VonErik Hlacerschließen
In NRW gibt es Silvester 2022 kein flächendeckendes Böllerverbot. Doch in manchen Städten ist Feuerwerk hier und da untersagt. Die Sperrzonen im Überblick.
Hamm - Während der Corona-Pandemie waren 2021 und 2020 sowohl Feier- wie auch Feuerwerk-Möglichkeiten stark begrenzt. Das soll an Silvester 2022 anders sein. Statt einem allgemeinen Böllerverbot gibt es lediglich einzelne Sperrzonen. In Nordrhein-Westfalen gehen die Städte ganz unterschiedlich mit der Sachlage um. Die einen halten Verbote von Feuerwerk nicht mehr für nötig, andere rechnen mit Besucherströmen und richten deshalb Böllerverbotszonen ein.
Böllerverbot in NRW: Die Regeln in Dortmund in der Silvesternacht 2022
Die Stadt Dortmund richtet Böllerverbotszonen rund um die Reinoldikirche und den Hauptbahnhof ein. Von den Maßnahmen erhoffen sich Polizei und Stadt, „die Feierlichkeiten möglichst sicher zu gestalten.“ Das teilte die Polizei Dortmund mit, die in der Silvesternacht mit mobilen Wachen im Einsatz sein will.
- Erste Verbotszone in Dortmund: Bereich Königswall 16 bis 44 einschließlich Bahnhofsvorplatz, Platz der Deutschen Einheit, Max-von-der-Grün-Platz 1 bis 7, Freistuhl/Ecke Königswall, Katharinenstraße, Kampstraße 42 bis 80, Petrikirchhof und Westenhellweg 67 bis 75.
- Zweite Verbotszone in Dortmund: Bereich Platz von Leeds, Brückstraße zwischen Platz von Leeds und Hohe Luft, Reinoldistraße 1 bis 7, Kampstraße 1 bis 5, Friedhof, Willy-Brandt-Platz, Brüderweg 1 bis 3, Kleppingstraße 1 bis 4, Marienkirchhof, Schuhhof, Markt 1 bis 13, Westenhellweg 1 bis 2, Ostenhellweg 1 bis 19.
Böllerverbot in NRW: So planen die weiteren großen Städte für Silvester
Ein klares Muster gibt es in Sachen Böllerverbot nicht. Jedoch ist zu erkennen, dass die Städte insbesondere dann Sperrzonen einrichten, wenn sie an bestimmten Orten mit einem hohen Andrang an Menschen rechnen. In Köln ist das zum Beispiel die Innenstadt rund um den Kölner Dom. Andere Städte erwarten geringere Menschenaufkommen - und veranlassen deshalb auch kein explizites Böllerverbot. Ein Überblick (Stand: 29. Dezember 2022).
- Bielefeld: Die Stadt Bielefeld richtet Böllerverbotszone am Boulevard und an der Sparrenburg ein. Dort sei mit vielen Besuchern auf engem Raum zu rechnen, die Sparrenburg ist nicht nur ein Wahrzeichen der Stadt, sondern auch insbesondere an Silvester ein Treffpunkt für viele Menschen, da man das Feuerwerk über der Stadt von dort aus gut erkennen kann. Ab etwa 20 Uhr werde der Zugang kontrolliert.
- Bochum: Tief im Westen sind keine besonderen Verbotszonen geplant. Die Stadt Bochum teilte längst mit, dass die Böllerverbote der letzten Jahre corona-bedingt gewesen seien. Nun plant die Stadt einen Ordnungsamt-Einsatz wie in den Vor-Corona-Jahren.
- Bonn: Ähnlich wie die Stadt Bochum deutet auch die frühere Bundeshauptstadt Bonn auf die wegfallenden Corona-Maßnahmen - durch die ein Böllerverbot nun nicht mehr gerechtfertigt wäre. Die einzige Einschränkung soll die Sperrung der Kennedybrücke sein (von 23.30 Uhr bis circa 2 Uhr)
- Duisburg: Keine Böllerverbotszone ist in Duisburg geplant, die Stadt erwartet keinen großen Andrang in der Altstadt.
- Düsseldorf: In der Altstadt soll Feuerwerk von 20 Uhr an Silvester bis 6 Uhr Neujahr verboten werden. Die Böllerverbotszone wird seitens der Landeshauptstadt vor allem mit der Gefahr von Verletzungen durch Böller und Raketen begründet.
- Essen: Die Ruhrgebiets-Großstadt rechnet nicht mit einem größeren Andrang von Besuchern an Silvester, da es in Essen keine zentralen Feier-Orte gebe. Ein Verbot von Feuerwerk gilt daher allgemein in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen, sowie Tankstellen - allerdings das gesamte Jahr über und nicht nur an Silvester.
- Köln: Nach Vorbild der vergangenen Jahre gibt es in der größten Stadt Nordrhein-Westfalens auch dieses Jahr eine Böllerverbotszone. Rund um den Kölner Dom und in Teilen der Innenstadt darf schon ab 18 Uhr nicht mehr geknallt werden, ansonsten droht laut 24RHEIN ein hohes Bußgeld.
- Münster: Die Studentenstadt im Norden von NRW will ohne zusätzliche Beschränkungen und Verbote auskommen. Die normalen gesetzlichen Regelungen würden demnach ausreichen.
- Wuppertal: Gleiches gilt für die Stadt mit der Schwebebahn. In Wuppertal dürfen es Freunde des Feuerwerks im Rahmen der allgemeinen Gesetze und Regeln krachen lassen. Es wird keine Sperrzonen oder Böllerverbote geben.
Böller in NRW: Verkauf gestartet - Aber mit Preisanstieg
Eines muss Böller-Käufern jedoch bewusst sein: Das Feuerwerk ist in diesem Jahr deutlich teurer als in den Vorjahren. Wer sich dennoch für einen Kauf von Raketen und Knallern entscheidet, sollte sich vergewissern, ob der nahe gelegene Supermarkt diese auch vertreibt. Denn nicht überall in NRW sind Silvester-Böller nach dem jüngsten Verkaufsstart erhältlich.
Rubriklistenbild: © Bodo Schackow/dpa
