Neuer Anlauf

Mehr Aufenthaltsqualität: Die Wagenfeldstraße soll umgestaltet werden

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Höhengleich soll die obere Wagenfeldstraße ausgebaut werden.
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Die Stadt Drensteinfurt möchte die Neugestaltung und da zuvorderst den höhengleichen Ausbau der oberen Wagenfeldstraße in der Innenstadt in Angriff nehmen. Der Rat fasste in seiner letzten Sitzung vor dem Jahreswechsel den formell notwendigen Beschluss, das schon vor Jahren angedachte Projekt weiterzuführen, damit die Stadt entsprechende Fördermittel beantragen kann.

Drensteinfurt – Erstmals auf den Tisch kam das Projekt des höhengleichen Ausbaus erstmals 2015 im Zuge des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK). Damals entschied sich die Stadt wegen der Höhe der Anliegerbeiträge gegen die Durchführung der Maßnahme und widmete sich stattdessen der Neugestaltung von Markt- und Kirchplatz. Da inzwischen klar ist, dass künftig das Land den Kommunen die Anliegerbeiträge erstattet, folgt nun ein zweiter Anlauf.

Ein erstes Anliegergespräch habe es bereits gegeben, so Fachbereichsleiter Christoph Britten im Rat. Die dabei vorgestellte Ausbauvariante, bei der den Anliegern vor allem die wegfallenden Parkplätze ins Auge fielen, sei allerdings noch längst kein endgültiger Entwurf. „Es geht zunächst nur darum, die Weiterführung des Projekts zu beschließen, damit wir die Fördermittel bekommen können“, erklärte Britten. Die Verwaltung habe den Antrag auf Städtebauförderung zur Umgestaltung der oberen Wagenfeldstraße zum 31. Oktober bei der Bezirksregierung Münster gestellt. Damit dieser Antrag bestehen bleibe, bedürfe es eines Ratsbeschlusses bis Ende des Jahres.

Außengastronomie soll zum Verweilen einladen

Die bisherigen Pläne beziehungsweise Ideen der Verwaltung sehen neben der Barrierefreiheit der oberen Wagenfeldstraße vor allem eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität vor. „Hierfür werden vorhandene Platzflächen ausgeweitet, Baumscheiben und Grünstrukturen angelegt und die Straße eher als Begegnungsfläche und weniger als Verkehrsfläche gestaltet. Die Aufenthaltsqualität soll durch Außengastronomie beziehungsweise Sitzmöbel und Spielangebote erhöht werden“, heißt es im Beschlussvorschlag.

Wie die Gestaltung schlussendlich tatsächlich aussehen werde, werde mit den Anwohnern und dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt besprochen. „Wie gesagt: Jetzt geht es um den Förderantrag, weitere Gestaltungsvarianten werden noch zur Sprache kommen und geprüft“, versprach Britten.

Gespräche zum Thema Parkplätze

So solle es zum Beispiel auch um den sogenannten Junggesellenbrunnen gehen, der bereits seit diversen Jahren defekt ist. „Neben dem Erhalt oder der Erneuerung käme auch die Aufgabe des Brunnens zugunsten anderer Angebote in Betracht.“ Die aktuelle Variante sieht an seiner Stelle ein Groß-Schach-Angebot vor.

Zudem werde die Verwaltung das Gespräch mit den Anwohnern und Geschäftsinhabern suchen, um das Thema Parkplätze aufzugreifen. „Das Thema Parken beinhaltet ein Für und Wider“, so Britten im Rat. Gerade auch für die Gewerbetreibenden sei es ein wichtiges Thema.

Parkplätze und Brunnen könnten an dieser Stelle der Wagenfeldstraße wegfallen.

Die Gesamtkosten für die Neugestaltung der oberen Wagenfeldstraße schätzt die Verwaltung derzeit auf rund 1,2 Millionen Euro. „Über die Kostenerstattung des Landes NRW für Anliegerbeiträge und die Städtebauförderung aus dem ISEK heraus wird mit einer Gesamtfördersumme von circa 950.000 Euro gerechnet, sodass der Eigenanteil der Stadt bei circa 210. 000 Euro liegt.“

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