1100 Mitarbeiter

Schuhhändler Reno insolvent: Betroffen sind 18 Filialen in NRW

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Reno hat Insolvenz angemeldet. Dem zweitgrößten Schuhhändler Deutschlands hinter Deichmann droht die Zahlungsunfähigkeit. Einige Filian in NRW sind betroffen.

Hamm - Die Liste wird länger und länger. Längst sind nicht mehr nur die kleinen Unternehmen von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen. Auch die bekannteren Marken könnten bald nach und nach von der Bildfläche verschwinden. Der Schuhhändler Reno hat Insolvenz angemeldet. Zahlreiche Filialen in Nordrhein-Westfalen sind betroffen.

Zweitgrößter Schuhhändler Deutschlands insolvent – Reno vor dem Aus

Die Überraschung war groß, als die Schuh-Kette Görtz schon 2022 eine drohende Zahlungsunfähigkeit publik machte. Zahlreiche Filialen sind von der Insolvenz betroffen. Ende März folgte der nächste bekannte Schuhhändler aus Osnabrück, der bereits 1894 erste Produkte herstellte und nun vor dem Aus steht. Jetzt hat es offenbar Reno erwischt.

Wie die Wirtschaftswoche berichtet, wurde am 28. März 2023 ein vorläufiges Insolvenzverfahren vom Amtsgericht Hameln gegen Reno angeordnet. Die Reno Schuhcentrum GmbH mit Sitz in Osnabrück wurde 1977 gegründet. Hinter Deichmann ist Reno der zweitgrößte Schuhfilialist Deutschlands mit rund 300 Filialen europaweit.

Reno meldet Insolvenz an - rund 1100 Mitarbeiter sind betroffen

Das eingeleitete Insolvenzverfahren macht sich bereits jetzt bemerkbar. Der Online-Shop des Schuhhändlers sei derzeit nicht erreichbar, heißt es auf der Homepage. Rund 1100 Mitarbeiter von Reno sind von der Insolvenz betroffen. Allein in NRW gibt es zahlreiche Geschäfte, dessen Zukunft völlig ungewiss ist:

  • Düsseldorf
  • Gelsenkirchen
  • Recklinghausen
  • Oberhausen
  • Lünen
  • Bielefeld
  • Köln
  • Gummersbach
  • Bonn
  • Euskirchen
  • Moers
  • Sankt Augustin
  • Kamp-Lintfort
  • Wesel
  • Ahlen
  • Übach-Palenberg
  • Monschau
  • Osnabrück

Laut Wirtschaftswoche habe Jurist Immo Hamer von Valtier die Funktion als vorläufiger Insolvenzverwalter übernommen. Demnach sei es zunächst sein Ziel, das tägliche Geschäft wieder in Gang zu bringen. Anschließend soll den Mitarbeitern eine Perspektive geboten werden. Erst vor einem halben Jahr hatte Reno einen Eigentümerwechsel vollzogen. Damals hatte die HR Group in Osnabrück Reno an die Cm.Sports GmbH mit Sitz in Springe verkauft.

Rubriklistenbild: © Rüdiger Wölk/Imago

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