VonDaniel Schröderschließen
In der ZUE Soest sollen bis zum Jahresende Fakten geschaffen werden. Die Bewohnerzahl spricht schon jetzt für sich.
Soest – Die Ansage von Landesministerin Josephine Paul (Grüne) im April war Auftrag und Herausforderung zugleich: Sie versprach Soests Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer, dass die Zelte, die die Kapazität der ZUE Soest um 600 Menschen erweiterten, bis zum Jahresende verschwinden würden.
Ungewiss war, wie das gelingen sollte. Mittlerweile ist klar: Die Ministerin scheint ihr Versprechen zu halten. „Der Plan steht und ist auf einem guten Weg“, sagt Florian Frey, Leiter des zuständigen Dezernats der Bezirksregierung, gegenüber unserer Redaktion.
ZUE Soest wird „nicht mehr angesteuert“
Frey erklärt: „Wir konnten die Belegung der ZUE bereits sukzessive reduzieren, durch Zuweisungen an die Kommunen und dadurch, dass die ZUE nicht mehr angesteuert wurde.“ Dass der Plan zu gelingen scheint, belegt die aktuelle Auslastung der ZUE: Florian Frey zufolge lebten am 6. Dezember 1030 Menschen in der ehemaligen Kaserne am Hiddingser Weg. Die maximale Bewohnerzahl des Kasernengebäudes liegt bei 1200. Durch die als Leichtbauhallen bezeichneten Zelte wurde sie auf 1800 aufgestockt.
Anfang 2024 sollen vier der fünf Zelte abgebaut werden. Eines soll – auf Wunsch von Einrichtungsleiterin Sabine Heynen – stehen bleiben. „In diesem Zelt wird jedoch niemand mehr schlafen“, versichert Florian Frey. Das Zelt solle als Sozialraum dienen. Sabine Heynen hatte es beispielsweise für Aktivitäten der Bewohner und die Taschengeldausgabe vorgeschlagen. Florian Frey sagt: „Der Abbau der Leichtbauhallen in der ZUE Soest wird zu einer Beruhigung der gesamten Einrichtung führen. Zeitgleich macht der Abbau der Hallen Platz für eine Ausweitung des Freizeitangebots. Weitere Auswirkungen können derzeit noch nicht abgesehen werden.“
Laut einer Vorlage für den Rat wird der Bürgermeister In seinem Bericht im Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstagabend auch über die ZUE-Situation sprechen.

