„Erlebensraum Lippeaue“

Münsterstraße: Rätsel um riesige neue Wand - Das steckt dahinter

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Eine riesige Mauer ragt links neben der Münsterstraße hervor. Im Bildhintergrund klein zu erkennen: der Turm der Pauluskirche.
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Direkt an der Münsterstraße in Hamm haben Bauarbeiter einen riesigen neuen Hingucker errichtet. Er hat unmittelbar mit dem Großprojekt „Erlebensraum Lippeaue“ zu tun, heißt es von der Stadt.

Hamm - Das mehr als sechs Meter hohe und sicher 15 Meter breite Provisorium ragt östlich der Münsterstraße einschneidend in die Baustelle für den „Erlebensraum Lippeaue“ hinein. Nach Angaben eines Stadtsprechers handelt es sich um die Verschalung für eine künftige, noch mit Beton zu füllende Stützmauer. Sie gewährleiste, dass entlang der Straße eine Platzfläche entstehen könne. Dieser mache künftig einen weiteren Blick in die Fläche möglich.

Auf der Nordseite der Mauer sollen zudem Klettergriffe für eine so genannte Boulderwand angebracht werden. An dieser sollen Besucher nach Freigabe des Gesamtareals im Frühjahr 2023 gefahrlos klettern können. Im Bodenbereich werde Fallschutzkies ausgebracht.

Die auf der anderen Seite der Münsterstraße auf der Trafostation entstehende Aussichtsplattform wird schon früher begehbar sein. Noch im September sollen die letzten Lochbleche montiert werden, abschließend werde die Klinkerfassade dunkelblau angestrichen. Genaue Zeitangaben kann die Stadt zu diesem Randprojekt nach wie vor nicht machen.

Der „Erlebensraum Lippeaue“

Die Arbeiten im insgesamt dreiteiligen Umweltprojekt-Gebiet Erlebensraum Lippeaue laufen seit Anfang 2019. Verantwortlich sind in enger Abstimmung die Stadt Hamm und der Lippeverband. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 28,3 Millionen Euro, die aus EU-, Bund- und Landesmitteln stammen. Die Freigabe des Gesamtbereichs wird im Frühjahr 2023 erwartet.

Schwerpunkt der laufenden Arbeiten ist die Ausgestaltung des künftigen „Auenbereichs“ zwischen dem Lippeufer und dem Flugplatz durch die Hammer Gartenbaufirma Mennigmann.

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