VonThomas Machatzkeschließen
Die SPD rüstet sich für den Kommunalwahlkampf 2025. Bereits am 4. Januar findet die erste Versammlung im Wahljahr statt. Ortsvereinschef Philipp Kallweit äußert sich auch zur Wagemeyer-Gegenkandidatin.
Lüdenscheid – Das Jahr 2025, das mit vorgezogener Bundestagswahl im Februar und Kommunalwahl im September ein besonderes Wahljahr ist, beginnt für die Sozialdemokraten in Lüdenscheid direkt mit einer Versammlung: Am Samstag, 4. Januar, um 10 Uhr trifft sich der Ortsverein im Kulturhaus zur Aufstellung der Kandidaten für die Wahlbezirke. Die Christdemokraten hatten ihre Kandidaten bereits im Dezember vorgestellt. Nun wird die SPD nachziehen. Auch die Reserveliste soll am 4. Januar im Kulturhaus aufgestellt werden.
„Auf Platz eins der Reserveliste steht wie immer unser Bürgermeisterkandidat, also Sebastian Wagemeyer“, kündigt Philipp Kallweit, Vorsitzender des im Januar neu gegründeten Ortsvereins für ganz Lüdenscheid, fest. „Alles ist so weit vorbereitet, es ist im Vorfeld nur noch eine Position zu klären. Der Vorstand wird seinen Vorschlag abgeben.“ Business as usual ist es gleichwohl nicht bei den Sozialdemokraten. Bei bisherigen Kommunalwahlen hatten die kleineren Ortsvereine im Vorfeld ihre Kandidaten, Prioritäten und Listen festgelegt, die der Stadtverband dann nach d‘Hondt in entsprechende Listen zu überführen hatte.
„Diesmal haben wir eine freie Listenaufstellung“, erklärt Kallweit. Den Stadtverband gibt es nicht mehr, er wird durch den neuen Ortsverein ersetzt. Das heißt auch: Anders als bisher könnte ein SPD-Mitglied aus dem Süden der Stadt in einem Bezirk im Norden kandidieren. Die Ortsteilbindung fällt weg. Eine freie Listenaufstellung sei indes möglicherweise auch ein „politisches Instrument“, führt Kallweit an, geht aber davon aus, dass die Aufstellungsversammlung gut vorbereitet ist und keine Überraschungen bereithalten wird.
SPD-Vorsitzender Kallweit: „Alzorba CDU-Bürgermeisterkandidatin ohne Parteibuch“
Mit Blick auf die politische Konkurrenz und speziell die Aufstellung der parteilosen Bürgermeisterkandidatin Melita Alzorba durch die CDU stellt Kallweit auf Anfrage fest: „Ich habe meine Zweifel an der Überparteilichkeit der Kandidatin. Üblich ist in einem solchen Fall doch, dass die Parteien so eine Kandidatin dann gemeinsam vorstellen. Nach meinen bisherigen Eindrücken glaube ich auch nicht, dass sich weitere Parteien hinter die Kandidatin stellen werden. Für mich ist Frau Alzorba eher eine CDU-Kandidatin ohne Parteibuch. Dazu passt auch, dass die Social-Media-Werbung – das steht ja immer über der Anzeige – von Ralf Schwarzkopf finanziert ist.“
Kallweit stellt weiter fest, dass Melita Alzorba vielen Sozialdemokraten bisher nicht bekannt gewesen sei. „Dass sie aus dem Rathaus kommt, finde ich nicht problematisch“, stellt er fest, „ich denke, dass es einen fairen Wahlkampf geben wird. Mit mehreren Kandidaten. Und das ist auch gut so.“
