – zählen zu den bekanntesten Natur- und Kulturdenkmälern Deutschlands. ©  IMAGO / imagebroker
Rings um die Externsteine befinden sich verschiedene Wanderwege. Die Bärenstein-, Schliepstein-, Blaubeer- und Knickenhagen-Routen, die durch die dichten Wälder führen, bieten sich etwa an.
Rings um die Externsteine befinden sich verschiedene Wanderwege. Die Bärenstein-, Schliepstein-, Blaubeer- und Knickenhagen-Routen, die durch die dichten Wälder führen, bieten sich etwa an. © IMAGO/Hans Blossey
Historische Gebäude, Fachwerkhaus, Bäume und Evangelische Stadtkirche Auf dem Hallenbrink mit Welscher Haube vom Salzhof
Bad Salzuflen im Kreis Lippe, eingebettet in die Landschaft des Teutoburger Waldes, ist ein Kurort, der neben historischen Gebäuden vor allem durch sein Thermalbad bekannt ist. © IMAGO/imageBROKER/
Ein bisschen Jurrasic-Park-Feeling in NRW: Auf der Sequoiafarm im Nettetaler Stadtteil Kaldenkirchen steht ein ganzer Wald einer Baumart, die auch schon zu Zeiten der Dinosaurier existierte.
Ein bisschen Jurrasic-Park-Feeling in NRW: Auf der Sequoiafarm im Nettetaler Stadtteil Kaldenkirchen steht ein ganzer Wald einer Baumart, die auch schon zu Zeiten der Dinosaurier existierte. © IMAGO / Funke Foto Services
Die Sequoiafarm im niederrheinischen Nettetal-Kaldenkirchen wurde um 1950 von Ernst und Illa Martin angelegt. Hier begann die erste Mammutbaum-Anzucht Europas. Heute befinden sich dort alte Bergmammutbäume und Küsten- und Urweltmammutbäume, sowie mehr als 400 andere seltene Gehölzarten.
Die Sequoiafarm im niederrheinischen Nettetal-Kaldenkirchen wurde um 1950 von Ernst und Illa Martin angelegt. Hier begann die erste Mammutbaum-Anzucht Europas. Heute befinden sich dort alte Bergmammutbäume und Küsten- und Urweltmammutbäume, sowie mehr als 400 andere seltene Gehölzarten.  © IMAGO/Zoonar
Für einen Ausflug in die Natur auch im Sommer ist die Farm ein echter Geheimtipp. Die Sequoiafarm Kaldenkirchen liegt im so genannten Grenzwald bei Nettetal.
Für einen Ausflug in die Natur auch im Sommer ist die Farm ein echter Geheimtipp. Die Sequoiafarm Kaldenkirchen liegt im so genannten Grenzwald bei Nettetal. Hier ist auch der Ausgangspunkt für den 10 km langen, abwechslungsreichen Premiumwanderweg Galgenvenn. © IMAGO / Funke Foto Services
Aussicht auf den Urftsee und Staudamm im Nationalpark Eifel, NRW, Deutschland
Der Nationalpark Eifel in Nordrhein-Westfalen ist ein absolutes Muss für alle Naturliebhaber und Erholungssuchende. Mit seinen weitläufigen Wäldern und einzigartigen Felsformationen bietet er den perfekten Rückzugsort vom hektischen Alltag und ist nach eigenen Angaben „in dieser Größe in NRW einzigartig“. Hier im Bild die Aussicht auf den Urftsee und Staudamm im Nationalpark Eifel. © IMAGO/Gaby Wojciech
Der Rursee liegt mitten im Nationalpark Eifel. Schwimmen ist hier erlaubt und Ausflugsschiffe machen Rundfahrten übers Wasser.
Der Rursee liegt mitten im Nationalpark Eifel. Schwimmen ist hier erlaubt und Ausflugsschiffe machen Rundfahrten übers Wasser – ideal also für einen Ausflug im Sommer. © IMAGO/Augst / Eibner-Pressefoto
Durchs malerische Monschau fließt die Rur, vorbei an vielen kleinen Felschen.
Umliegene Orte sind beispielsweise Aachen, Euskirchen oder auch Monschau. Durchs malerische Monschau fließt die Rur, vorbei an vielen kleinen Felschen. ©  IMAGO / Olaf Döring
Die Fachwerkhäuser entlang der Rur in Monschau können bei einem gemütlichen Bummel bewundert werden.
Die Fachwerkhäuser entlang der Rur in Monschau können bei einem gemütlichen Bummel bewundert werden. Die Stadt gilt als eine der schönsten Kleinstädte Deutschlands. Ein Ausflug in den Nationalpark Eifel lässt sich somit ideal mit einem Besuch in der Altstadt verbinden. © IMAGO / Manngold
Ein Mann füttert eine Giraffe im Safariland Stukenbrock.
Das Safariland Stukenbrock ist ein Wildlife-Zoo, der über 600 Tiere beheimatet, sowie Attraktionen und Live-Shows bietet. In einer einstündigen Tour kann man durch das große Gehege mit dem eigenen PKW fahren.  © Friso Gentsch/dpa
Markus Köchling, zoologischer Leiter vom Safariland Stukenbrock, füttert eine Giraffe aus einem Fahrzeug heraus (gestellte Szene, da unter Corona-bedingten Auflagen eine Fütterung aus dem VIP-Shuttle nicht möglich ist). Das Safariland Stukenbrock kann seinen Betrieb unter Auflagen wieder aufnehmen. Die Besucher fahren mit Autos durch den Park. Von daher ist eine Öffnung in Absprache mit den Behörden möglich geworden.
Hier haben die Besucher die Möglichkeit, Löwen und Tigern von Angesicht zu Angesicht zu begegnen. Und das nicht nur tagsüber. © Friso Gentsch/dpa
Der Tier- und Freizeitpark im ostwestfälischen Schloss Holte-Stukenbrock bietet die Möglichkeit, nicht nur tagsüber, sondern auch nachts in der Safari-Lodge oder der Safari-Zelt-Lodge afrikanisches Flair zu erleben.
Der Tier- und Freizeitpark bietet die Möglichkeit, nicht nur tagsüber, sondern auch nachts in der Safari-Lodge oder der Safari-Zelt-Lodge afrikanisches Flair zu erleben. Wer also einen Kurztrip plant, hat auch die Möglichkeit zur Übernachtung,  © Severine Groneberg/ Safariland Stukenbrock
Luftbild vom Möhnesee.
Für einen sommerlichen Ausflug ans Wasser bietet sich der Möhnesee im Sauerland bei Soest an. Schwimmen, Tretbootfahren und Wandern – ideal für einen Sommertag. © Ralf Ibing/Snowfield Photography/Imago
Der Möhnesee ist doppelt so groß wie San Marino.
Das „Westfälische Meer“, wie der See liebevoll genannt wird, ist die flächenmäßig größte Talsperre im Sauerland. 40 Kilometer Ufer laden zum Sonnenbaden ein. Auch Segeln, Angeln und Kanufahren sind auf dem See möglich. © Hans Blossey via www.imago-images.de
Drei Wanderinnen auf der Sauerland-Waldroute, Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Sauerland three women hikers on the Saue
Mit über 200 km markierten Wanderwegen liegen die unterschiedlich langen Wanderrouten direkt am Möhnesee. Für geübte Füße bietet die Waldroute von Iserlohn entlang der Möhnetalsperre bis Marsberg 240 Kilometer Wandervergnügen. Die Waldroute führt mit zwei traumhaften Etappen am Möhnesee vorbei und wurde für die Wahl zu „Deutschlands schönstem Wanderweg“ nominiert. © IMAGO / blickwinkel
Der Möhnesee, Talsperre im nördlichen Sauerland, Segelboote, Yachthafen am Südufer, Drachen-Tretboot, NRW, Deutschland M
imago162704987.jpg © IMAGO/Jochen Tack

