Starker Schneefall in den morgendlichen Berufsverkehr hinein hat am Donnerstag zu hochproblematischen Verkehrsverhältnissen geführt.
Halver – In Halver reagierten Autofahrer offenbar besonnen. Lediglich einen witterungsbedingten Sachschadenunfall verzeichnete die Polizei auf der Industriestraße.
Andernorts gab’s mehr zu tun. Beamte der Wache Halver halfen in Kierspe aus, wo es mehrfach gekracht hatte. Und verschärft wurde die Situation von Lkw, die an Steigungsstrecken wie am Eichholz oder den Eierkurven bei Kierspe festhingen – in der Regel unterwegs auf Sommerreifen. Es sei davon auszugehen, dass ein Großteil der Fahrzeuge die Ausweichrouten aufgrund der Sperrung der Talbrücke Rahmede die Bundes- beziehungsweise Landesstraße genutzt hätten, hieß es.
Schwierig blieben die Straßenverhältnisse bis in die Mittagsstunden. Um 4 Uhr hatte für den Baubetriebshof Halver die Schicht begonnen, und zwar konkret damit, Salz auf die Straßen zu bringen. Gegen 6 Uhr setzte der Schneefall auf gefrorenem Boden und dann steigenden Temperaturen ein. In der Folge war der Matsch schnell festgefahren. Geräumt wurden zunächst die Verbindungsstraßen. Neben- und Wohnstraßen waren ab mittags wieder schneefrei.
Verspätungen bis zu 45 Minuten meldet die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) auf ihrer Seite, die Auskunft über Ausfälle und Verspätungen gibt. Probleme gab es auch für Fußgänger. Innerstädtische Gehwege waren teils vorbildlich, manche aber aufgrund der zeitlichen Abläufe nicht geräumt, weil die Eigentümer bereits an ihren Arbeitsstellen waren.