Rund 1700 Landwirte in Schüren: Kundgebung endet, Landwirte treten Heimreise an
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Marco Twente
Reinhold Beste
Jörg Leske
Stefanie Schümmer
Rebecca Weber
Daniela Weber
Claudia Metten
Sebastian Schulz
Der Prostest der Landwirte ist auch im Hochsauerlandkreis gestartet. Hunderte Trecker machten sich am Morgen aus Brilon, Westenfeld, Winterberg und Bremke auf den Weg zum Flugplatz in Schüren.
Update, 8. Januar, 14.26 Uhr: Die Kundgebung am Flugplatz in Schüren ist vorbei. Die teilnehmenden Bauern treten nun allmählich die Heimreise an. Die Reden der anwesenden Politiker wurden von den Landwirten unterschiedlich aufgenommen: Während Friedrich Merz (CDU) für seine Worte viel Applaus erntete, wurden Dr. Gregor Kaiser (Bündnis 90 / Die Grünen) und Carl-Julius Cronenberg (FDP) ausgebuht. Hier zeigte sich der Frust der Landwirte an der Politik der Ampelregierung.
Update, 8. Januar, 13.12 Uhr: Die Veranstaltung beginnt. Die Organisatoren sprechen von 1700 Teilnehmern an der Kundgebung in Schüren.
Update, 8. Januar, 12.35 Uhr: Die Politiker Friedrich Merz, Dirk Wiese, Carl-Julius Cronenberg und Matthias Kerkhoff sind mittlerweile auch vollzählig am Flugplatz in Schüren eingetroffen und sind begeistert von der Vielzahl an Teilnehmern.
Auch die Verantwortlichen zeigen sich zufrieden über den friedlichen Protest der heimischen Landwirte. Immer noch treffen weitere Trecker am Flugplatz ein. Die für 11 Uhr geplante Kundgebung soll in etwa 30 Minuten starten, das verkündeten die Organisatoren gerade per Durchsage.
Update, 8. Januar, 11.07 Uhr: „Wir Sauerländer Landwirte halten zusammen“, sagt Landwirt Christian Otto aus Eslohe, der sich mit vielen anderen Landwirten von Bremke aus in Richtung Schüren aufgemacht hat. Auch Wilhelm Kühn, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Hochsauerland, zeigt sich im Gespräch mit dem SauerlandKurier zufrieden. „Ist das nicht der Wahnsinn?“, fragt er unsere Reporterin Claudia Metten.
Protest der Landwirte: Fotos von der Fahrt von Brilon nach Schüren
Da noch nicht alle Redner, wie Friedrich Merz, in Schüren angekommen sind, verzögert sich der Start der Kundgebung.
Update, 8. Januar, 10.55 Uhr: Ein beeindruckendes Bild am Flugplatz in Schüren: Die Landwirte aller Protestfahrten im Hochsauerland erreichen den Zielort. Die Polizei geht von mindestens 800 Treckern aus.
Update, 8. Januar, 10.34 Uhr: Die Trecker kommen mittlerweile aus allen Richtungen auf dem Flugplatz in Schüren an. Hier startet heute kein Flugzeug. Noch ist Platz auf dem Gelände, aber es füllt sich.
Update, 8. Januar, 10.27 Uhr: Rund 300 Trecker machten sich vom Treffpunkt Raiffeisen-Parkplatz in Bremke aus in Richtung Schüren. Dabei kam es zu Staus. So staute sich der Verkehr nicht nur auf der B55 Richtung Meschede, auch bereits in Frielinghausen Richtung Bremke ging es schleppend voran.
Update, 8. Januar, 10.05 Uhr: Auch die Landwirte aus Richtung Winterberg sind bereits beim Hennesee angekommen. Auf der Strecke bekommen sie viel Zuspruch von den anderen Verkehrsteilnehmern. Viele Autofahrer zeigen trotz Staus ein „Daumen hoch-Zeichen“, wie unser Reporter vor Ort berichtet.
Update, 8. Januar, um 9.55 Uhr: Die Landwirte, die in Brilon ihre Fahrt nach Schüren gestartet haben, sind nun in Meschede angekommen. Die Polizei regelt den Verkehr, dennoch kommt es an der Kreuzung Steinstraße/B55 zu Stau, da von allen Seiten Trecker zur Kolonne hinzustoßen.
