VonMarvin K. Hoffmannschließen
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Bei einem Unfall mit mehreren Verletzten in Siegen gab es Ärger mit Gaffern. Auch wurden Helfer durch eine katastrophale Rettungsgasse aufgehalten.
Siegen - Bei einem folgenschweren Auffahrunfall sind am Dienstagnachmittag, 16. April, auf der Hüttentalstraße in Siegen (NRW) fünf Personen verletzt worden. Die HTS musste zwischen der Anschlussstelle Sieghütte und der Freudenberger Straße zeitweise voll gesperrt werden.
Nach ersten Angaben war es an der Sieghütte wegen Reinigungsarbeiten zu einem Rückstau gekommen, den die Fahrerin eines Fiat Panda auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung Kreuztal offenbar nicht rechtzeitig sah. Die 59-Jährige fuhr auf den Audi A1 eines 77-Jährigen auf, der wiederum durch die Wucht des Aufpralls in zwei weitere Fahrzeuge schleuderte.
Gaffer-Ärger bei Unfall mit mehreren Verletzten in Siegen
Ein Rettungshubschrauber landete auf der HTS. Laut Polizei wurden fünf Personen verletzt: der 77-jährige Senior, seine 77-jährige Beifahrerin, die 59-jährige Unfallverursacherin, eine 24-Jährige sowie ihr 25-jähriger Beifahrer.
Währenddessen warteten die eingesetzten Polizisten auf die Abschlepper, die sich ihren Weg an die Unfallstelle bahnen mussten. Wie ein Polizist im Gespräch mit wa.de erklärte, sei zu Beginn die Rettungsgasse eine Katastrophe gewesen. Selbst mit Blaulicht und Martinshorn hatten sie zunächst Probleme an die Unfallstelle zu kommen.
Helfer stecken in katastrophaler Rettungsgasse fest
Ein Autofahrer hatte offenbar selbst nach Aufforderung einer Polizeibeamtin keine großartige Reaktion gezeigt. Ihn erwartet nun eine Anzeige. Genauso wie weitere Verkehrsteilnehmer, die von der Gegenfahrspur in langsamer Geschwindigkeit Fotos oder Video gemacht hatten. Dafür hat die Polizei kein Verständnis. Der besagte Mann setzte sogar noch einen drauf.
Wie die Polizei mitteilt, habe sich bei der Überprüfung des 59-Jährigen herausgestellt, dass „nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist“. Stattdessen habe er den Beamten bei der Kontrolle einen „augenscheinlich gefälschten Führerschein“ übergeben. Daraufhin sei ihm die Weiterfahrt untersagt worden.
Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Siegen stellten den Brandschutz sicher, klemmten die Fahrzeugbatterien ab und streuten mit Ölbindemittel ausgelaufene Betriebsstoffe ab. Die weitere Fahrbahnreinigung übernahm die Straßenmeisterei aus Kreuztal-Eichen. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf über 50.000 Euro.
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