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Großeinsatz in Hagen: Am Biomasse-Kraftwerk der Mark-E brennt es in einem Silo. Die Warnung vor Rauchgasen, die auch nach Dortmund und in den Kreis Unna zogen, wurde aufgehoben.
Hagen - Großeinsatz der Feuerwehr Hagen: In einem der beiden Silotürme (Silo 1) an der Biomasse-Verstromungsanlage des Energieversorgers Mark-E in Boele-Kabel ist am Sonntagmorgen (23. April) ein Feuer ausgebrochen. Der Inhalt des 26 Meter hohen Silo-Turms steht in Flammen – dort sind 2.000 Tonnen Altholz gelagert, Brennmaterial für das Kraftwerk.
Normalerweise werde die Holzreste in dem Biomasse-Kraftwerk verbrannt - warum das Material schon in dem Silo in Brand geriet, ist noch unklar. Die Polizei hat hierzu Ermittlungen aufgenommen. Zur Schadenshöhe liegt noch keine Schätzung vor.
Großbrand in Heizkraftwerk in Hagen: Rauchwarnung bis in Kreis Unna
Die Feuerwehr hatte nach Angaben des WDR am Sonntag zunächst versucht, den Brand mit Stickstoff zu löschen. Weil das nicht funktionierte, wurde das Silo geöffnet. Ein Bagger begann damit, es leerzuräumen. Dadurch drang Sauerstoff in das Silo, wodurch die Flammen nochmals angefacht wurden.
Mehr als 100 Kräfte waren am Sonntag im Einsatz und kämpften gegen die Flammen. Am Montagmorgen waren es noch 30. Die Feuerwehr hatte die Lage unter Kontrolle. Der Brand des Kraftwerk-Silos in Hagen wird die Feuerwehr noch tagelang beschäftigen. „Die Einsatzdauer ist nicht abzusehen“, teilte die Feuerwehr am Montagnachmittag mit.
Von den 7000 Kubikmetern Holzmaterial, das in dem Silo war und am Sonntagmorgen Feuer fing, wurden bis Montagmorgen bereits 800 Kubikmeter mit einem Schaufelwagen rausgeholt und draußen gelöscht.
Großbrand in Heizkraftwerk in Hagen: Einsatz wird noch Tage dauern
Aufgrund der Rauchentwicklung durch den Brand hatte die Feuerwehr in der Nacht zu Montag eine Warnung herausgegeben. Es könne zu Geruchsbelästigung und Rauchniederschlag kommen. Die Rauchentwicklung reiche weit über die Stadtgrenzen von Hagen hinaus – sogar bis Dortmund und Schwerte (Kreis Unna), so die Feuerwehr. Am Dienstagvormittag wurde diesbezüglich Entwarnung gegeben.
Daher werden alle Anwohner gebeten, Fenster und Türen vorsorglich zu schließen, sowie Klima- und Lüftungsanlagen auszuschalten. Gefahr für die Bevölkerung besteht offenbar nicht; es seien keine schädlichen Stoffe in der Luft nachweisbar.
In Mülheim an der Ruhr ist ein abgestellter Kleintransporter in Brand geraten. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (Alex Talash/sst)