Update, 8. Januar 2024 um 9.49 Uhr: Von Sundern-Westenfeld aus ist soeben die Protestfahrt der Landwirte mit rund 40 Fahrzeugen gestartet. „Für unser Land Politik mit Verstand“ oder „Ohne Bauern keine Zukunft“ ist auf den Plakaten zu lesen. Über Meschede-Olpe, Berge und Wallen fährt die Kolonne nun weiter in Richtung Meschede-Schüren.
Update, 8. Januar 2024 um 9.05 Uhr: Die Protestfahrt von Brilon über die Gemeinde Bestwig nach Schüren ist gestartet. An den Treckern sind große Plakate angebracht mit den verschiedensten Aufschriften: „Ohne Bauern kein Bier!!!“ oder auch „Land und Forst = satt und warm“ sind zum Beispiel darauf zu lesen.
An jeder Kreuzung sind Einsatzkräfte der Polizei, die den Verkehr regeln.
Erstmeldung: Meschede - Die Befürchtungen vieler sind groß, dass es am Montag, 8. Januar, zu einem Verkehrschaos und langen Staus im Hochsauerlandkreis (HSK) kommen wird. Denn die Landwirte haben einen Protest angekündigt, der auf vielen Straßen im HSK zu sehen sein wird. Aus allen Richtungen werden sich Trecker auf den Weg machen, um zu einer zentralen Kundgebung auf dem Flugplatz in Meschede-Schüren zu fahren.
Protest der Landwirte: Sternfahrt führt nach Meschede - hunderte Trecker erwartet
Insbesondere am Montagvormittag dürfte es dann auf vielen Straßen im HSK nur noch mit geringer Geschwindigkeit voran gehen. Denn laut der Ankündigung des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Hochsauerland wollen sich die Protest-Teilnehmer um jeweils 8 Uhr an verschiedenen Orten treffen: an der Schützenhalle in Brilon und in Lamfert (Winterberg). Für 9 Uhr sind dann weitere Treffen an den Raiffeisen-Märkten in Westenfeld (Sundern) und in Bremke (Eslohe) geplant.
Von diesen vier Treffpunkten soll dann die Sternfahrt zum Flugplatz in Schüren beginnen, wo um 11 Uhr die Ansprachen beginnen sollen. Hierfür werden neben Vertretern der Landwirtschaft auch Bundestagspolitiker wie Friedrich Merz, Dirk Wiese oder Carl-Julius Cronenberg ebenso wie Landrat Dr. Karl Schneider erwartet.
Diese Strecken sind für die Protestfahrten geplant
Brilon- Schützenhalle - B7 über Altenbüren, Antfeld, Nuttlar, Bestwig, Velmede, dann L743 über Wehrstapel, Heinrichstal, Meschede, Schloss Laer über L840 auf L914 über Mülsborn bis K41 Flugplatz Schüren.
Sundern-Westenfeld – L686 (Bauernautobahn), Frenkhausen bis Olpe – L541 über Berge – L840 über Wallen, Calle, – L914 über Mülsborn bis K41 - Flugplatz Schüren.
Eslohe- Bremke - B55 bis Enkhausen -K41 bis Flugplatz Schüren.
Auf die Frage, wie viele Landwirte an der Kundgebung teilnehmen werden, kann Kreislandwirtin Brigitte Wullenweber im Moment keine genaue Antwort geben. „Tausend könnten es werden“, sagt sie.
Ihre Hoffnung ist, dass durch die Sternfahrt und die mediale Aufmerksamkeit in den Tagen davor und danach „auch der Letzte mitbekommt, warum die Landwirte demonstrieren“ - nämlich weil die Ampel-Koalition Steuervergünstigungen für Agrardiesel streichen und die Steuerbefreiung für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge abschaffen will. Auch die neuen Zugeständnisse des Bundesregierung von Donnerstagnachmittag seien unzureichend, wie der Bauernverband unmittelbar nach der „Eilmeldung“ verlautbaren ließ.
Die meisten wollen mit Stand von Donnerstagnachmittag weiterhin den Protest durchführen. Den Organisatoren ist es dabei wichtig, dass es nicht darum geht, Straßen zu blockieren.
Dass es aber „Trittbrettfahrer“ geben könnte, die die Aktion nutzen, um ihre eigenen Interessen durchzudrücken, könne natürlich nicht vollständig ausgeschlossen werden, so Brigitte Wullenweber. Zuletzt hatte es zum Beispiel in Siegen Zwischenfälle bei einer Demonstration geben. Hier hatte zum Beispiel ein alkoholisierter 23-Jähriger mit seinem Trecker versucht, durch eine Polizeiabsperrung zu fahren. Ebenso kam es in Siegen wegen der Konvois zu starken Verkehrsbehinderungen.