Wohnen

Richtfest an Warsteiner Hauptstraße mit „Action“-Termin

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Erst der Richtspruch, dann der Schnaps: Zimmerermeister Frank Sprenger, Bürgermeister Dr. Thomas Schöne und Bauherr Frank Cramer (von links) auf der Loggia des Obergeschosses. Im Hintergrund der farbenprächtige Richtkranz.
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Am Dienstagnachmittag feierte Bauherr Frank Cramer Richtfest im Warsteiner Stadtzentrum. Wie viele Wohnungen dort entstehen, wie Tiefgarage und Parkdeck aussehen werden und wann Discounter „Action“ öffnen wird.

Warstein – Warum hätte es anders sein sollen? Das Wetter, das den Termin des Richtfestes so weit „nach hinten“ verschoben hatte, herrschte auch bei jenem Richtfest selber. Grauer Himmel und Dauerregen am Dienstagnachmittag. Und doch hat es geklappt, wenn auch später als geplant. „Wir haben in den vergangenen Wochen noch einmal richtig reingehauen“, erklärte Zimmerermeister Frank Sprenger, gleichzeitig Geschäftsführer von „Henkemeier + Sprenger“-Bedachungen aus Lippstadt: „So eine Regenperiode haben wir auch noch nicht erlebt.“ Nicken bei Bauherr Frank Cramer: „Unglaublich. Aber die Jungs haben tolle Arbeit geleistet, wie auch schon beim ersten Bauabschnitt.“

Schon am 27. April will „Action“ öffnen. Die Ausbauarbeiten laufen derzeit unübersehbar an.

Der, nebenan, ist schon seit einigen Jahren mit Leben gefüllt: „Der zweite Bauabschnitt hier war immer schon geplant, aber in der Nutzung nie ganz zu Ende gedacht. Und dann kam auch Corona.“ Ganz zu Beginn sei geplant gewesen, im ganzen Gebäude Seniorenbetreuung unterzubringen, so Cramer. Ein Träger wurde nicht gefunden, also wurde umgeplant. Unten Einzelhandel, darüber Wohnungen, dahinter die Tiefgarage.

Einzelhandel

Mit dem Discounter „Action“ sei „ein langfristiger Mietvertrag“ abgeschlossen worden, so Cramer: „Die investieren selber auch einen ordentlichen Betrag in den Ausbau, sie ziehen ja quasi in einen veredelten Rohbau.“ Der Ausbau im Erdgeschoss läuft derzeit, schon am 27. April will „Action“ öffnen, machte das Unternehmen kürzlich öffentlich.

Wohnungen

Ab dem ersten Obergeschoss beginnt dann das Wohnen. Im ersten und zweiten Obergeschoss entstehen jeweils acht möblierte Wohnungen inklusive Küche und Co.: „Die werden Mitarbeitern der Brauerei, Infineon und anderen Arbeitgebern angeboten. Dort können Mitarbeiter wohnen, die vielleicht nicht an fünf Tagen in der Woche, sondern nur zwei oder drei Tage vor Ort sind.“ Die jeweilige Größe dieser 16 Wohnungen liege zwischen 41 und 55 Quadratmetern.

Fünf Wohnungen entstehen im Dachgeschoss – jede mit Loggia und Blick über Warstein.

Hinzukommen auf beiden Etagen jeweils zwei weitere Wohnungen, die frei vermietbar sein werden: „Für Ein- bis Zwei-Personenhaushalte, 65 bis 75 Quadratmeter groß.“ „Und alles barrierefrei mit Loggien“, so Cramer: „Da kann man alt werden.“

Und im Dachgeschoss kommen fünf große Wohnungen hinzu, ebenfalls privat zu vermieten – zwischen 55 und 80 Quadratmetern groß, inklusive Rundum-Blick über Warstein: „Interessenten gibt es schon. Aber wir bauen immer erst alles fertig, laden dann die Leute ein, die sich während der Bauphase gemeldet haben, um sich Raumaufteilung, Sonnenstand, Deckenhöhe usw. anzuschauen. So weiß der Mieter, was er hat.“ Wenn alles klappt, soll der erste Mieter schon Mitte Oktober einziehen.

Tiefgarage

Hinter dem Wohnhaus werden Tiefgarage beziehungsweise Parkdeck entstehen. Zweistöckig. Ein- und Ausfahrt zur Tiefgarage werden in etwa dort liegen, wo auch aktuell die Einfahrt des Domringparkplatzes liegt: Die untere Etage verbindet die Einfahrt mit der bestehenden und weiterhin nutzbaren Tiefgarage, in der neuen Tiefgarage werden ausschließlich Parkplätze für die Mieter entstehen: „Über eine Schleuse und den Aufzug kommen die Bewohner so trockenen Fußes in ihre Wohnung.“

Auf dem Domringparkplatz sollen Tiefgarage beziehungsweise Parkdeck entstehen. Das Parkdeck wird am Ende die Höhe des rechts bereits fertiggestellten Decks haben.

Neben der Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage wird die Auffahrt zum Parkdeck sein. Das wird am Ende in etwa die Höhe des aktuellen „Walls“ vor der WVG-Geschäftsstelle haben: „Wir planen, dass dort zwei Stunden kostenlos geparkt werden kann.“ Insgesamt entstehen 72 Parkplätze: „Im Mai soll der Bau beginnen, wir müssen den Aushub erst organisieren. In der Zeit wird dort dann logischerweise nicht geparkt werden können.“

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