Gastronomen gründen Verein

Ratten, Drogen, Bettler: Hammer Wirte haben den Kaffee auf

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Ungezwungene Kneipenszenen wie hier sind nicht mehr immer und überall möglich. (Symbolbild)
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Nach den Meilenwirten machen weitere Gastronomen in Hamm mobil und fordern (unter anderem), dass Stadt und Polizei mehr für die Sicherheit und das Wohlbefinden von Gästen und Mitarbeitern unternehmen.

Hamm – Aggressives Betteln, Probleme mit Junkies und ein immer größer werdendes Ungezieferproblem (Ratten) stellten große Herausforderungen für die Innenstadtgastronomie in Hamm dar. Probleme gebe es aber auch in den Außenbezirken, wo Gaststätten beispielsweise nur noch sporadisch oder nach stundenlangen Wartezeiten von Taxen angesteuert würden.

Um die Probleme anzugehen und die Interessen der Gastronomie gegenüber der Stadt zu vertreten, wurde am Montag der erste Gastronomie-Verein Hamms gegründet. Weitere Vereinszwecke sind: die Zusammenarbeit unter den Betrieben zu fördern und die gastronomische Kultur in Hamm zu bereichern.

15 Betreiber von Gastronomiebetrieben trugen sich in die Gründerliste von „HammGastro e.V.“ ein. Zum 1. Vorsitzenden wurde Frederick Müller, Betriebsleiter vom Haus Henin, gewählt. Weitere Vorstandspositionen gingen an Ali Bozdogan (Extrablatt, 2. Vorsitzender), Jens Wilshaus (Brauhof Wilshaus, Schatzmeister) und die Kassenprüfer Frank Jäschke (Enge Weste) und Aaron Osiewacz (Westend).

Verein will für alle Gastronomen da sein

„Viel zu lange wurde in Hamm ausschließlich über die Gastronomie gesprochen und nicht mit der Gastronomie“, sagt Müller. Der Verein wolle für alle Gastronomen da sein – vom Imbiss bis zur Bar, in der Innenstadt genauso wie in den Außenbezirken.

Dass die Meilenwirte bei der von Ali Bozdogan (Extrablatt), Klaus Osiewacz (Westend) und Erik Gielen (Enchilada) angestoßenen Initiative fernblieben und bei der Gründungsversammlung fehlten, sei nur eine Momentaufnahme, sagte Müller. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich uns auch Wirte von der Südstraße anschließen werden.“ Entsprechende Signale habe er bereits erhalten.

Der Verein will ferner die Aufenthaltsqualität und das Ausgeherlebnis in der Innenstadt und den Außenbezirken steigern, „Wir werden gemeinsam an Veranstaltungen, Aktionen und weiteren Projekten arbeiten“, kündigt Müller an. In Planung seien bereits kulinarische Festivals, Themenabende und Wohltätigkeitsveranstaltungen.

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