VonOliver Schmitzschließen
30 Fragen von Schwimmkursen bis Verkehr: Der „Bonn-O-Mat“ gibt Orientierung für die Entscheidung bei der Kommunalwahl am 14. September. So funktioniert er.
Bonn – Wer von den zehn Kandidierenden für den Oberbürgermeister-Posten schafft den Einzug ins Bonner Rathaus? Wer sitzt die kommenden fünf Jahre im Stadtrat und in den Bezirksvertretungen? Darüber dürfen am 14. September 2025 bei der Kommunalwahl in NRW alle wahlberechtigten Bonnerinnen und Bonner ab 16 Jahren entscheiden. Doch die Entscheidung fällt oft nicht so leicht. Etwas Abhilfe oder Orientierung sollen dabei sogenannte Wahlentscheidungshilfen geben. Die bekannteste ist der „Wahl-O-Mat“, der bei bundesweiten Wahlen angeboten wird. Doch auch für die Kommunalwahlen in Bonn gibt es ein ähnliches Angebot: den „Bonn-O-Mat“.
Wahlhilfe in Bonn: So funktioniert der „Bonn-O-Mat“ für die Kommunalwahl 2025
Ähnlich wie beim „Wahl-O-Mat“ für bundesweite Wahlen werden Nutzerinnen und Nutzer des neuen digitalen Wahlhilfetools „Bonn-O-Mat“ durch insgesamt 30 lokalpolitische Thesen geführt. Diesen kann man dann zustimmen, sie ablehnen oder neutral (egal/weiß nicht) einstufen. Ebenso können Thesen übersprungen werden. In diesem Fall werden sie in der anschließenden Auswertung nicht berücksichtigt. Thesen, die als besonders wichtig erachtet werden, können zudem jeweils doppelt gewichtet werden.
„Bonn-O-Mat“ ist keine Wahlempfehlung – wie man zu einer fundierten Entscheidung kommt
Aber Achtung: Der „Bonn-O-Mat“ deckt genau wie andere Wahlentscheidungshilfen nur einen kleinen Teil möglicher Themen sowie konkreter Haltungen der Parteien ab. Dementsprechend fallen viele, möglicherweise ebenfalls wichtige Dinge, bei der Berechnung weg. Deshalb weisen die Redaktion des „Bonn-O-Mats“ auch darauf hin, dass das Ergebnis „keine Wahlempfehlung und kein[en] Ersatz für eine gründliche Auseinandersetzung mit politischen Themen“ darstelle. Deshalb wird empfohlen, sich auch anhand anderer Informationsquellen wie Medien oder eben Wahlprogrammen über die Parteien und Wählergruppen zu informieren. Außerdem wird auch ein Austausch mit Familie, Freunden und Bekannten empfohlen.
„Die Stadt Bonn soll private Feuerwerke im Stadtgebiet verbieten“, „Die Seilbahn zum Venusberg soll gebaut werden“ oder „In Bonn soll eine zusätzliche Gesamtschule errichtet werden“ – so lauten einige der Thesen der Ausgabe für die Kommunalwahl 2025. Insgesamt werden in den 30 Aussagen verschiedene lokalpolitische Bereiche abgedeckt. Diese reichen von Verkehr über Raumgestaltung bis zu Steuer- und Finanzierungsfragen.
Nach der Beantwortung der Thesen gleicht der „Bonn-O-Mat“ alle gegebenen Antworten, in entsprechender Gewichtung, mit den Antworten der lokalen Parteien und Wählergruppen ab. Das Ergebnis wird dabei jeweils in Prozent angegeben. Eine höhere Prozentzahl bedeutet dabei eine größere Übereinstimmung der eigenen Positionen mit denen einer Partei. Anschließend gibt es außerdem die Möglichkeit sich zu jeder einzelnen Frage die genauen Positionen sowie Begründungen aller Wahloptionen anzuschauen. Hier finden Sie den „Bonn-O-Mat“. Das Projekt wird unterstützt von diversen Vereinen und gemeinnützigen Initiativen wie Mehr Demokratie e. V., Offene Kommunen.NRW oder der Open Knowledge Foundation.
Auch „FragDieWahl“ kann helfen, indem es Fragen zu den Programmen der Bonner Parteien beantwortet.
NRW-Kommunalwahl 2025: Auch viele andere Städte und Kreise haben „Wahl-O-Mat“-Alternativen
Wie der Name es schon sagt, wird der „Bonn-O-Mat“ lediglich in der Bundeshauptstadt angeboten. Aber es gibt auch in vielen anderen Städten und Kreisen zur NRW-Kommunalwahl 2025 teils mehrere Wahlentscheidungshilfen. So wird unter anderem in Köln der „Lokal-O-Mat“ und das „Kommunalwahl-Navi“ angeboten. (os)
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