- VonMechthild Wiesreckerschließen
Die sichere Verbindung des Radverkehrs vom Bahnhof Mersch nach Herbern liegt den Anwohnern schon lange am Herzen. Doch noch immer fehlen 1,2 Kilometer Radweg auf Drensteinfurter Gebiet entlang der Landesstraße 671 – darin eingebunden die unfallträchtige Kreuzung K21/L 671. Der 3,6 Kilometer lange Radweg auf Herberner Gebiet wurde bereits im Oktober 2022 eröffnet; jetzt gibt es für den Lückenschluss bis zum Bahnhof Mersch ein wahrscheinliches Fertigstellungsdatum: Ende 2024.
Mersch – Der Stadt Drensteinfurt liegen nun fast alle Zustimmungen für den notwendigen Landerwerb für den Radweg an der L 671 vor, berichtet Martin Welscheit, Vorsitzender des Radwegvereins. Nur mit einem Eigentümer befindet sich Bauamtsleiter Christoph Britten noch in einem regen Austausch. Er sei aber zuversichtlich, die entsprechende Zusage zu bekommen, um das Projekt realisieren zu können.
Gab es unter den Anwohnern Mitte des Jahres noch Diskussionen bezüglich des Trassenverlaufes – diskutiert wurde, ob die aus Herbern kommende Trasse auf der gleichen Fahrbahnseite verlaufen sollte oder ob man auf die nördliche Seite wechselt –, liegt jetzt der finale Plan des Planungsbüros Gnegel vor. Sie soll nun auf der nördlichen Seite verlaufen.
Hoffnung auf Temporeduzierung des motorisierten Verkehrs
Hauptgrund für die Entscheidung ist die Hoffnung auf eine Temporeduzierung des motorisierten Verkehrs durch die geplanten Querungshilfen am Ortseingang Mersch. Schon auf der Versammlung sei das ein erklärter Wunsch der Merscher Bürger gewesen, lässt Welscheit wissen.
Auch das Waldstück auf der südlichen Seite spielte bei der Entscheidung eine große Rolle. Bei dieser Variante hätten etliche Bäume gefällt werden müssen – mit der Folge, Ausgleichsflächen zu schaffen.
Der Radweg auf der nördlichen Seite, darin integriert eine doppelte Verschwenkung über die Landesstraße, werde auch vom Landesbetrieb Straßen.NRW favorisiert. Der von den Anliegern, Bürgerradwegverein, Bauamtsleiter und auch Bürgermeister Carsten Grawunder gewünschte Kreisverkehr an der Merscher Kreuzung werde leider nicht realisiert, so Welscheit.
Wie geht es jetzt weiter? Die Verwaltung werde die Maßnahme zeitnah ausschreiben, damit Unternehmen in einem Zeitfenster mit einem vertraglich angestrebten Fertigstellungsdatum bauen können. „Beabsichtigt wird eine Fertigstellung bis Ende 2024“, informiert Welscheit.
Wie schon auf der Versammlung angekündigt, ist das Projekt „Gelsenwasser für Mersch“ in die Maßnahme integriert. Seinerzeit mussten für die Realisierung 40 Anschlüsse gefunden werden, am Ende wurde die Zahl mit 45 Interessenten sogar noch übertroffen. „Gelsenwasser hat auch schon Kontakt mit den Anwohnern aufgenommen und ist in Mersch fleißig unterwegs, um die jeweilige Anschlusssituation aufzunehmen. Die Anwohner sollen nach und nach die üblichen Unterlagen für einen Wasseranschluss von Gelsenwasser erhalten. Paul Deventer ist hier engagiert und unterstützend unterwegs“, sagt Welscheit.

