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Aktuell findet die alljährliche Sanierung des Warsteiner Allwetterbades statt, ab Samstag sind Bad und Sauna wieder geöffnet. Wo aktuell gewirkt wird und was für die Zukunft geplant ist.
Warstein - Badleiter Dennis Justus muss zugeben, dass die Zeit, in der keine Gäste im Warsteiner Allwetterbad und der dazugehörigen Sauna sind, stressiger ist als die Tage, an denen Hochbetrieb herrscht. Aktuell ist das wieder so, denn die jährlich Revision steht auf dem Dienstplan der Badmitarbeiter.
Doch die richtig große Baustelle gebe es in diesem Jahr nicht im Allwetterbad, sagt Justus. Stattdessen seien es mehrere kleinere Baustellen – zusätzlich zu den vielen nötigen Ausbesserungs- und Verschönerungsarbeiten. Und das fängt schon vor dem Schwimmbadeingang an. Die alten Fahrradständer wurden demontiert und werden durch neue ersetzt. Zum einen, weil viele Gäste mit E-Mountainbikes zum Schwimmbad kommen und die Fahrradreifen nicht in die Vorrichtungen passten. Zum anderen werden die neuen Fahrradständer auch diebstahlsicherer: „Wir haben hier seit Jahren auch schon Schwierigkeiten mit Falschparkern vor den Fahrradständern. Auch das wollen wir angehen.“
Seit Montagmorgen wird das Erlebnisbecken gefüllt
Im Bad selber wird vor allem geputzt und geschrubbt. Die Umkleiden, die Sanitärbereiche, die Decken, „selbst jede Lampe wird kontrolliert“, sagt Justus. Es seien eben die Arbeiten, die während des normalen Badbetriebs nicht möglich seien. Dazu gehört auch – und das unterscheidet das Warsteiner Bad von einigen anderen – dass im Rahmen der Revision auch das Wasser aus den Becken gelassen werde. Dann werden Fliesen kontrolliert und ausgebessert, Beckenböden und Wände gereinigt. Zudem werde auch die Technik, zum Beispiel die Hubbühne im Sportbecken, kontrolliert. Seit Montagmorgen wird das Erlebnisbecken wieder gefüllt, das Sportbecken folgt im Laufe dieser Woche. Das dauert knapp zwei Tage. „Die Gäste werden das frische Wasser merken“, sagt Justus, das sei schon ein Unterschied.
Die diesjährige Revision ist auch die erste für Sascha Gödecke, der seit wenigen Woche neuer Betriebsleiter der Stadtwerke ist. Der richtet zuerst einen „Respekt an die Kollegen“, die aktuell alles dafür tun, dass am Samstag, 14. September, Bad und Sauna wieder geöffnet sind: „Das Allwetterbad ist ein schönes, solides und familienfreundliches Bad. Die Gäste wissen, was sie hier haben.“
Dass es seit Jahren aber rote Zahlen schreibt, weiß auch Gödecke. Der größte Faktor seien da die Betriebskosten, weshalb man aktuell auch darüber nachdenke, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach über dem Erlebnisbecken zu installieren. Zusätzlich zu weiteren nötigen Investitionen, auch die Angebote für die Gäste sollen weiter ausgebaut werden. Und, so Gödecke, dürfe das Bad nicht nur an seinen Kosten gemessen werden: „Ein Badbetrieb ist ein wichtiger Angelpunkt für die Bevölkerung und gehört zur grundlegenden Infrastruktur.“

