„Wie‘s Wetter an Sankt Margaret...“: Bauernregel mit spannender Sommer-Prognose
VonHannah Decke
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Am Samstag war der heißeste Tag des Jahres. Und ausgerechnet dieser Tag bestimmt das Wetter der nächsten vier Wochen – laut einer Bauernregel. Die Prognose für NRW.
Hamm - Es gibt viele Bauernregeln zum Wetter im Juli. Mehrere davon drehen sich um den Gedenktag der heiligen Margareta, der Schutzpatronin der Bauern. Es ist der 20. Juli, in diesem Jahr ein Samstag. Und dieser Tag hatte es in Nordrhein-Westfalen wettertechnisch in sich.
„Wie‘s Wetter an Sankt Margaret...“ – Bauernregel gibt spannende Sommer-Prognose
Und eine weitere geht so: „Wie’s Wetter an St. Margaret, dasselbe noch vier Wochen steht.“ Entscheidend für das Wetter bis Mitte August ist also der 20. Juli – zumindest laut Bauernregel. Eine spannende Sommer-Prognose, denn am Samstag steht möglicherweise der heißeste Tag des Jahres in NRW bevor. Das sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD)*:
heiter bis sonnig und niederschlagsfrei
30 bis 33 Grad, auf den Bergen 27 bis 29 Grad
schwacher bis mäßiger Wind
am Nachmittag einzelne Schauer oder kurze Gewitter möglich
*Stand: 19. Juli, 8 Uhr
Nimmt man die Bauernregel wörtlich, dürften die nächsten vier Wochen die Menschen in NRW ziemlich ins Schwitzen bringen. Laut wetter.de handelt es sich um eine etwas verspätete Siebenschläferregel: „Berücksichtigt man die Gregorianische Kalenderreform aus dem Jahre 1582 liegt der Siebenschläfer (27. Juni) heutzutage am 7. Juli. Die Regel vom St. Margaret (13. Juli) ist die späteste Regel, die den gleichen Sachverhalt, wie die Siebenschläferregel, wiedergibt.“ Der 13. Juli ist der Gedenktag der heiligen Margaret in alten Kalendern. Für den Tag der Schutzpatronin der Bauern gibt es weitere Bauernregeln:
Margaretenregen wird erst nach Monatsfrist sich legen.
Margaretens Regen bringt keinen Segen.
Regen am Margaretentag sagt dem Hunger „Guten Tag“.
Gegen Margareten und Jakoben, die stärksten Gewitter toben.
An Margareten Regen, bringt Heu und Nüssen keine Segen.
Klar muss Apollinaris sein, dann bringt man gute Ernte heim.
Bauernregeln und Wetter-Prognosen – das ist an den Aussagen dran
Wer sich nur auf vier Wochen feinstes Sommerwetter freut – oder wem es vor so viel Hitze graut –, dem sei gesagt: Bauernregeln sind nicht so verlässlich, wie es manch einer vielleicht glauben mag. Zwar findet man durchaus in den meisten dieser Sprüche einen wahren Kern, wenn man sie nicht allzu wörtlich nimmt, erklärt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Von einem einzigen Tag aber direkt auf das Wetter der folgenden vier Wochen zu schließen, sei allerdings „unmöglich“, so die Experten.
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„Es besteht jedoch die Möglichkeit, und darin liegt auch der Wahrheitsgehalt dieser Aussage, dass man auf Basis des Wetters, das um diesen Lostag herum auftritt, einen Trend für die darauffolgenden Wochen erstellen kann“, erklärt der DWD. Schaue man sich etwa Bauernregeln vor einem etwas weiter gefassten Zeitraum an, so würden einige von ihnen mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit zutreffen.