Planbarkeit für das Phantasialand, die im Vorfeld sehen können, welcher Tag wie voll sein wird, ist die eine Sache. Die andere Seite der Medaille ist allerdings, dass auch die Besucher sich Wochen und Monate vor ihrem Besuch fest für einen Termin entscheiden müssen, wenn sie vergleichsweise günstig an die Tickets kommen wollen. Gerade bei Familien mit Kindern ist aber eine solche Weitsicht und Planungssicherheit nicht unbedingt immer möglich. Auch schlechtes Wetter und Krankheitsfälle sind mit einem solch langen Vorlauf natürlich nicht abzusehen.

Preis-Gestaltung für Phantasialand-Wintertraum verwirrt Besucher

Und so lautet das traurige Fazit eines Forenmitglied: „Der Trend ist anscheinend nicht mehr aufzuhalten, aber es war früher mal legitim sich freitags zu entscheiden morgen mit der Familie gerne ins PHL zu fahren. Das ist in meinen Augen bei 78 € aber einfach keine Option mehr.“ Auf Anfrage des Kölner Stadt-Anzeigers, weshalb es zu der Preissteigerung von 23 Prozent gegenüber des Vorjahres kam, wollte sich das Phantasialand nicht äußern.

Wer den Wintertraum des Freizeitparks besuchen, sich aber bis Ende September noch nicht entscheiden möchte: Es ist mit Blick auf die vergangenen Jahre davon auszugehen, dass die Ticketpreise nach dem 29. September nicht plötzlich auf 78 Euro hochschießen, sondern nach und nach nach oben wandern. Je näher der Tag des Besuchs kommt, desto mehr Geld wird fällig. Außerdem sind bislang nur die Wintertraum-Karten bis zum 23. Dezember im Verkauf. Wer Ende Dezember oder um Januar ins Phantasialand möchte, bekommt sicher auch noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt die Chance, ein gutes Angebot zu machen.

Auf Karls Erlebnis-Dorf muss man im Winter 2025/2026 in NRW noch verzichten. Doch im Sommer 2026 soll es in Oberhausen soweit sein. Dann eröffnet der erste Freizeitpark mit Erdbeer-Thema in NRW – und soll direkt mit verrückten Ideen begeistern.

Rubriklistenbild: © Phantasialand / IMAGO / Depositphotos / Montage: wa.de

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